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Auch Wirte froh über Rauchverbot in der Gastronomie

Von Edmund Brandner und Gerhard Hüttner, 04. November 2019, 17:51 Uhr
Nach dem ersten rauchfreien Wochenende in der Gastronomie ziehen die Wirte durchwegs eine positive Bilanz. Bild: Weihbold

GMUNDEN/VÖCKLABRUCK. Stammgäste halten ihrem Wirt trotz Rauchverbots die Treue, Gastronomen sind froh über die eindeutige Regelung.

Nach jahrelangen Diskussionen mussten die Wirte im Salzkammergut am Wochenende endgültig ihre Aschenbecher wegräumen. Seit Freitag gilt in der Gastronomie generelles Rauchverbot.

„Ich bin froh, dass es endlich eine eindeutige Lösung gibt“, sagt Gerhard Scheuringer, Betreiber des Gasthauses Altmühl in Gmunden. Bisher gab es in seinem Haus 70 Raucherplätze, und Scheuringer musste hausfremden Gästen immer wieder erklären, wo Glimmstängel erlaubt sind. Die Raucher am Stammtisch nahmen die Zeitenwende ohne Proteste hin, sagt der 57-Jährige. „Es hat sich auch keiner aus Unwissenheit eine Zigarette angezündet. Alle wussten Bescheid.“ Die Aschenbecher wirft Scheuringer aber nicht weg. „Die kann ich im Sommer im Gastgarten gebrauchen“, sagt er.

Stammgäste haben Verständnis

Im kleinen Vöcklabrucker Lokal „Ins Seitengassl“ sind 80 Prozent der Stammgäste Raucher. „Uns rennt keiner davon“, ist Walter „Ossi“ Schigl überzeugt. „Wir haben nette Stammgäste, die das verstehen.“ Der Seitengassl-Wirt hat bis vor 15 Jahren selbst geraucht, mit dem Rauchverbot hat er daher kein Problem. „Ich habe 15 Tschick in zwei Tagen eingespart“, sieht sogar ein rauchender Stammgast einen Vorteil in der neuen Regelung.

Froh über das Rauchverbot in der Gastronomie ist auch Peter Klaffenböck, Inhaber des Gasthof-Hotels „Zum Auerhahn“ und des Cafés „Liebling“ am Vöcklabrucker Stadtplatz. „Es war ja eigentlich schon dringend notwendig“, begrüßt er das Aus für Zigarettenqualm in der Gaststube. „Für die Gäste wird es jetzt sicher angenehmer, in ein Restaurant zu gehen und zu dinieren“, glaubt Klaffenböck nicht, dass das Rauchverbot negative Auswirkungen auf sein Geschäft haben wird.

Lokal wird neu ausgemalt

Ein bisserl Mitleid hat der Stadtplatz-Wirt mit starken Rauchern unter seinen Gästen. „Die rennen jetzt bei uns ein und aus.“ Für die Nichtraucher unter seinen Kunden, aber auch für das Personal werde die Situation jedenfalls besser, ist Klaffenböck überzeugt. Er kündigt an, dass er demnächst alle Räume im Wirtshaus neu ausmalen lassen wird. „Das Restaurant wird dann sicher besser gehen“, ist er überzeugt.

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Autor
Edmund Brandner
Lokalredakteur Salzkammergut
Edmund Brandner
Autor
Gerhard Hüttner

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17  Kommentare
17  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
fanatiker (6.114 Kommentare)
am 11.11.2019 16:44

Was hört man dazu von den rauchenden Suderanten?

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kleinerdrache (9.944 Kommentare)
am 11.11.2019 17:07

Ein Bericht von: 04.11.2019
Statement von 3 Wirten.

Mal abwarten - und: Wir sudern nicht.

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jabbawoki (524 Kommentare)
am 06.11.2019 18:31

In den Konkurs sollts alle gehn und euer Einkommen versiegen....auf den Knien dahergekrochen und Händeringend nach Gästen.....ich geh in kein Lokal mehr.....

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Selten (13.716 Kommentare)
am 07.11.2019 18:54

Ich auch nicht.

Die meisten Wirte tun mir leid.

Es werden sicher einige schließen müssen.

Ich hoffe, dass es vor allem solche treffen wird, die das Rauchverbot jetzt speichelleckerisch toll finden, nur um per Namensnennung im Artikel zu Gratiswerbung zu bekommen.

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ichauchnoch (9.770 Kommentare)
am 06.11.2019 12:59

https://www.openpetition.eu/at/petition/online/oesterreich-fordert-das-rauchverbot-in-der-hofburg-und-jedem-oeffentlichen-gebaeude

Im Sinne der Gerechtigkeit und des Gleichheitsgrundsatzes finde ich es gut, dass einer eine Petition gestartet hat, um auch in der Hofburg ein Rauchverbot durchzusetzen!

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SRV (14.567 Kommentare)
am 06.11.2019 13:05

Sooo witzig:

"§ 13 des Tabakgesetzes sieht ein generelles Rauchverbot in Räumen öffentlicher Orte vor. Ein öffentlicher Ort ist jeder Ort, der von einem nicht von vorneherein beschränkten Personenkreis ständig oder zu bestimmten Zeiten betreten werden kann. Unter die Bezeichnung „Raum“ fallen laut Gesundheitsministerium ortsfeste, geschlossene Baulichkeiten."

Ein Rauchverbot herrscht z. B. in Räumen folgender Einrichtungen:
- Amtsgebäuden
- Schulischen oder anderen Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche beaufsichtigt, aufgenommen oder beherbergt werden
- Hochschulen oder Einrichtungen der beruflichen Bildung
- Einrichtungen, die der Darbietung von Vorführungen oder Ausstellungen dienen
- Einrichtungen des öffentlichen und privaten Bus-, Schienen-, Flug- und Schiffverkehrs (z. B. Warteräume)

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SRV (14.567 Kommentare)
am 06.11.2019 13:07

- Einrichtungen wie beispielsweise Geschäftslokale, Büroräume oder ähnliche Räume mit Kundenverkehr zu den festgelegten Dienstzeiten bzw. zu Zeiten, in denen üblicherweise Parteienverkehr stattfindet, wie insbesondere Einkaufszentren
- Gastronomiebetrieben (§13a, Tabakgesetznovelle 2008)

Dort, wo eine ausreichende Anzahl an Räumlichkeiten besteht, können unter bestimmten Voraussetzungen Räume bezeichnet werden, in denen das Rauchen gestattet ist. Es muss gewährleistet werden, dass der Tabakrauch aus diesen „Raucherräumen“ nicht in den mit Rauchverbot belegten Bereich dringt und das Rauchverbot dadurch nicht umgangen wird. Die Möglichkeit, „Raucherräume“ vorzusehen, gilt ausdrücklich nicht für schulische oder anderen Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche beaufsichtigt, aufgenommen oder beherbergt werden.

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Christian090676 (2.112 Kommentare)
am 05.11.2019 00:23

Den Rauchern tut die Bewegung gut.

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Fragender (19.972 Kommentare)
am 05.11.2019 00:10

Na geh- dabei haben uns die Nikotin-Taliban und die WKO doch immer erklärt, dass alle Wirte gerne giftstinkende Räumlichkeiten mit Teer-gelben Wänden, suchtkranken Gästen und berufskranken Angestellten haben wollen .....

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soling (7.432 Kommentare)
am 04.11.2019 22:08

Wenn ich im Salzkammergut dinieren möchte, dann aber sicher nicht im Auerhahn. Da fallen mir weitaus bessere ein als das unter der Leitung des Herrn Klaffenböck.

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Fragender (19.972 Kommentare)
am 05.11.2019 00:13

Lassen's mich raten:
eine mitgebrachte Schnitzlssemmel im Raucherkammerl vom Bahnhof in Gmunden?

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kpader (11.506 Kommentare)
am 05.11.2019 07:05

Witzig? ! Zu glauben, dass Vöcklabruck zum Salzkammergut ist schon befremdlich.

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wertzu (797 Kommentare)
am 04.11.2019 21:57

Herr Klaffenböck kann ausmalen was er will freiwillig bringt mich da keiner mehr hin in diese Absteige.

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soling (7.432 Kommentare)
am 04.11.2019 22:10

Es gibt eben Wirte die meinen es genügt Platzhirsch zu sein.

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Fragender (19.972 Kommentare)
am 05.11.2019 00:14

Können Sie eh nicht:
Als Suchtopfer sind ja Gasthäuser seit kurzem für Sie tabu: der lebensbestimmende Suchtschnuller erlaubt es Ihnen einfach nicht!

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fanatiker (6.114 Kommentare)
am 04.11.2019 21:46

Viele Raucher wollen aufhören und schaffen es noch nicht, nur die ganz Gehirnlosen meutern wegen verlorener Freiheit oder Bevormundung!

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vonWolkenstein (5.562 Kommentare)
am 04.11.2019 20:06

Erwartungsgemäß sind 95% der Wirte froh, dass das Rauchverbot endlich gekommen ist. Warum sich der korpulente Wirtesprecher aus Feldkirchen diesbezüglich so aufpudelt, hat offensichtlich nur den Grund, dass er doch hin und wieder bei seinen Wirtekollegen wahrgenommen wird.

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