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Ist der Plan für die Eisenbahnbrücke überholt?

LINZ. Verkehrslandesrat will mit Untersuchung Zukunftschancen der Mühlkreisbahn klären.

Studie über Sinn der neuen Tram-Achse Ist Plan für Eisenbahnbrücke überholt?

Das in einem Wettbewerb gekürte Modell für die neue Eisenbahnbrücke Bild: Mimram

Ist die geplante neue Eisenbahnbrücke auf den künftigen Bedarf abgestimmt? Muss umgeplant werden? Muss gar neu geplant werden? Diese Fragen machen derzeit in Expertenkreisen die Runde. Ursache für Befürchtungen ist eine Studie, die die Verkehrsabteilung des Landes in den nächsten Wochen in Auftrag gibt.

Die Untersuchung trägt den Namen "Systemstudie" und beschäftigt sich mit der Zukunft der Mühlkreisbahn. "Wir lassen drei Fragen untersuchen", sagt Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP) im Gespräch mit den OÖNachrichten.

Das wird untersucht:

  1. Soll der Mühlkreisbahnhof in Linz-Urfahr zum Umsteigeknoten für Eisenbahn und Straßenbahn werden?
  2. Soll die Eisenbahn oder die Straßenbahn auf der neuen Brücke die Donau überqueren und auf der Linzer Seite auf der bestehenden Hafenbahn oder auf einer neuen Strecke zum Linzer Hauptbahnhof fahren?
  3. Soll die im Sommer 2008 vom damaligen Verkehrsminister und nunmehrigen Bundeskanzler Werner Faymann (SP) vorgestellte Regiotram (Straßenbahn) bis Aigen-Schlägl verwirklicht werden?

 

Durchführen wird die Untersuchung eines jener Schweizer Unternehmen, die in die Endauswahl für die Studie gekommen sind. Bis Sommer, spätestens Ende September, soll das Ergebnis vorliegen. Dann werde erneut mit den Verantwortlichen der Stadt Linz und der Linz AG verhandelt, kündigt Verkehrslandesrat Steinkellner an. Bauherr der neuen Eisenbahnbrücke und auch der zweiten Straßenbahnachse ist die stadteigene Linz AG.

Zwei neue Brücken nötig?

Empfiehlt die Studie das Weiterführen der Mühlkreisbahn auf einer neuen Trasse auf der Linzer Seite, dann sind die neue Brücke und die zweite Tramway in Frage gestellt. "Kommt man zum Schluss, dass die Mühlkreisbahn auf der bestehenden Hafenbahn in Linz zum Hauptbahnhof fahren soll, dann trifft das die neue Straßenbahnachse nicht", sagt Landesrat Steinkellner.

Ergibt die Studie, dass Straßenbahn und Mühlkreisbahn die Donau überqueren und in Linz weiterfahren sollen, dann müsste man zwei neue Brücken bauen, eine für Straßenbahn und Autos, eine weitere für die Eisenbahn.

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Artikel Erhard Gstöttner 30. März 2016 - 00:05 Uhr
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