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Salzkammergut

"Pro Fuzo" macht sich auf die Suche nach einer Vision für die Innenstadt

Von Gerhard Hüttner   22. Juni 2018 00:04 Uhr

"Pro Fuzo" macht sich auf die Suche nach einer Vision für die Innenstadt
Auf dem Blog "www.profuzo.at" gibt es laufend Beiträge über Fußgängerzone und Innenstadt.

VÖCKLABRUCK. Stadtrat Hindinger: Verkehrsregelung allein wird Vöcklabrucker Innenstadt nicht retten.

Mehr als 70 Teilnehmer kamen zum Informationsabend der Initiative "Pro Fuzo". Befürworter und Gegner einigten sich an diesem Abend, einen Prozess einer "Vision Innenstadt" gemeinsam anzugehen. Beim nächsten Treffen im September will man dafür den Fahrplan erstellen. "Wir geben die Fuzo nicht auf", erklärt Umwelt-Stadtrat Stefan Hindinger von den Grünen, einer der Initiatoren von "Pro Fuzo". Man akzeptiere aber die Mehrheiten. "Man soll die Verkehrsregelung nicht in den Vordergrund rücken, denn damit ist die Innenstadt nicht zu retten", ist Hindinger überzeugt.

Es brauche eine Vision, wie urbanes Leben in Vöcklabruck unter den gegebenen Herausforderungen wie Einkaufs- und Fachmarktzentren am Stadtrand, Online-Handel, leistbares Wohnen, Barrierefreiheit verwirklicht werden könne. Dringend notwendig sei ein Gesamtkonzept, das bauliche Gestaltung ebenso umfasst wie Leerstandsmanagement, Marketing, Veranstaltungen, Wohnen, Parken, Verkehr etc. "Pro Innenstadt" versteht sich als Plattform, auf der die Innenstadt belebende Ideen vorgestellt und diskutiert werden. Dabei will man über den Tellerrand hinausblicken und andere Städte als Beispiele hernehmen. "Mir gefällt Lienz sehr gut, wie dort der Prozess angesetzt wurde", sagt Hindinger.

Johann Hüthmair von der Bürgerinitiative Zivilcourage ortet eine Ratlosigkeit bei den Parteien, ihnen fehlten Konzeptvorstellungen. Hüthmair will den Stadtplatz zur Chefsache des Bürgermeisters machen, Projektgruppen mit Experten bilden und echte Dialoge führen sowie ein Verkehrskonzept erarbeiten. Hindinger wiederum sieht in der Chefsache-Forderung keinen Sinn: Der Prozess sollte mit externen Beratern und einer Steuerungsgruppe gemacht werden und nicht mit dem Bürgermeister allein, sagt der Grüne Stadtrat im Gespräch mit den OÖNachrichten.

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