Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

gemerkt
merken
teilen

Oberösterreich investiert in Schulsozialarbeit

Von Daniel Gruber, 03. April 2024, 12:48 Uhr
Schüler Klasse Schule Unterricht
(Symbolfoto) Bild: (Weihbold)

LINZ. Rund 710.000 Euro werden in Oberösterreich aufgrund des steigenden Bedarfs in den Ausbau der Schulsozialarbeit investiert. Die Vollzeitstellen werden von 52 auf 62 erhöht und damit soll das Hilfsangebot an 50 weiteren Pflichtschulen geschaffen werden.

Von der nicht gemachten Hausübung, über den Schmerz, weil sich die Eltern trennen, bis zu Suizidgedanken: Kinder und Jugendliche können sich mit all ihren Problemen und Sorgen an die Schulsozialarbeit (SuSa) wenden. Da der Hilfsbedarf stetig steige, investiert das Land rund 710.000 Euro und erhöht die Zahl der SuSa-Vollzeitstellen an Oberösterreichs Pflichtschulen von 52 auf 62, wie Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (VP) bei einer Pressekonferenz am Mittwoch verkündet.

Präventiv, kostenlos und vertraulich unterstützen aktuell 74 Schulsozialarbeiter rund 50.000 Schüler an 250 von mehr als 800 Pflichtschulen in Oberösterreich und sind ein wesentlicher Bestandteil der multiprofessionellen Teams. "Im vergangenen Schuljahr wurden 3500 Betreuungen durchgeführt und die Tendenz steigt weiter", sagt Theresia Schlöglmann, Abteilungsleiterin Kinder- und Jugendhilfe des Landes und ergänzt: "Bei der Schulsozialarbeit stehen die Familien im Fokus. Sie ist nicht nur für Kinder sondern auch Eltern und Lehrkräfte zugänglich."

Die Aufteilung der Sozialarbeiter erfolge nach sozioökonomischen Belastungsfaktoren. Es gebe keine oberösterreichische Region, die gar keine Betreuung hätte. Wenn eine Schule einen Bedarf meldet, werde dem nachgekommen, wie Gesundheitsreferentin Haberlander mitteilt.

SuSa-Postkasten an den Schulen

An allen betreuten Schulen hängt ein eigener SuSa-Postkasten. "Da können die Schüler Zettel mit ihrem Namen und der Klasse hineinschmeißen", sagt Johanna Gruber, Fachteamleiterin Vöcklabruck. Die Sozialarbeiterin ist wöchentlich in drei Schulen präsent, entwickelt mit den Betroffenen Strategien und arbeitet auch mit anderen Hilfsangeboten, wie der Schulpsychologie zusammen. "Wir können uns sehr gut an die Bedürfnisse anpassen, machen beispielsweise auch Hausbesuche und reden dann mit allen Beteiligten", schätzt Gruber an ihrem Beruf die Vielfalt, die positiven Rückmeldungen an ihrem Job und Menschen unmittelbar helfen zu können. 

Nun werden die zehn neuen SuSa-Vollzeitstellen, die nicht nur für den Zentralraum sondern auf für Freistadt, Grieskirchen oder Ried geplant sind, ausgeschrieben und sollen schnellstmöglich besetzt werden, betonte Haberlander. Damit soll an 50 weiteren Pflichtschulen das Hilfsangebot ermöglicht werden.

Bildungssprecher Reinhard Ammer (Grüne) sowie SPÖ-Pendant Doris Margreiter begrüßen grundsätzlich den Ausbau, kritisiert jedoch, dass die Aufstockung auf 100 Vollzeitkräfte nicht wie beschlossen bis Ende 2013 umgesetzt wurde. 

Erfreut reagieren die Neos auf den Ausbau. Für Bildungssprecherin Julia Bammer sei vor allem die personelle Aufstockung der multiprofessionellen Teams wichtig, damit "eine umfassende Betreuung gewährleistet wird und die Lehrkräfte entlastet werden".

mehr aus Oberösterreich

Gemischte Streife: "Kriminelle kennen keine Grenzen"

Lange Nacht der Forschung: Akzeptanz heben und Begeisterung entfachen

Waschbärplage: "Wir müssen aufpassen, dass das nicht von Deutschland zu uns überschwappt"

Von Hof zu Hof: Wanderer genossen Natur und Kulinarik in der Scharten

Autor
Daniel Gruber
Redakteur Oberösterreich
Daniel Gruber
Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

3  Kommentare
3  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
EasyPeasy (132 Kommentare)
am 04.04.2024 09:10

Ist gut, aber zu wenig. Eine Vollzeitstelle für drei Schulen. Ganz schön wenig Zeit je Standort...

lädt ...
melden
antworten
HumpDump (4.896 Kommentare)
am 03.04.2024 13:40

Ein weiterer Schritt, wo man gewisse Eltern noch weiter aus der Verantwortung nimmt.

lädt ...
melden
antworten
maggie71 (292 Kommentare)
am 03.04.2024 15:16

Von der Idee her richtig, aber an wen sollen sich die Kinder "gewisser" Eltern sonst wenden?

lädt ...
melden
antworten
Aktuelle Meldungen