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Unfälle im Frühverkehr: Wintereinbruch forderte Oberösterreichs Feuerwehren

Von Judith Pointner, 01. Dezember 2023, 10:15 Uhr
Schnee führte zu Unfällen im Führverkehr
Auf der B126 touchierte ein Pkw die Leitschiene und überschlug sich. Bild: FF Zwettl an der Rodl

ROHRBACH/LINZ. Die Feuerwehren standen am Freitagmorgen vor allem im Mühl- und Innviertel im Einsatz. Ab dem Abend soll es in ganz Oberösterreich ergiebig und anhaltend schneien.

Besonders fleißig war Frau Holle in der Nacht auf Freitag im Bezirk Rohrbach, entlang der tschechischen Grenze: Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee wurden am Vormittag aus der Region gemeldet. Aber auch in anderen Bezirken legte sich in der Nacht eine weiße Decke über das Land, sogar in der Landeshauptstadt waren die Straßen schneebedeckt. Während sich die einen über das "Winterwunderland" freuten, brauchten Autofahrer vor allem im Mühl- und Innviertel eine zusätzliche Portion Geduld im Frühverkehr.

Unfälle und Fahrzeugbergungen

Mehr als 20 Mal mussten die Feuerwehren seit den Nachtstunden zu Fahrzeugbergungen und kleineren Unfällen ausrücken. Der Einsatzschwerpunkt konzentrierte sich auf die Bezirke Rohrbach, Urfahr-Umgebung und Schärding. Die Freiwillige Feuerwehr Zwettl an der Rodl war gleich mehrmals gefordert. In der Nacht war ein Lastwagen von der schneebedeckten Fahrbahn abgekommen, am Morgen touchierte der Anhänger eines Lkws bei Bad Leonfelden ein Auto, der Lenker konnte sich selbst aus dem schwer beschädigten Fahrzeug befreien.

Schnee führte zu Unfällen im Führverkehr
Die Feuerwehr Zwettl an der Rodl musste am Freitagmorgen gleich mehrmals ausrücken. Bild: FF Zwettl an der Rodl

Wenig später krachte ein Pkw auf der B126 gegen die Leitschiene, überschlug sich und kam auf dem Dach zu liegen. Der Lenker musste vom Roten Kreuz betreut werden. Die B126 war zwischen Glasau und Zwettl an der Rodl auf einen Fahrstreifen verengt, es kam zu Verzögerungen. Auch auf der B38 kam es zwischen Wegscheid und Kollerschlag zu einem Unfall, Autofahrer mussten bis zu 20 Minuten Zeitverlust einrechnen. 

Unfälle im Frühverkehr
Autofahrer brauchten vor allem im Mühl- und Innviertel Geduld. Bild: privat

Im Innviertel musste die B137 ist nach einem Unfall mit einem Lastwagen zwischen Andorf und Zell an der Pram (Bezirk Schärding) in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden. Drei Feuerwehren standen für die Bergungarbeiten im Einsatz. 

Bis zu 30 Zentimeter Schnee im Zentralraum

Doch das war erst der Anfang: Während die Schneefallgrenze im Laufe des Freitags kurzzeitig wieder ansteigt, kündigt sich für die Nacht auf Samstag ein flächendeckender Wintereinbruch mit ergiebigen Schneefall bis in tiefe Lagen an. Die GeoSphere Austria (vormals ZAMG) hat ihre Prognose am Freitag noch einmal leicht nach oben korrigiert: Selbst im Zentralraum können bis zu 30 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen, in höheren Lagen kann es deutlich mehr sein. Meteorologen sprechen von einem "Schneeereignis, das so nur alle paar Jahre vorkommt". Die GeoSphere Austria hat für das gesamte Bundesland eine gelbe Schneewarnung ausgegeben. 

Bildergalerie: Die Schneefotos der OÖN-Leser

Die Schneefotos der OÖN-Leser
(Foto: Günther Aistleitner) Bild 1/105
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Die großen Schneemengen können am Samstag auf Straßen und Bahnlinien für Probleme sorgen. Auch unterbrochene Stromverbindungen sind möglich, wenn Bäume unter der Schneelast auf Stromleitungen stürzen. "Man muss auch bedenken, dass es der erste Einkaufssamstag im Advent ist. Da reichen speziell in den Großstädten schon einige Zentimeter Neuschnee, um gröbere Verkehrsprobleme zu verursachen", sagt Meteorologe Gerhard Hohenwarter.

Empfehlungen der Experten: 

  • Reduzieren Sie im Straßenverkehr die Geschwindigkeit, vermeiden Sie Überholmanöver und halten Sie Abstand
  • Achten Sie auf den verstärkten Einsatz von Schneeräumfahrzeugen
  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit nicht notwendige Autofahrten
  • Beobachten Sie die lokale Wetterentwicklung, holen Sie Warninformationen der Behörden ein und beachten Sie deren Anweisungen
  • Planen Sie Verspätungen im Straßen-, Schienen- und Flugverkehr ein
  • Parken Sie Fahrzeuge nicht in der Nähe von Bäumen
  • Rechnen Sie mit lokalen Ausfällen der Energieversorgung
  • Meiden Sie nach Möglichkeit Wälder, Parks und Alleen
  • Achten Sie auf mögliche Dachlawinen

Es wird frostig

Nach dem Schnee kommt der Frost: Am Sonntag lässt der Schneefall nach, dafür legt sich Dauerfrost über das Land, es wird bitterkalt.  Die Temperaturen kommen auch untertags über -6 bis -1 Grad nicht hinaus. Noch kälter wird es zum Wochenanfang: In der Nacht auf Montag sinken die Temperaturen auf bis zu minus zehn Grad. Sollten die Nächte sternenklar und windschwach verlaufen, sind im Mühlviertel sogar Temperaturen um oder unter -20°C möglich. Tauwetter ist frühestens in der zweiten Hälfte der kommenden Wochen zu erwarten. 

Video: Die Simulation zeigt, wie sich der Schneefall in Oberösterreich ausbreitet: 

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Autorin
Judith Pointner
Redakteurin Online
Judith Pointner
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20  Kommentare
20  Kommentare
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Melinac (2.974 Kommentare)
am 01.12.2023 19:28

Kann man nur zu Hause bleiben, wenn geht keine Feiern besuchen! Wenn ständig Warnung gegeben wird von den Metrologen, diese gefährlichen Straßenverhältnisse rausgeben, und es passieren schwere Unfälle, braucht dann keiner jammern!!🌧️🌧️🫢🫢,

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maschine (301 Kommentare)
am 01.12.2023 16:30

Ja, das tolle Winterwonderland von dem wieder alle schwärmen, ist ja sooo romantisch - ich freu mich schon auf den Verkehrsfunk morgen früh

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Gugelbua (31.656 Kommentare)
am 01.12.2023 13:16

alle Jahre wieder, was sagt uns das 🤔

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pesentirollo (191 Kommentare)
am 01.12.2023 14:32

Dass der Bordcomputer im Auto oft mehr Rechenleistung hat als seine Fahrer.

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sarkast (481 Kommentare)
am 01.12.2023 13:00

Info an alle die es noch nicht wissen: im Winter kann es auf den Straßen rutschig werden ...

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Melinac (2.974 Kommentare)
am 01.12.2023 19:31

Gut!👍Aber das wissen ja viele nicht!
Selbstüberschätzung wenn gefahren wird, jeden Tag zu lesen!!🚑🚒🏥

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DeaLi86 (1.704 Kommentare)
am 01.12.2023 21:04

Warum?

Es gibt heutzutage keinen Hausverstand mehr.

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Muenchner1972 (715 Kommentare)
am 01.12.2023 11:22

Uns wundert sehr, das man in Österreich solche Warnungen verkünden muss. In Bayern sind wir solche Warnungen gewohnt, da immer mehr Piefke in Bayern wohnen und leben. Zudem möchten wir endlich wieder mehr Polizeikontrollen sehen, die vor allem alle Ausländischen PKW und LKW Lenker kontrollieren. Die meisten von diesen Vollk.... haben von Winterreifen und angepasster Geschwindigkeit noch nie etwas gehört. Falls uns jemand von diesem Personenkreis in unser Auto reinfährt, kommt die mitgeführte Schneeschaufel zum Einsatz!

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Automobil (2.088 Kommentare)
am 01.12.2023 12:05

MUENCHNER1972

Bei uns wird ja schon gewarnt, wenn 1cm Schnee auf der Fahrbahn liegen beliben kann.
Was hätten die Leute früher dazu gesagt?

Mit Verstand und eigenständig denken, sowie Gefahren abschätzen ist bei vielen Leuten in den letzten Jahrzenten halt leider flöten gegangen...

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linz2050 (6.375 Kommentare)
am 01.12.2023 14:25

@mü.....
Ja hast du recht ... nur die Ausländer fahren ohne Winterreifen ... manchmal haben sie nicht einmalReifen ... und diese verunfallten Fahrzeugen auf den Fotos - kein einziges mit Österreichischen Kennzeichen!

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lester (11.362 Kommentare)
am 02.12.2023 06:30

Ja besonders unsere immer alles besserwissenden westlichen Nachbarn.

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nichtschonwieder (7.418 Kommentare)
am 01.12.2023 11:06

Warum wundert mich das nicht?

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2good4U (17.181 Kommentare)
am 01.12.2023 10:28

Wiese steht bei den Expertenempfehlung nicht dabei dass man auf Brücken aufpassen sollte da es da öfter eisig ist?

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Waxes (516 Kommentare)
am 01.12.2023 14:30

Würde eh nichts nützen,gewisse Leute ignorieren sowieso alle Warnungen und Empfehlungen. Bestes Beispiel dieser Tage die Empfehlug des Gesundheitsministers zum Maskentragen, die hier in diesem Forum einen regelrechten Shitstorm ausgelöst hat.

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DeaLi86 (1.704 Kommentare)
am 01.12.2023 21:07

Lernt man in der Fahrschule.

Dass es im Wald länger nass ist, ist eigentlich Hausverstand.

Aber viele denken sich:"Is ja geil, mir wird sowieso nix passieren."

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Automobil (2.088 Kommentare)
am 01.12.2023 10:27

Ein Extrem-Ereignis durch den Klimawandel!

Oder etwa doch nicht?

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Juni2013 (9.475 Kommentare)
am 01.12.2023 11:30

Sie als blauer Klimaexperte werden es uns sicher gleich sagen.

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Automobil (2.088 Kommentare)
am 01.12.2023 12:03

JUNI2013

ich weiß über das Zustandekommen des kommenden Schnee-Ereigniss Bescheid (man benötigt nur Kenntnisse zur Meterologie), aber Ihre grünen Freunde von der Letzten Generation können Ihnen dabei sicher weiterhelfen!

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linz2050 (6.375 Kommentare)
am 01.12.2023 14:28

@autodebil
... nur Kenntnisse ... eure braunen Weltanschauung braucht einen Führer ... selbstverständlich Denke Fehlanzeige

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Automobil (2.088 Kommentare)
am 02.12.2023 08:33

LINZ2050

Nur weil man Realist ist, zähl man also zu den braunen?

Alles klar😅😅
Nur weiter so, ihr Grünen seid immer wieder für Unterhaltung gut😅

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