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Mühlviertel

Streitthema Sendemast: Befragung in Kefermarkt, Entscheidung in Perg

16. Dezember 2010 00:04 Uhr

Streitthema Sendemast: Befragung in Kefermarkt, Entscheidung in Perg
Die Schattenseite der mobilen Kommunikation: Die Anzahl der Handymasten nimmt mit Einführung der UMTS-Technik zu.

KEFERMARKT/PERG. In Kefermarkt versucht eine Bürgerinitiative mit einer Befragung zu zeigen, dass ein UMTS-Sendemast in der Gemeinde nicht gewünscht ist. In Perg beschloss der Gemeinderat zwei neue Sender-Standorte, lehnte aber auch einen ab.

Seit zwei Jahren kämpft die „Bürgerinitiative gegen hohe Strahlenbelastung in Kefermarkt“ gegen einen geplanten UMTS-Sendemast der Telekom. Um die Telekom davon zu überzeugen, dass der Mast nicht notwendig ist, führte die Bürgerliste in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat eine Befragung durch.

Das Ergebnis: Drei Viertel der Befragten akzeptieren keinen Handymast in unmittelbarer Nähe. Sie befürchten eine Beeinträchtigung ihrer Gesundheit. 80 Prozent sind mit dem aktuellen Angebot der Netzbetreiber zufrieden. 70 Prozent erachten einen UMTS-Sender in Kefermarkt als unnötig. „Das ist für uns Zeichen genug, dass wir in Kefermarkt keinen zusätzlichen Sender brauchen“, sagt Initiativensprecher Alfons Hipmair.

Leidenschaftlich über Senderstandorte diskutiert wurde am Dienstag auch im Perger Gemeinderat. Während die notwendige Flächenwidmung für den Union- und Askö-Sportplatz genehmigt wurde, gibt es für den umstrittenen UMTS-Senderstandort in Pergkirchen (die OÖN berichteten) eine Absage. „Die Umweltabteilung des Landes gab hierzu eine negative Stellungnahme ab. Der vorgeschlagene Standort würde das Landschaftsbild zu stark beeinträchtigen“, begründet der Obmann des Planungsausschusses, Klaus Asanger (VP), diese Entscheidung. Im Sinn der Versorgungssicherheit werde man aber für Pergkirchen weiter einen Standort suchen.

Verärgert über diese Entscheidung sind vor allem Bewohner der Greiner Straße. Sie sehen ihre Lebensqualität durch den Sender auf dem Askö-Areal beeinträchtigt. Die Gegenstimmen zu den Standorten „Union“ und „Askö“ kamen hauptsächlich aus der SP-Fraktion. (eiba, lebe)

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