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Linz

Grüne Welle für Radfahrer in Linz? Hein lässt neues Leitsystem prüfen

Von Anneliese Edlinger   07. September 2018 00:04 Uhr

Grüne Welle für Radfahrer in Linz? Hein lässt neues Leitsystem prüfen
Linzer Radfahrern soll mehr Raum zugestanden werden, sagt der Verkehrsstadtrat.

LINZ. Passiert ein Radler einen Auslösepunkt, meldet seine Handy-App dies der Verkehrszentrale

Was die hessische Stadt Marburg bereits testet, könnte in absehbarer Zeit auch in Linz in Probebetrieb gehen: ein Verkehrsleitsystem, das nicht nur Autos, sondern auch Radfahrern eine grüne Welle und damit kürzere Wartezeiten an den Ampeln garantiert.

Mehr Platz für Radler

Um Staus im Stadtgebiet zu reduzieren und die Luftbelastung zu verringern, will Verkehrsstadtrat Markus Hein (FP) Linz für Radfahrer attraktiver machen. Und übt sich dabei auch in Selbstkritik: "Radfahrer wurden lange wie Stiefkinder behandelt. Das gehört abgestellt." Der Verkehrsraum müsse gerechter aufgeteilt, den Radlern mehr Platz zugestanden werden. Auch wenn dies nicht allen gefalle. "Jedes Mal, wenn ich einen Parkplatz auflöse, um einen Radweg durchgängig zu gestalten, gibt es Kritik", sagt der Stadtrat.

Das werde ihn aber nicht davon abhalten, die Einführung eines neuartigen Verkehrsleitsystems zu prüfen, das Radfahrern freie Fahrt auf längeren Straßenzügen ermöglichen soll.

Doch wie funktioniert dies? Siemens hat das System "Sitraffic SiBike" entwickelt, das auf einer App basiert, die der Radfahrer auf seinem Smartphone installiert hat. Damit werden mittels GPS Position, Geschwindigkeit und Fahrtrichtung des Bikers erfasst. Passiert der Radler einen virtuellen Auslösepunkt, meldet die App die Aktivierung dieses Punktes an die Verkehrszentrale. Diese gibt dann einen Befehl an die Ampelsteuerung. Nähert sich der Radfahrer schließlich einer Kreuzung, schaltet die Ampel automatisch auf Grün oder die Grünphase wird verlängert. Er lasse seine zuständige Fachabteilung nun prüfen, ob "Sitraffic SiBike" mit dem städtischen Verkehrsleitsystem kompatibel ist. "Aber da beide Systeme von Siemens stammen, müsste das funktionieren", sagt Hein. Wenn nicht, würden Ampeln, die ohnehin ersetzt werden müssen, sukzessive an die neue Technik angepasst.

Pilotprojekt Wiener Straße

Der erste Straßenzug, in dem das radlerfreundliche System getestet werden könnte, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Wiener Straße sein. Auch der sogenannte "City-Radweg", der sich über die Fadinger- und Schubertstraße zieht, wäre denkbar.

Ein ähnliches, wenngleich ungleich komplexeres System, das grüne Wellen garantiert, ist übrigens seit Jahrzehnten in den Linzer Bussen im Einsatz.

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