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Annemarie Petutschnig: Ein Leben für die Nächstenliebe

Von Vera Achleitner, 18. Mai 2013, 00:04 Uhr
Ein Leben für die Nächstenliebe Von Vera Achleitner
Friedlich eingeschlafen: „Anni“ Petutschnig starb 71-jährig. Bild: Pfarre Lenzing

Die Pfarre Lenzing verliert nicht nur eine sehr fleißige Mitarbeiterin, sondern vor allem auch eine sehr liebenswerte Frau, die offen war für ihre Mitmenschen.

Sie hat nicht die großen Reden geschwungen, sondern hat zu- und angepackt. Doch was sie sagte, hatte Gewicht“, sagt der Lenzinger Pfarrer Hans Ortner.

„Anni“, wie ihre Weggefährten sie nannten, wurde 1942 in Lackenhof am Ötscher (Niederösterreich) geboren. Nach dem Schulabschluss ging sie nach Leobersdorf und arbeitete in einem gastronomischen Familienbetrieb als Wirtschaftshelferin. In Wienerbruck (Gemeinde Annaberg) lernte sie ihren späteren Mann kennen. Ende 1960 zog sie zu ihm nach Lenzing (Bezirk Vöcklabruck). Bald kamen dann die Kinder, Ruth, später Rainer, zur Welt. Nach 25 Ehejahren verstarb ihr Mann sehr früh an akuter Leukämie.

1988 machte der damalige Lenzinger Pfarrer Hötzeneder eine Dekanatswallfahrt ins Heilige Land. Annemarie Petutschnig machte die Reise nach Israel mit und bezeichnete die Reise und die folgenden Jahre in Nahost als die schönste Zeit ihres Lebens. Die Wallfahrer besuchten das österreichische Hospiz in der Altstadt von Jerusalem. Dort kam Annemarie Petutschnig der Gedanke, mitzuarbeiten. Israel faszinierte sie schon und so blieb sie sechs Jahre als Ehrenamtliche im Hospiz. Beeindruckt war die Lenzingerin von den interessanten Menschen, der Gastfreundschaft, vom Land und seiner Vielfältigkeit; und auch das Wissen, dass sie auf den Spuren Jesu gegangen war, prägte sie stark. In der Zeit im österreichischen Hospiz lernte Annemarie Petutschnig ihren zweiten Ehemann Ingo Unk kennen und lieben. Am 23. März 1994 heirateten die Katholikin und der Evangelische in der Kapelle des Hospizes. Der Berliner und die Oberösterreicherin kehrten nach Lenzing zurück.

Mit Rat und Tat für andere da

In der Pfarrgemeinschaft wirkte Annemarie Petutschnig immer schon gerne ehrenamtlich mit. Seit dem Jahr 2000 war sie Leiterin der Katholischen Frauenbewegung Lenzing. Nach der Lungenkrebsdiagnose Ende 2011 musste sie ihr Ehrenamt zurücklegen. So wie ihre Freunde ihr in dieser schwierigen Zeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden sind, tat Annemarie Petutschnig das gleiche für ihre Mitmenschen. Sie war auch außerhalb der KFB eine sehr wichtige Mitarbeiterin in der Pfarre: Sie war Lektorin und Kommunionspenderin, auch manche Wortgottesdienste bereitete sie vor, ebenso Totenwachen. Sie übernahm Aufgaben in der Caritas, und für Menschen in Not hatte sie immer ein offenes Ohr. Im Altenheim Lenzing war sie über viele Jahre Mesnerin bei den Gottesdiensten. Dazu holte sie die Bewohner von den Zimmern in den Gottesdienstraum und brachte jenen, die nicht mehr kommen konnten, die Kommunion auf das Zimmer.

Annemarie Petutschnig ist im 71. Lebensjahr in ihrer Wohnung in Gegenwart ihres Mannes Ingo friedlich entschlafen.

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