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Linzer Forscher arbeiten an EU-Corona-App mit

04. April 2020, 00:04 Uhr
Linzer Forscher arbeiten an EU-Corona-App mit
Die Rotkreuz-App Bild: ÖRK

LINZ. 60 Prozent der Bevölkerung müssten mitmachen.

Die Nutzung von Handydaten zur Bekämpfung der Verbreitung des Coronavirus wird derzeit heftig diskutiert. Das JKU-Institut für Künstliche Intelligenz unter der Leitung von Sepp Hochreiter wurde als einzige österreichische Institution eingeladen, an dieser länderübergreifenden App mitzuarbeiten, teilte JKU-Rektor Meinhard Lukas beim nachmittäglichen Corona-Livestream mit.

Bereits rund 140.000 Österreicher haben sich die Tracking-App des Roten Kreuzes zur Nachvollziehbarkeit der persönlichen Kontakte (mit ein bis zwei Meter Abstand) heruntergeladen. Es müssten jedoch laut Manuel Wimmer, Institut für Wirtschaftsinformatik, "60 bis 70 Prozent der Bevölkerung" die App verwenden, damit die Neuinfektionen stark eingedämmt und die Betroffenen schnell getestet werden können.

Sepp Hochreiter ist überzeugt davon, dass die App durch künstliche Intelligenz präziser werden kann, ohne dass man die Daten zusammenführen muss. Das nämlich fürchten Datenschützer, dass die heiklen personenbezogenen Daten missbräuchlich verwendet werden könnten. Hochreiter: "Jeder behält dabei seine Daten."

Derzeit ist die Nutzung der App freiwillig. Aufgrund des massiven öffentlichen Interesses zur Erhaltung des Gesundheitssystems wird eine "App-Pflicht" diskutiert, weil sie nur bei einer entsprechenden Bevölkerungsabdeckung greife. Rechtsprofessor Andreas Janko sagt, das wäre zwar ein sehr schwerer Eingriff in die Grundrechte, sei jedoch aus seiner Sicht mit dem EU-Recht vereinbar. Das öffentliche Interesse wiege im Fall Corona mindestens so schwer.

Technisch gesehen kommunizieren zwei Smartphones auf Bluetooth-Basis miteinander. Es sei möglich, die pseudonymisierten Daten nur lokal am Handy zu speichern, so Wimmer, und sie nur bei konkreter Infektion zentral auf einem Server mit anderen Daten zu verknüpfen. Weder personenbezogene noch Ortsdaten sollten gespeichert werden, sondern nur ein daraus generierter "Schlüssel".

Uni-Professor Rene Mayrhofer vom Institute of Networks and Security plädiert dafür, dass bei so heiklen Gesundheits-Apps der Quellcode öffentlich zugänglich gemacht wird, um nachvollziehen zu können, was genau mit den Daten geschieht. (uru)

  • Zum Nachsehen: Rektor Meinhard Lukas diskutierte mit Professor Rene Mayrhofer vom Institute of Networks and Security (vormals Google Headquarter), Professor Manuel Wimmer (Institut für Wirtschaftsinformatik – Software Engineering) und Professor Andreas Janko vom Institut für Staatsrecht und politische Wissenschaften:
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    8  Kommentare
    8  Kommentare
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    JosefBroz (4.499 Kommentare)
    am 04.04.2020 19:44

    Diese App ist bereits tot, habts ihr Gehinrakrobaten von der Uni Linz das endlich gecheckt?

    Lests euch die Kommentare zum Artikel durch, die die OÖN durch Aufmachen eines neuen Artikels zum gleichen Thema unterdrücken wollten:

    https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/corona-update-wie-eine-app-die-exponentielle-ausbreitung-verhindern-soll;art4,3247569

    Und lests euch die Kommentare zum Kurz-befohlenen Harakiri-Vorstoß von NRPräs Sobotka durch:

    https://www.nachrichten.at/politik/innenpolitik/sobotka-fuer-verpflichtende-corona-app;art385,3247949

    Hoffentlich geht euch endlich ein Licht auf, was menschenrechtlich nicht erwünscht und daher politisch nicht möglich ist!

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    edenstgr (253 Kommentare)
    am 05.04.2020 08:30

    Sie dürften einen Lagerkoller haben. Oder ihn hat ein Virus die oberstube angegriffen. Die App wird kommen und die Technik wird für viele ein sagen sein um sich und andere zu schützen. Es wir sicher keiner gezwungen werden.... Nur Wer nicht will der schränkt Sich selber ein. Auch Recht. Mit ihren Sorgen und Ängsten ist es vieleicht eh besser wenn Sie zu hause bleiben.

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    nodemo (2.234 Kommentare)
    am 04.04.2020 09:35

    Für jeden Depp eine App, für die infizierte Wisch und Zipp Gesellschaft. Mit der selben Vorerkrankung die Hysterieerkrankung heilen wird nur wieder einen neuen mutierten Gesellschaftsvirus hervorbringen. Jeder zu Versorgende wie z.B. Politiker sucht wie auch der Virus, laufend Wirtstiere (Opfer) für sein überleben. Die Versorgenden sind die Mehrheit und haben die Meinungsmacht, die Versorger sind die Minderheit und sind ihre Knechte.

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    edenstgr (253 Kommentare)
    am 04.04.2020 08:38

    Ich bin für ein APP mit allen folgen, und das möglichst schnell.
    Je schneller das kommt können wir wieder mehr richtung NORMALES Leben zurückkommen. NORMAL ist für mich Frei Bewegen( von mir aus mit Schutzmaske solang notwendig), Lokalbesuche, Bewegung Sport im Freien.....
    Für Großveranstaltungen (ab 100/500)sehe ich frühestens ab 2021 die möglichkeit je nach empfehlung der Experten und der Impfmöglichkeiten. Herdenimunität.

    - ABER grundsätzlich Freiwillige Teilnahme
    Jemand der immer zu Hause ist und nur im Privaten bereich braucht das
    weniger/nicht.
    - Dort wo mehr Menschen zusammenkommen sollte es verpflichtend sein.
    Wenn jemand das nicht will ist er davon halt ausgeschlossen. (auch kein einkaufen /
    Lokal besuche . etc. )
    - Im APP sollte unbedingt Personalisiert sein, und hinterlegt sein ob jemand getestet
    ist, oder schon Antikörper aufgebaut hat
    - Das ganze auf 1-2 Jahre begrenzt bis dass Sichere Impfungen und Tests Verfügbar.
    Heteroimmunität etc.
    - DANACH

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    edenstgr (253 Kommentare)
    am 04.04.2020 08:44

    - DANACH Löschmöglichkeit wo alle Personenbezogenen Daten gelöscht werden.

    Ich weis alle Bedenken... Datenmissbrauch usw. Das leben ist immer mit einem Risiko verbunden.

    ABER in der derzeitigen Situation wäre das meiner Meinung nach die EInzige Vorübergehende möglichkeit möglichst schnell (1-2 Monate ) zum Halbwegs NORMALEN Leben zurückzukommen. Die Wirtschaft hochzufahren , und trotzdem bei Infektionen den Kreis der Betroffenen zu Isolieren(Quarantäne)

    Ich hab mal das vorhandene CoronaAPP heruntergeladen , ohne automatisierung sinnlos.

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    GinoTerwilliger (1.980 Kommentare)
    am 04.04.2020 09:50

    Sehe ich zu 100% genauso!

    Zusätzlich: Wer die App nicht haben will und sich dadurch in seiner persönlichen Freiheit zusehr eingeschränkt fühlt kann gerne zuhause bleiben und denn Status Quo geniesen.

    Ich bin mir auch sicher das es die Mehrheit so sehen würde.

    Aber ich habe das gestern in den Bericht zu dem Thema ähnlich geschrieben und wäre dann fast an die Wand genagelt worden.

    Schaun wir mal ob die Vernunft siegt.
    Persönliche Freiheit steht über den Datenschutz!!

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    danube (9.663 Kommentare)
    am 04.04.2020 00:58

    Distacing Stars App, es werden langsam die Ziele deutlich. Dauerhafte Kontakteinschränkung. Erinnert mich an George Orwells 1984, wo sogar Liebe und körperlicher Kontakt bestraft wurde.

    Soziale Teilnahme und Familie sind ein wesentlicher Bestandteil für ein gesundes und langes Leben. Ein Klima des Vertrauens ebenfalls.
    Wo geht die Reise hin mit der Gesellschaft? Angstgesteuert, manipuliert, einseitig informiert, desozialisiert und schwach. Medien sind "solidarisiert".

    Ein Virus, das in den allermeisten Fällen mit Symptomen einer Erkältung erscheint (oder sogar symptomfrei), bringt uns jetzt dazu, das abzulegen, was uns zu guten und starken Menschen macht.

    Eine App - was für ein Fortschritt.

    "Fortschritt in unserer Welt bedeutet fortschreiten zu größerer Pein."
    George Orwell

    "Es ist schwierig, Narren von den Ketten zu befreien, die sie verehren."
    Voltaire

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    danube (9.663 Kommentare)
    am 04.04.2020 01:01

    Was mir auch auffällt, ist, dass die ehemaligen Überwachungsgegner jetzt danach betteln.

    Dank dem Virus wird das jetzt möglich? Ehrlich, jeder herrschüchtiger Überwacher braucht eine dazu passende Bedrohung. Das ist klar, ohne Not, keine Notwendigkeit.

    Was war vorher da? Die Henne oder das Ei?

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