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Linzer „Kulturtaxler“ zieht nach 15 Jahren Bilanz in einem Buch

Von Josef Achleitner, 12. Juni 2013, 00:04 Uhr
Linzer „Kulturtaxler“ zieht nach 15 Jahren Bilanz in einem Buch
Seit 15 Jahren ist Marius Huszar mittlerweile als Taxifahrer tätig. Bild: privat

LINZ. Der Autor und Chauffeur Marius Huszar erzählt in seinem Werk "Der Taxisteher" über seine Art, einen Brotberuf auszuüben.

Eigentlich ist der gelernte Germanist Marius Huszar Schriftsteller, doch das ist höchstens in einem von tausend Fällen ein Brotberuf. Deshalb fährt der 59-Jährige, nach Jahren als literarischer ORF-Mitarbeiter und Erwachsenenbildner, seit 15 Jahren Taxi. Jetzt hat der leidenschaftliche Linzer, der spätestens seit dem Kulturhauptstadt-Jahr 2009 als „Kulturtaxler“ bekannt ist, Bilanz gezogen.

Zu kuriosen Aktionen verführt

„Der Taxisteher“ heißt das Buch, und Huszar gibt damit gleich auch den Auslöser für so manche Einfälle an, die das Fuhrgeschäft interessanter machen. Denn die Stehzeiten, das an manchen Tagen lange Warten auf den nächsten Fahrgast, verführen einen ständig mit der Gedankenmacherei beschäftigten Menschen wie ihn zu kuriosen Aktionen.

So etwa zu dem den OÖNachrichten-Lesern bekannten Taxi-Quiz für kulturinteressierte Fahrgäste (z.B.: auf der Fahrt zur Lessingstraße fünf Dramen von Lessing nennen) , bei dem richtige Antworten von Huszar mit dem Abschalten des Taxameters belohnt werden.

Konzertkarten als Dank

Oder Huszar bricht die Mauer der Anonymität durch die Wahl der Musik oder das Gespräch über ein Musikstück auf. Bruckner-Orchester-Chef Dennis Russell Davies etwa und dessen Frau Maki Namekawa waren auf der Fahrt vom Südbahnhof-Markt zur Wohnung so angetan vom Kulturtaxler, dass sie ihm Karten für ein Konzert am Abend zukommen ließen.

Drei Dutzend kurze und kürzeste Geschichten aus seinem Taxlerleben erzählt Huszar pointiert auf den 91 Seiten in seinem Buch. Der Leser erfährt dabei unter anderem von der sehr unterschiedlichen Herkunft und Mentalität der verschiedenen Taxichauffeure, liest von Preußen, die nicht wissen, wer Herr Piefke war (ein Marschkomponist, Anm. d. Red.), von Deutschen, die überrascht sind, dass die Melodie der deutschen Hymne einmal jene der österreichischen war. Auch geschildert wird die Geschichte von einer Russin, der das Taxigespräch über die Literatur ihrer Heimat mehr als einmal einen trüben Tag erhellt hat.

Meist ein Happy End

Überhaupt gehen die wahren Geschichten bei Huszar fast immer gut aus, sogar die tragische von jenem Mann, der gerade erfahren hat, dass er nur noch ein halbes Jahr zu leben hat. Der war einfach fürs Zuhören dankbar.

Für Huszar sind solche Beispiele Grund genug, noch einige Jahre weiterzumachen.

 

Das Buch „Der Taxisteher“ von Marius Huszar umfasst 91 Seiten und ist im Verlag Bibliothek der Provinz erschienen. Das Werk kostet zwölf Euro und ist im gut sortierten Fachhandel erhältlich.

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