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Mühlviertel

Zwei Länder, ein Hochwasserschutz

26. September 2014 00:04 Uhr

Zwei Länder, ein Hochwasserschutz
Eine österreichisch-tschechische Delegation besichtigte das grenzüberschreitende EU-Projekt an der Maltsch

DOLNI DVORISTE/LEOPOLDSCHLAG. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit an der Maltsch ist ein Vorzeigeprojekt der EU.

In regelmäßigen Abständen trat in den vergangenen Jahren bei Leopoldschlag die Maltsch über die Ufer und überflutete den Ort. Seit heuer ist die Gemeinde vor dem Hochwasser in Sicherheit: Gemeinsam mit der tschechischen Nachbargemeinde Dolni Dvoriste wurde ein Hochwasserschutz am Grenzfluss entwickelt. Auf südböhmischer Seite wurde das Gerinne der Maltsch auf einen Kilometer Länge aufgeweitet, um bei starkem Regen eine Ausweichmöglichkeit für die Wassermassen zu schaffen.

Dieses Vorzeigeprojekt der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit war am Dienstag anlässlich des "Tages der Europäischen Zusammenarbeit" Exkursionsziel von 20 Vertretern österreichischer und tschechischer Verwaltungsbehörden. Mit Unterstützung der Europäischen Union wurden die Arbeiten in Rekordzeit umgesetzt. "Projekte wie dieses zeigen, wie Europa in der Region sichtbar wird", waren sich die Delegationsmitglieder einig. In der Förderperiode 2007–2013 wurden grenzüberschreitende Projekte im österreichisch-tschechischen Grenzraum mit mehr als 100 Millionen Euro unterstützt, um die wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen in der gemeinsamen Grenzregion zu fördern.

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