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Zwei prominente Ex-Freiheitliche treten bei der Wahl für die VP an

Von Von Gerhard Hüttner, 09. Juni 2009, 00:04 Uhr
Zwei prominente Ex-Freiheitliche treten bei der Wahl für die VP an
Alois Nagl und Vize Hans Baier von der Attnang-Puchheimer VP mit den „Neuen“ Edda Falkner und Karl Asamer (v.l.).

ATTNANG-PUCHHEIM. Mit der Stadträtin Edda Falkner und dem FP-Urgestein Karl Asamer kandidieren bei der Gemeinderatswahl zwei ehemalige Freiheitliche auf der VP-Liste. Vizebürgermeister Hans Baier kommentiert seinen Coup mit „Idee vor Ideologie.“

Falkner und Asamer wollten im Herbst mit der Kommunalpolitik aufhören. „Das darf nicht sein, dass die beiden für die Stadtpolitik verlorengehen“, sagte sich VP-Vizebürgermeister Hans Baier. „Viele Attnang-Puchheimer schätzen die politische Arbeit der beiden sehr hoch ein.“ Er holt die zwei ehemaligen Freiheitlichen in sein Team, wo sie als Parteiunabhängige für die Gemeinderatswahl kandidieren werden.

Wahlziel für Baier: „Die absolute Mehrheit der SP brechen, das täte der Stadt gut.“ Konkret heißt dies: Zu den derzeitigen acht Mandaten will die Attnang-Puchheimer Volkspartei drei dazugewinnen.

Wenig Freude löst der fliegende Wechsel von Falkner und Asamer bei den Freiheitlichen aus. FP-Bezirksobmann Heinz Hackl findet es befremdlich, davon erst durch die Presse informiert zu werden. Aber: „Reisende soll man nicht aufhalten.“

Edda Falkner sitzt seit 1991 im Gemeinderat und ist seit 1997 Stadträtin. 2005 trat sie wegen des FP-internen Hickhacks nach 34 Jahren aus der Partei aus. Für sie ist die Gemeindepolitik eine spannende und teilweise lustige Arbeit. Karl Asamer, von 1985 bis 2005 FP-Mitglied, hatte überlegt, im Herbst mit einer eigenen Liste anzutreten, dann aber das VP-Angebot angenommen. „Die Artikulierung, die Konsequenz und auch die Lautstärke bleiben gleich“, kündigt Asamer Einsatz an.

Die Aufnahme der beiden Quereinsteiger hat laut Baier keine parteiinternen Debatten ausgelöst. Falkner soll auch nach der Wahl wieder einen Stadtratssitz innehaben.

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