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Neuer Fahrplan: Die wichtigsten Änderungen im Bus- und Bahnverkehr in Oberösterreich

Von Verena Gabriel, 21. November 2023, 16:00 Uhr
Fahrplanwechsel Oberösterreich
Um die 1000 Linienbusse sind in Oberösterreich unterwegs. Bild: VOLKER WEIHBOLD

OBERÖSTERREICH. Erster E-Bus, mehr Verbindungen außerhalb der Stoßzeiten und bessere Anschlüsse: Der regionale Öffi-Verkehr in Oberösterreich wird mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember weiter ausgebaut. Besonders in der Seen-Region (Gmunden/Vöcklabruck) kommen viele neue Angebote dazu.

Rund 38 Millionen Fahrgäste zählen die Linienbusse des Oberösterreichischen Verkehrsverbundes (OÖVV) pro Jahr. Die Nachfrage steigt kontinuierlich an. "Immer mehr Menschen entscheiden sich für die klimaschonende Mobilität", sagt OÖVV-Chef Herbert Kubasta. Deshalb müsse auch das Angebot stetig angepasst und optimiert werden. Gemeinsam mit Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP), ÖBB-Regionalchefin Eva Hackl und den Verkehrsplanern Gerald Grüblinger und Ulrich Schuller stellte er am Dienstag in Linz die wichtigsten Änderungen im regionalen Bus- und Bahnverkehr vor. Sie treten am 10. Dezember mit dem europaweiten Fahrplanwechsel in Kraft. 

1. Neues Verkehrskonzept im Raum Gmunden/Vöcklabruck

Wer im südlichen Bundesland mit Bussen oder Zügen unterwegs ist, hat bald noch mehr Möglichkeiten. Jedes Jahr nehmen sich die Verkehrsplaner eine neue Region vor, sagt Kubasta. Heuer liegt der Schwerpunkt im Raum Gmunden Nord/Vöcklabruck, auch die Bezirke Grieskirchen, Wels-Land und Salzburg-Umgebung gehören dazu. In den Bezirken wird das Angebot um 85 moderne Regionalbusse inklusive kostenlosem WLAN, USB-Anschlüssen und überwiegend bargeldloser Zahlungsmöglichkeit erweitert. 1,1 Millionen Kilometer legen die Busse dann zusätzlich zurück. Das sind um fast 30 Prozent mehr als bisher. 

Video: Neues Regionalbuskonzept vorgestellt

Details zum neuen Fahrplan gibt es auf der Homepage des OÖVV

Wo das Angebot ausgebaut wird:

  • Zwischen Vöcklabruck und Gmunden verdichten sich die Intervalle, weil zusätzliche Schnellverbindungen mit Anschluss zur Salzkammergutbahn in Gmunden fahren. Außerdem fahren die Busse ab 10. Dezember täglich. 
  • Die Busse zwischen Ohlsdorf und Schwanenstadt verkehren künftig schneller. Der Grund: Die Verbindung führt direkt über Windern (B135) zum Bahnhof Schwanenstadt, wo stündlich Züge nach und von Wels und Linz fahren. 
  • Das Betriebsbaugebiet Unterfeld wird für die Öffi-Nutzer besser erreichbar, indem zusätzliche Kurse zwischen Vöcklabruck und Regau geschaffen werden. In Vöcklabruck gibt es dann auch stündliche Anschlüsse nach und von Linz. 
  • Der Berufsverkehr profitiert außerdem von neuen Direktverbindungen. Die Städte Schwanenstadt, Attnang-Puchheim und Vöcklabruck sowie die Gemeinde Timelkam  werden an alle wichtigen Siedlungs-, Gewerbe- und Industriegebiete angebunden - unter anderem Kaufing, Ghegahof, Redlham Gewerbepark, Varena, Krankenhaus. Damit erfülle man einen "langen Wunsch der Bevölkerung", sagen die Verkehrsplaner. 
  • Im dicht besiedelten Korridor zwischen dem Raum Attersee und Vöcklabruck werden Bus und Bahn öfter fahren. Eine Linie ist so getaktet, dass werktags zwischen Schörfling und Vöcklabruck etwa alle 30 Minuten ein Bus oder eine Bahn verkehrt. Am Wochenende gibt es einen 2-Stunden-Intervall. 
  • Zwischen Mondsee und Neumarkt am Wallersee ist an Wochenenden und Feiertagen ein neues Angebot vorgesehen. 
  • Auch Ausflugsziele, wie der Almsee, sind mit dem neuen Fahrplan einfacher zu erreichen. Die Buslinie 534 (Grünau-Almsee) werde "massiv verdichtet" und soll künftig als "verlängerte Almtalbahn" dienen. 
  • Generell "harmonieren" die Bus- und Bahnfahrpläne künftig besser. Das heißt, die Fahrzeiten sind miteinander abgestimmt. So gibt es mehr Anschlüsse, während Parallelfahrten vermieden werden. "Nach dem Motto, die Bahn ist das Rückgrat, der Bus ist der Zubringer", sagen die Verkehrsplaner. 

2. Erste E-Regionalbusflotte in Oberösterreich

Neben dem jährlichen Fahrplanwechsel präsentierte Verkehrslandesrat Steinkellner am Dienstag auch eine "besondere Neuerung": die erste Elektrobusflotte im oberösterreichischen Regionalverkehr geht in Betrieb. Sie bedient die Linie 601 als Flughafenbus, die Intervalle zwischen dem Linzer Airport und dem Hauptbahnhof werden zudem deutlich verkürzt. Von Montag bis Freitag - ausgenommen vormittags und abends - fährt der E-Bus im Halbstundentakt. An Samstagen wird jede Stunde eine Verbindung angeboten, an Sonn- und Feiertagen alle zwei Stunden. Die Route bleibt gleich. Direkt angefahrene Gemeinden sind weiterhin Linz, Leonding, Pasching, Hörsching und Traun. 

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Erste E-Regionalbusflotte in Oberösterreich
Verkehrslandesrat Günther Steinkellner, ÖBB-Regionalmanagerin Eva Hackl und OÖVV-Chef Herbert Kubasta vor dem neuen Flughafenbus Bild: Land OÖ/Daniel Kauder

3. Neue Verbindungen im Mühlviertel und im Donauraum

  • Mit der neuen Schnellverbindung von Rohrbach-Berg zum Hauptbahnhof Linz (Linie 230) sollen vor allem Pendler, die früh am Morgen aus dem Oberen Mühlviertel nach Linz fahren bzw. am Nachmittag wieder nach Hause fahren möchten, bedient werden.
  • Auf der Linie 260 (Reichenau – Kirchschlag – Linz) fährt ein Frühkurs nun auch an Ferientagen
  • Von Hellmonsödt Hochheide nach Linz (Linie 300) gibt es frühmorgens eine zusätzliche Verbindung 
  • Zwischen Linz und Reichenau via Altenberg (Linie 305) gibt es fast durchgehend im Stundentakt Verbindungen.
  • Ein zusätzlicher Schnellkurs zwischen Freistadt und Linz (Linie 310) gibt es an Schultagen um 7.30 Uhr.
  • Mit einem weiteren Bus ab 6.53 Uhr soll die Strecke Gallneukirchen und Freistadt (Linie 312) entlastet werden.
  • Zwischen Aschach, Eferding und dem Gymnasium Dachsberg (Linie 663) entfallen Umstiege für Schüler. 

4. Bezirk Braunau

Linie 873: Passend zu den Schulendzeiten des BORG Straßwalchen um 13:00 Uhr, 14:45 Uhr und 15:40 Uhr werden an Schultagen drei Kurse mit den Abfahrtszeiten um 13:13 Uhr, 14:53 Uhr und 15:48 Uhr in Richtung Scherschham via Lengau und Lochen angeboten.

5. Pyhrn-Priel-Region

Linie 431: Abgestimmt auf die beiden Intercity-Züge um 19:00 Uhr vom Bahnhof Hinterstoder nach Linz bzw. Graz wird ein neues, tägliches Kurspaar zwischen Hinterstoder Ort und dem Bahnhof Hinterstoder eingeführt.

6. Zentralraum

  • Linie 600: Neuer Eilkurs werktags von Montag bis Freitag um 07:10 Uhr ab Wels Hauptbahnhof mit Ankunft um 08:05 Uhr in Linz Hauptbahnhof.
  • Linie 616: Neuer morgendlicher Kurs an Samstagen um 06:10 Uhr von Pucking via Haid nach Traun Hauptplatz.
  • Linie 618: Neue Abendverbindungen an Werktagen von Rutzing nach Traun Hauptplatz

7. Erweitertes Angebot im Bahnverkehr

Die Takte verdichten sich, es gibt neue Morgen- und Abendverbindungen sowie Verbindungen an Wochenenden.  Weststrecke, Pyhrnbahn, Summerauer Bahn, Passauer Bahn, Almtalbahn, Salzkammergutbahn, Kammerer Bahn, Lokalbahnen Stern & Hafferl - die wichtigsten Änderungen finden Sie hier

Die ÖBB bauen auch den Fernverkehr aus, was auch in Oberösterreich zusätzliches Angebot bedeutet:

  • Ein weiterer ICE fährt in der Früh von Wien über Linz und Wels nach Nürnberg, Berlin und Hamburg sowie nachmittags (z.B. ab Berlin) in die Gegenrichtung. 
  • Eine neue Railjet-Verbindung bringt Reisende spätabends vom Flughafen Wien nach Linz (Ankunft um 1.57 Uhr).
  • Von Graz geht es einmal öfter in der Früh nach Linz und retour am Nachmittag. Damit gibt es künftig vier Direktverbindungen zwischen den Landeshauptstädten. 
  • Neu im Fahrplan ist außerdem die EuroNight-Verbindung von München über Attnang-Puchheim und Linz nach Krakau und Warschau (Polen). 

8. Höhere Tarife und günstigeres Freizeitticket

Mit Beginn 2024 passt der Oberösterreichische Verkehrsverbund die Preise an. Die Anpassungen betreffen Einzelfahrkarten und Tageskarten, sowie Wochen-, Monats- und Jahreskarten. Die Fahrkarten in den OÖVV-Linienbussen kosten ab 1. Jänner um durchschnittlich 4,94 Prozent mehr.

In Linz steigen Preise bei Einzelfahrkarten und Tageskarten um durchschnittlich 2,5 Prozent, in Wels sind es 1,5 Prozent und in Steyr 6,7 Prozent. In allen drei Städten kosten Wochen- und Monatskarten mit der Tariferhöhung um 4,8 Prozent mehr. 

Eine gute Nachricht zum Schluss: Das Freizeit-Ticket OÖ wird 2024 günstiger sein, der Preis sinkt um fünf Euro, auf 19,90 Euro. Hinzu kommt, dass das Ticket länger gültig sein wird - bis 3.00 Uhr des Folgetages. Und anlässlich der Kulturhauptstadt Bad Ischl - Salzkammergut wird es im gesamten Salzkammergut, also auch im steirischen und salzburgerischen Teil gültig sein. Damit können bis zu zwei Erwachsene und vier Kinder unter 15 Jahren fahren.

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Autorin
Verena Gabriel
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7  Kommentare
7  Kommentare
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NeujahrsUNgluecksschweinchen (27.064 Kommentare)
am 21.11.2023 17:40

Schön die Jubelmeldungen anführen, aber:

- Der Dummfug mit den Ausstiegshaltestellen in die Ortszentren von Linz oder auch Freistadt hinein bleibt bzw. wird dort sogar ausgebaut.

- Die wegen A7-Abfahrtssperre Dornach "vorübergehenden" Haltestellenentfalle in Linz-Steg und Altenbergstraße werden offenbar Dauerlösung. Somit keine Fahrten mehr Richtung Freistadt und Königswiesen.

Das entwertet unser Klimaticket massiv!

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Tebasa1781 (400 Kommentare)
am 21.11.2023 17:51

Lol, du hast ja gar kein Klimaticket!

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mynachrichten1 (15.483 Kommentare)
am 21.11.2023 17:11

es geht nicht nur um entsprechende Öffi Angebote, sondern der Zugang muss BARIEREFREIER gestaltet werden, sprich nieder - schwelligere günstiger Angebote.

Man muss auch manche Dinge besser bespielen, mit einfachen, übersichtlichen und günstigen Angeboten.

Alleine schon die Vorteilscard Hürde ist ein Problem, für jene die öfter fahren rechnet es sich schnell, für Gelegenheitsfahrer ist die Hürde zu groß.

Neben den Umweltticket Angeboten, die in OÖ eh nicht sehr berauschend sind vom Preis her, müsste man auch Wochenangebote schaffen. oder Kulturhauptstadtangebote. Auch Monatsangebote wären sinnvoll, wo alle Verkehrsmittel abgedeckt sind.

Ich möchte gar nicht wissen, was an fundierten Vorschlägen daherkommt bei diversen "Zuständigen".

Aber ob dort wirklich dann offen diskutiert wird, bzw. sollte man öffentlich darüber diskutieren.

Leute die eh alles kriegen krümmen halt keinen Finger mehr.

Zu kompliziert und zu teuer!!

Es gilt für Alle die Unschuldsvermutung.

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nangpu (1.727 Kommentare)
am 21.11.2023 16:18

Für Linz wäre es ja schon ein Highlight, wenn die Straßenbahnen wieder (nach jetzt 6 Wochen) im normalen Fahrplan unterwegs wären.

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (27.064 Kommentare)
am 21.11.2023 17:42

Ist mir aktuell ziemlich wurst. Dank der konservendosenartigen Überfüllung auch in Nebenzeiten liege ich aktuell flach. Von mir aus dürfen auch die verbleibenden Fahrer:innen nun ihre Erkältungen ausleben.

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Maja (1 Kommentare)
am 21.11.2023 16:11

Steyr ist tot… Bahnhof ein einziges Trauerspiel. ‚S1‘ gut gemeint. Aber es gibt untertags nicht eine schnelle Verbindung nach Linz. Auto alternativlos…

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (27.064 Kommentare)
am 21.11.2023 17:46

Kaiserliche Schienen der Rudolfsbahn vs. schnellstraßenartiger Ausbau der B307.

So wird Verkehr (falsch) gelenkt!

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