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Selfies vor Cannabisplantage entlarvten Innviertler

Von Thomas Streif, 19. April 2016, 00:04 Uhr
Selfies vor Cannabisplantage wurden jungem Innviertler zum Verhängnis
Der Anbau der Cannabis-Pflanzen war eher ein Flop. Bild: Reuters

RIED/SCHÄRDING. Auf dem Laptop des 24-Jährigen wurden Fotos gefunden. Allerdings dürfte der Pflanzenbau kein großer Erfolg gewesen sein.

Eine professionelle Cannabis-Indoor-Anlage stellten Ermittler der Polizei im November 2015 in der Wohnung eines 24-jährigen Mannes aus dem Bezirk Schärding sicher. Doch von den berauschenden Pflanzen fehlte jede Spur. Als die Beamten den Laptop des Innviertlers ins Visier nahmen, stießen sie aber auf Interessantes. Der Innviertler posierte vor seinen Cannabis-Pflanzen.

Laut Staatsanwaltschaft dürfte der Mann, dem gestern wegen unerlaubten Umgangs mit Suchtgift im Landesgericht Ried der Prozess gemacht wurde, große Freude mit seinen gärtnerischen Leistungen gehabt haben, alles hielt er fotografisch fest. Vor Richter Josef Lautner gibt sich der Mann jedoch kleinlaut. Lediglich 260 Gramm habe er von den insgesamt rund 50 Pflanzen geerntet. "Die Pflanzen sind nur 40 Zentimeter groß geworden. Mir hat das Know-how gefehlt", gesteht der Beschuldigte. Die Indoor-Anlage habe er sich im Internet gekauft.

Ankläger war "gnädig"

Staatsanwalt Franz Joseph Zimmer kann nicht ganz glauben, dass der Angeklagte nur fünf Gramm pro Pflanze geerntet hat. "Sagen wir so: Ein guter Erzeuger schafft pro Pflanze bis zu 450 Gramm. Bei Ihnen als Anfänger sind wir daher von rund 100 Gramm in der Anklage ausgegangen."

Warum er überhaupt auf die Idee gekommen sei, die Drogen selber anzubauen, stößt der Richter beim einschlägig vorbestraften Innviertler nach. "Ich habe bei einem Musik-Festival ganz schlechtes Cannabis bekommen, ich war im Anschluss sogar eine Woche krank. Daher habe ich beschlossen, mir das Cannabis für den Eigenverbrauch selber zu produzieren." Es sei ihm nur ein einziges Mal gelungen, die Cannabis-Pflanzen zum Blühen zu bringen. "Da habe ich aber auch nicht mehr als diese 260 Gramm zusammengebracht", so der Angeklagte, der angibt, seit der Hausdurchsuchung keine illegalen Drogen mehr konsumiert zu haben. "Das Aufhören war nicht schwer. Es ist viel leichter, als vom Nikotin loszukommen. Letzteres habe ich noch nicht geschafft."

Strafe fällt milde aus

Da ihm keine höhere Menge nachgewiesen werden kann, kommt der Beschuldigte mit drei Monaten bedingter Haft davon. Außerdem wird eine Drogenentziehung und Bewährungshilfe gerichtlich angeordnet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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14  Kommentare
14  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
Aktive_Arbeitslose (459 Kommentare)
am 19.04.2016 20:10

... und die Abhängigkeit von Importen bleibt bestehen und es werden auch keine neuen Arbeitsplätze geschaffen ... zwinkern

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Biene1 (9.470 Kommentare)
am 19.04.2016 18:16

Selfies sind nicht nur in den USA gefährlich ...

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Puccini (9.519 Kommentare)
am 19.04.2016 19:51

Sogar Bio-Bauern können stolpern.. grinsen

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lester (11.352 Kommentare)
am 19.04.2016 16:09

Ein "echter" Innviertler.

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laskfannn (129 Kommentare)
am 19.04.2016 11:47

Bei weltpolitischen, militärischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten orientieren wir Europäer uns immer an den USA.

Wieso denn nicht auch bei sinnvollen biologischen Themen... ??

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einfache_Arbeiterin (533 Kommentare)
am 19.04.2016 12:05

mmh tja, weil, wenn wir mehr gechillt wären würde uns das ganze diskutieren vl. nicht mehr interessieren. Würde Cannabis in der Medizin eingesetzt werden würde die Pharmaindustrie gewaltige Verluste verzeichnen. Würden wir es für Papier, Flaschen, Dämmungen verwenden würde die gestandene Industrie im Land erheblich verlieren. Würde wir generell irgendetwas umstellen würde es Geld kosten, dass damit langfristig Geld gespart wird juckt halt keinen oder das es für die Umwelt besser wäre interessiert natürlich die großen Bosse auch nicht die juckt es doch auch nicht wie viel abgase Ihre Firmen produzieren..

Soo und jetzt bevor ich wieder verurteilt werde ich kiffe nicht bin auch nicht für eine totale Legalisierung ABER sich strikt gegen etwas gutes zu stellen bzw. zeugt auch nicht unbedingt von Intelligenz. Gelockerte Gesetzt wären es !!!

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laskfannn (129 Kommentare)
am 19.04.2016 14:29

Genau so ist es !

* Alkohol- und Tabakindustrie wären vermutlich auch nicht recht erfreut...

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einfache_Arbeiterin (533 Kommentare)
am 19.04.2016 16:01

Ahh ja, hab ich vergessen zwinkern

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alleswisser (18.463 Kommentare)
am 19.04.2016 10:42

Der Angeklagte sollte sich gärtnerische Tipps beim Staatsanwalt holen, um künftig die Erträge zu steigern grinsen

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einfache_Arbeiterin (533 Kommentare)
am 19.04.2016 09:16

Eigentlich peinlich wenn man mal genauer darüber nachdenkt.

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Fragender (19.972 Kommentare)
am 19.04.2016 08:53

gerichtlich angeordnete Drogenentziehung?

Wegen der Nikotinabhängigkeit?

das ist zwar neu, aber sicherlich wesentlich sinnvoller als das Theater wegen dem Cannabis....

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heiratkind (318 Kommentare)
am 19.04.2016 09:34

Bei vielen Medizin. Studien wurde eindeutig festgestellt, wie wertvoll Cannabis ist. Wichtiger wäre es aber, das auch die hohe Politik es weiß.
Wichtig das Alkohol einfach zu bekommen ist und wenn man bedenkt wieviel Elend manchen Familien dadurch beschert wird.
Vom Nikotin braucht man nicht mehr zu reden !

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fritzlei (20 Kommentare)
am 19.04.2016 08:52

Wer bezahlt dann die gerichtlich angeordnete Drogenentziehung?

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Fragender (19.972 Kommentare)
am 19.04.2016 08:54

Hoffentlich die Tabaklobby: die verdient sich ja an der Abhängigkeit ihrer Opfer dumm und dämlich...

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