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Transitgegner misstrauen Bezirkshauptmannschaft

Von OÖN, 24. August 2012, 00:04 Uhr
Transitgegner misstrauen Bezirkshauptmannschaft
Hilft das Transitverbot? Bild: ebra

GMUNDEN. Der transitkritische Verein Lebensraum Salzkammergut fühlt sich von der Bezirkshauptmannschaft Gmunden im Stich gelassen.

Der Verein habe in den vergangenen Monaten Transportunternehmen, die offensichtlich gegen das Transitverbot verstoßen hätten, bei der Bezirksbehörde angezeigt. Einige Unternehmen davon würden weiterhin durch das Salzkammegut abkürzen. Lebensraum Salzkammergut erstattete gestern 50 weitere Anzeigen und stellt nun die Frage, ob die Bezirkshauptmannschaft den bisherigen Anzeigen überhaupt nachgegangen ist.

Silvester Leitner, Initiator des Vereins, kritisiert, dass die Behörde entsprechende Informationen verweigert. Doch Bezirkshauptmann Alois Lanz weist den Vorwurf zurück. „Das Gesetz verbietet uns die Weitergabe der Informationen. Das wurde uns auch von der Landesregierung bestätigt. Aber ich lade Herrn Leitner zu einem persönlichen Gespräch ein, um die Situation zu klären.“

Laut Lebensraum Salzkammergut hat das Transitverbot die Situation am Wolfgangsee und am Pötschen stark verbessert. (Behördliche Zählungen kommen zu einem anderen Ergebnis.) Eher schlechter sei die Situation am Traunsee geworden. „Hier sind es aber weniger die Mautflüchtlinge, sondern regionale Betriebe, die für eine Lkw-Flut sorgen“, sagt der Transitverkehrgegner.

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1  Kommentar
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Atasta (621 Kommentare)
am 29.08.2012 13:53

Weniger ist der Verkehr im gesamten Salzkammergut nicht geworden - Tendenz steigend. Maßnahmen dagegen will auch niemand ergreifen, weil man der vermeintlichen Überzeugung ist - zumindest bei den verantwortlichen Behörden - das Verkehr wirtschaftlich sinnvoll und gewünscht ist (Touristen, Frachten, Benzinverbrauch, Veranstaltungen, etc.). Wenn man die Sache nicht rein monetarisch betrachtet sondern in einem Gesamtkontext, dann muss die Entscheidung für oder gegen Individualverkehr anders ausfallen. Geld wird ohnehin ausgegeben was da ist - dann eben wo anders. In Zeiten wo Arbeitnehmer des Salzkammergutes nicht mehr aus dem Salzkammergut kommen ist das aber egal. Und dass die BH Anzeigen nicht verfolgt ist auch im Fall der Flugshows über dem Wolfgangsee wahrscheinlich wahr...

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