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Ellmer fordert auch auf Pass Gschütt Transitverbot

Von Edmund Brandner, 14. Dezember 2012, 00:04 Uhr
Ellmer fordert auch auf Pass Gschütt Transitverbot
Der Pötschenpass in Goisern als Vorbild für den Pass Gschütt in Gosau Bild: ebra

GMUNDEN/BAD GOISERN. Die Diskussion um das Lkw-Transitverbot im Salzkammergut reißt nicht ab. Während die Wirtschaftskammer eine Lockerung der Regelung für heimische Betriebe fordert, schlägt Bad Goiserns SP-Bürgermeister Peter Ellmer eine Ausweitung des Transitverbots auch auf den Pass Gschütt vor.

Die Bürgerinitiative Lebensraum Salzkammergut wiederum zeigt serienweise Frächter an, die ihrer Meinung nach illegal durch das Salzkammergut fahren. Zudem fordert die Initiative, Holztransporte im Salzkammergut auf die Schiene zu verlagern.

Nachteil für heimische Betriebe

Aus Sicht von Gottfried Schrabacher, Gmundner Bezirksobmann der Wirtschaftskammer, benachteiligt das seit 2011 geltende Transitverbot regionale Frächterbetriebe, die am Rand der Verbotszone angesiedelt sind und deshalb nicht als Ziel- und Quellverkehr vom Verbot ausgenommen sind. Sie sind oft zu langen Umwegen gezwungen. Schrabacher sieht darin nicht nur einen wirtschaftlichen Nachteil. Dieser Zustand sei auch umweltpolitisch bedenklich. Er fordert deshalb Ausnahmeregelungen für Betriebe im gesamten Bezirk Gmunden sowie im südlichen Bezirk Vöcklabruck.

Diese Forderung rief jedoch Bad Goiserns SP-Bürgermeister Peter Ellmer auf den Plan. „Ich bin für eine breite Zusammenarbeit mit der Wirtschaft in dieser Frage, warne aber vor einer Aufweichung des geltenden Transitverbots, für das wir so lange gekämpft haben.“ In Goisern sei die Entlastung für die Anrainer deutlich zu spüren, seit die B145 für den Lkw-Durchzugsverkehr gesperrt sei. „Ich fordere deshalb eine Ausweitung des Transitverbots auch auf die B166. Denn auch dort sind viele Mautflüchtlinge unterwegs.“ Die B166 verbindet über den Pass Gschütt in Gosau Oberösterreich mit Salzburg.

70 Anzeigen gegen Holzfrächter

Die Bürgerinitiative Lebensraum Salzkammergut macht nach wie vor Jagd auf Frächter, die ihre Lkw illegal durch das Salzkammergut schicken, und legte in den vergangenen Wochen ihr Augenmerk verstärkt auf Holztransporte. „Wir haben den Behörden 70 Anzeigen übermittelt“, sagt Silvester Leitner, Obmann des Vereins.

Leitner spricht von einer „Lieferkette“ aus der Steiermark quer durch das Salzkammergut. „Es sind immer die gleichen Firmen. Die Behörde sollte überprüfen, ob hier ein systematischer Verstoß gegen das Transitverbot vorliegt.“

Die Bürgerinitiative fordert deshalb eine Verlagerung der Holztransporte auf die Bahn. „Die Holzverladestellen in der Steiermark sind vorhanden, es gibt eine Bahnlinie durch das Salzkammergut, und die Holzindustrie in Oberösterreich hat Bahnanschlüsse.“

Auch Bürgermeister Ellmer plädiert für eine intensivere Nutzung der Bahn. „Das Transitverbot gibt uns eine Verschnaufpause. Aber wenn der Verkehr weiterhin so stark zunimmt, stoßen wir spätestens in 20 Jahren an unsere Grenzen. Je früher wir umdenken, desto besser.“

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5  Kommentare
5  Kommentare
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Salzkammergut (3.323 Kommentare)
am 17.12.2012 20:03

Es werden "fast" nur LKW`s von heimischen Frächtern kontrolliert. Nach dem Motto irgend etwas passt sicher nicht und das Strafgeld wissen wir auch wo es zu holen ist. Übrigens für Holztransporte im Skgt. wäre der Ansprechpartner Stern&Haferl da ja Railcargo (ÖBB) den Güterverkehr auf dieser Linie sogenannt outgesourct hat.

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am 16.12.2012 22:42

wollen ÖO zu Transitbundesland NR. 1 ausbauen - noch vor Tirol!
Da hat das Salzkammergut keine Chance! Es lebe der TRANSIT quer durch Europa und Österreich liegt leider auf der Stecke! SCHWARZ steht für ÖVP und für die ZUKUNFT des Landes! Danke ihr Hostienlecker - zum Schluss holt euch der (Transit-) Teufel mit Sicherheit!

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am 14.12.2012 18:18

Dieses Verbot über den Pass Gschütt, wäre längst überfällig.
Es gab zu diesem Thema genug Unterschriften (nahezu 1500) aus Gosau. Aber die Mühlen malen langsam. Daher ist der Vorstoß von Bgm. Elmer diesbezüglich nur zu begrüssen. Es wäre durchaus auch wünschenswert, wenn sich auch sein Gosauer Amtskollege dafür stark machen würde. Die Unterstützung und den Dank der Gosauer Bevölkerung dafür hätte er auf jeden Fall.
Vielleicht passiert ja doch noch ein Wunder, und das Verbot kommt doch noch.
Für die Gosauer, welche entlang der B166 wohnen (leben müssen) wär's eine echte Erleichterung, wenn der Schwerverkehr nicht mehr ab 5 Uhr früh vorbeidonnert.

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am 14.12.2012 09:54

Der LKW-Mautausweichverkehr im Salzkammergut muss nach eineinhalb Jahren der Verordnung endlich aufhören! Jene Firmen, die sich nach dieser Zeit immer noch nicht daran halten, gehören ordentlich gestraft, überhaupt die, die regelmäßig, also systematische Mautflüchtlinge sind. Ein Lob dem Verein und der Bürgerorganisation Lebensraum Salzkammergut, die tun was für unsere Region! Und die Forderung, dass Holztransporte aus der Steiermark zur Holzindustrie nach OÖ auf die Bahn gehören, die ist ebenfalls sehr zu begrüßen, dass hätte schon längst getan werden sollen. Ein großes Lob auch dem Bürgermeister von Bad Goisern. Bürgermeister Peter Ellmer war von Beginn an großer Unterstützer für das LKW-Limit im Salzkammergut. Herr Bürgermeister, Ihnen sei ebenfalls gedankt dafür.

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Ameise (45.683 Kommentare)
am 14.12.2012 10:00

Absolute Zustimmung-aber ob die Umsetzung klappt?...

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