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Modellbau ist Bernd Kramls Passion: Seine Werke stehen jetzt im Museum

Von Gerhard Hüttner, 17. September 2015, 00:04 Uhr
Modellbau ist Bernd Kramls Passion: Seine Werke stehen jetzt im Museum
Bernd Kraml mit dem Torpedoboot-Modell "Yarrows" im Maßstab 1:72, ein totaler Eigenbau aus Papier. Bild: gh

VÖCKLABRUCK. Vöcklabrucker Tourismusverband eröffnet das Modellbau-Museum "Triebwerk".

Das österreichweit einzige Modellbau-Museum wird morgen am Stadtplatz (hinter Café Winter) eröffnet. Ausgestellt sind 700 exakte Modellnachbildungen: vor allem Flugzeuge der vergangenen 100 Jahre, aber auch Schiffe sowie Militärfahrzeuge und der Motorsport. Dazu gibt es Videos und Schautafeln mit technischen und historischen Daten.

Hinter dem Museum steht der Tourismusverband und vor allem der Vöcklabrucker Bernd Kraml, der vor 50 Jahren vom Modellbau-Virus befallen worden ist. "Ein Nachbarsbub hat mir ein Modell von der Firma Lothring gezeigt", erinnert er sich. Das war der Beginn seiner Passion: Als 13-jähriger Bub baute er sein erstes Modell, einen englischen Jagdbomber "Mosquito". "Den besitze ich heute noch."

Mittlerweile hat der Vöcklabrucker mehr als 800 Modelle gebaut, ebenso viele hat er als Bausätze noch zu Hause. "Die Faszination daran ist nicht das Bauen an sich, sondern das Formen der Modelle, die möglichst wirklichkeitsgetreu sein sollen", erklärt Kraml. Dazu gehört es, dass einzelne Modelle verschmutzt oder auch beschädigt sind. "Da habe ich viele Schmähs, die ich über die Jahrzehnte mitgekriegt habe." Der ehemalige Verkäufer machte sein Hobby mit 57 Jahren zum Beruf. Mit seiner Modellbaufirma hat er Modelle für die Industrie und die Architektur in Österreich und Nordafrika gemacht. Vielen Vöcklabruckern ist sein Modell "Vöcklabruck im Jahre 1640" bekannt, das im unteren Stadtturm ausgestellt ist.

"Meine Leidenschaft ist der militärische Modellbau", sagt der 64-jährige Vöcklabrucker. "Da gibt es viele Varianten, wo sich der Modellbauer sich richtig austoben kann."

Blickfang im Museum ist ein 2,35 Meter langer US-Flugzeugträger, den Kraml nach Originalfotos und Drei-Seiten-Ansichten gebaut hat. Das Modell des Flugzeugträgers besteht aus 5000 Einzelteilen, die in 1500 Arbeitsstunden zusammengefügt wurden. "Man braucht eine ruhige Hand und vor allem ein gutes Auge", sagt der Modellbauer und Sammler.

 

Das Museum "Triebwerk", Stadtplatz 15 – 17 ist Montag bis Freitag von 8 – 18 Uhr und am Samstag von 9 – 12 Uhr geöffnet.

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