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Die Crux mit den Unparteiischen: „Von der ersten Garde gibt es nur vier“

Von Gary Sperrer, 25. Mai 2023, 12:58 Uhr
Hoffentlich auch am Samstagabend in Topform: der britische Nationalspieler in Diensten der Gmundner Swans, Dwayne Lautier-Ogunleye Foto: OCS Swans/Kienesberger

Swans-Urgestein Harald Stelzer hofft, „dass Experimentalschiedsrichter endlich weg sind“

In der Best-of-5-Finalserie der Basketball Super League um den Meistertitel 2022/23 zwischen den OCS Swans Gmunden und dem BC GGMT Vienna steht es 1:1. Am Samstag (17.30 Uhr, Raiffeisen Sportpark) wollen die Schwäne in ihrer bis auf den letzten Platz gefüllten Heimspielstätte den zweiten Sieg einfahren, um mit so wenig Druck wie möglich das Auswärtsspiel am Pfingstmontag in Wien bestreiten zu können. Was momentan nagt, sowohl bei den Gmundnern als auch bei Vienna, sind die Schiedsrichterleistungen in den beiden ersten Finalpartien. Swans-Pressesprecher und -Finanzchef Harald Stelzer geht im OÖN-Gespräch ins Detail.

Salzkammergut-Nachrichten: Was passt nicht mit den Schiris?

Harald Stelzer: Beim zweiten Finalspiel in Wien haben sie überhaupt nichts gepfiffen, zumindest 35 Minuten lang. In den letzten fünf Minuten, als das Match entschieden war, haben sie zu pfeifen begonnen. Das war auf beiden Seiten so. Wobei man sagen muss: Das kommt den Wienern sehr zugute, denn die spielen sehr hart. Sie sind körperlich im Head to Head kräftiger. Wenn die Schiedsrichter das tolerieren und nicht darauf schauen, dass es einen sauberen Basketball gibt, dann leidet man darunter. In 35 Minuten gab es nur fünf Foulpfiffe gegen uns und gegen Wien nur sieben. Das gibt’s normalerweise in einem Viertel. Und in den letzten vier Minuten haben sie gegen Wien zwölf Fouls gepfiffen. Das ist eine typische Kompensation. Nur da war alles schon entschieden.

Wozu sind dann die „Oberschiedsrichter“ da, die während der Finalserie in der Halle sitzen?

Oberschiedsrichter gibt es keine. Derjenige, der am Schreibertisch sitzt, ist der Kommissar. Der überwacht nur, dass am Tisch alles ordnungsgemäß zugeht und unterstützt die Schiedsrichter nur dann, wenn es Signale gibt, die sie aufgrund der Lautstärke in der Halle vielleicht nicht hören können. Er hat auch gar nicht das Recht, den Schiedsrichtern irgendwelche Aufträge zu erteilen. Christoph Rohacky wiederum, der Verantwortliche für das Schiedsrichterwesen in Österreich, kann sehr wohl nach einem Spiel seine Meinungen kundtun, aber nicht während des Spiels. In Spiel drei werden unsere Spieler hoffentlich ihre Akkus wieder aufgeladen haben, und ich hoffe, dass diese Experimentalschiedsrichter endlich einmal weg sind.

Was meinen Sie damit?

Von der ersten Garde gibt es in Österreich nur vier, die wirklich einigermaßen ohne Fehl und Tadel sind. Und ich erwarte, dass dieses Experimentieren und dieses Bedienen aller Schiedsrichter endlich einmal aufhört. Wir spielen in einem Finale, und da geht es auch um Geld. Da brauche ich keine Schiedsrichter-Versuchskaninchen, sondern da sollten die Besten pfeifen. Wenn man von Spiel zu Spiel nicht weiß, auf was man sich einstellen muss und welche Linie gepfiffen wird, dann ist das ein Witz. Wo Menschen entscheiden, gibt es viel Ermessensspielraum, etwa bei Körperkontakten. Aber ein guter Schiedsrichter findet über 40 Minuten ein gutes Mittelmaß.

Haben wir also in Österreich ein Schiedsrichterproblem?

Das Problem ist, dass wir von der Quantität zu wenige haben, und darunter leidet natürlich die Qualität. Je intensiver die Spiele sind, desto schwieriger ist es auch für die Schiedsrichter.

Aber ist es nicht auch so, dass viele potenzielle Schiedsrichter sich diese Tätigkeit gar nicht mehr antun wollen? Vielleicht weil sie denken, sie könnten es ja sowieso niemandem recht machen. Weder den Zuschauern, noch den Spielern, noch den Funktionären.

So würde ich das nicht sehen. Unter den vier Top-Schiedsrichtern, die nicht nur ich selbst als solche anerkenne – wir blicken ja auch über den Tellerrand und tauschen uns mit den anderen Vereinen aus –, befinden sich auch zwei junge. Das sind welche, die sich erst in den letzten Jahren entwickelt haben. Also es geht schon. Wir haben relativ viele junge, nur gelingt es uns irgendwie nicht, sie „hochzuziehen“, sodass sie die Qualitätserfordernisse erfüllen. Uns allen ist bewusst, dass wir mit dem leben müssen, was wir haben. Aber dann sollte man in einer Finalserie das Optimum daraus machen.

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Autor
Gary Sperrer
Lokalredakteur Salzkammergut
Gary Sperrer
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