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Micheldorf: Bürgerinitiative hinterfragt Vergabe bei LED-Licht

Von Hannes Fehringer, 18. April 2016, 04:37 Uhr
Flackerndes LED-Licht
Bürgermeister Ewald Lindinger (SP) mit einer neuen LED-Lampe: "Das ist der ganz übliche Vorgang." Bild: Gemeinde

MICHELDORF. Bürgerinitiative in Micheldorf strahlen neue Energiesparlampen nicht nur zu grell. Sie hinterfragt die Vergabe an Welser EWW.

"Das ist fast wie Flutlicht auf einem Fußballplatz." Etlichen Bürgern in Micheldorf leuchten die neuen LED-Lampen zu grell. Der bläulich-helle Lichtton raube ihnen den Schlaf, beklagen sie.

Bei einer anderen Angelegenheit verlangen die Siedler jetzt allerdings mehr Licht. Die Bürgerinitiative will dabei den Scheinwerfer auf die Vergabe der Umrüstung der Straßenlaternen an die EWW AG, dem kommunalen Energiebetrieb der Stadt Wels, richten.

Besonderheiten, die die Bürger stutzig machen, gibt es in der Tat: Die vom Energiespargedanken höchst sinnvolle Umstellung auf LED-Lampen wurde in der Gemeinderatssitzung vom 24. September 2015 beschlossen, drei Tage vor der Gemeinderatswahl. Der Beschluss war einstimmig, die EWW AG als Bestbieter mit einer Auftragssumme von 889.901,80 Euro (netto) zu betrauen. Trotzdem gibt es von dieser Gemeinderatssitzung noch immer kein Protokoll. Es müsse erst von allen Fraktionen unterschrieben werden, hieß es aus dem Gemeindeamt. Das Protokoll der späteren Dezembersitzung steht unterdessen längst abrufbereit im Internet auf der Gemeinde-Homepage. Man hörte auch nichts davon, dass es sich bei der Niederschrift der Septembersitzung an irgendeiner Formulierung gespießt hätte.

Bemerkenswerterweise teilte jetzt das Gemeindeamt auf eine E-Mail-Anfrage einer betroffenen Anrainerin mit, dass der "Vertrag mit der EWW AG aus Wels" in der nächsten Gemeinderatssitzung am 19. Mai "behandelt" werde. "Die Firma ist aber mit den Arbeiten schon seit Wochen beschäftigt", wundert sich die Frau. Den OÖN liegt der Schriftverkehr mit der Gemeinde vor.

Bürgermeister Ewald Lindinger (SP) kann an dem Tagesordnungspunkt nichts Befremdliches finden: "Wir haben den Auftrag einstimmig vergeben, die Firma schickt dann einen Vertragsentwurf, den diskutieren und beschließen wir. Das ist die übliche Vorgangsweise." FP-Vizebürgermeister Christian Hartwagner konnte gestern zu dem Punkt nichts sagen: "Ich kenne noch gar keine Tagesordnung."

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8  Kommentare
8  Kommentare
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TheRealist (856 Kommentare)
am 18.04.2016 18:11

Wie oft kommt der Blödsinn noch?
Es regen sich "Wichtige" auf - und zig-andere wollen - die Bürger.
Wie im "großen Rahmen" auch im Kleinen. In Michendorf.
Super! Kostet: Viel verschleudertes Steuergeld.

TheRealist

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alleswisser (18.463 Kommentare)
am 18.04.2016 11:45

Manche haben sich an die (vergleichsweise) stromfressenden, wie auf dem Foto ersichtlich verdreckten und vergammelten Leuchtstoffröhren schon so gewöhnt, dass sie anscheinend gar keine regulär strahlenden Leuchtmittel mehr kennen.

Wenn der Grundsatzbeschluss im September EINSTIMMIG (durch alle Parteien) gefallen ist, dann ist das doch ein Zeichen, dass es keine Kritikpunkte gegeben hat.

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max1 (11.582 Kommentare)
am 19.04.2016 08:00

Das ist bloß ein Zeichen dass die Ahnungslosen etwas beschlossen haben und keine Anhnung davon haben was!
Gibt es eine Investitionsrechnung? Genannt ROI.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit nein, daher ist so ein Beschluß zu hinterfragen!

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closeeyes (143 Kommentare)
am 19.04.2016 13:46

Das ist wohl der Punkt - natürlich muss eine Umgewöhnung stattfinden aber letztlich zu sagen ok mehr Stromverbrauch egal Hauptsache es leichtet weniger bläulich, das kann es nicht sein wenn wir an unsere ganzen Kosten in den Gemeinden denken. LED sind da die sinnvollere Lösung, andere Gemeinden und Städte sollten nachziehen. Ich keine die Umrüstung aus der Betrieb da wurde dies mittels Deutscher Lichtmiete bewerkstelligt und anfangs gab es auch Raunzer, aber nun ist alles gut!

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mitreden (28.669 Kommentare)
am 18.04.2016 08:43

zuerst warens gegen die autobahn, jetzt sinds gegen led-lichter, die michldorfer brauchen immer was zum sudern....

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alleswisser (18.463 Kommentare)
am 18.04.2016 11:46

Nicht "die", sondern "manche" Micheldorfer. Man sollte nicht alle in einen Topf werfen, nur weil einzelne Personen lauter schreiben.

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max1 (11.582 Kommentare)
am 18.04.2016 07:34

Diese linken Methoden, erst etwas beschließen und anschließend einen Vertrag erstellen und darüber abzustimmen kommt mir bekannt vor. Das ist nicht sauber, eine linke Methode.

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Prinzessin2506 (3.454 Kommentare)
am 18.04.2016 06:33

Um 04:37 düfte es in der OÖN-Redaktion noch so ruhig gewesen sein, dass das notwendige "Laut" zu Beginn des Artikels diese wohl empfindlich gestört hätte. zwinkern

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