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Linz

Bekommt Linz doch eine Donau-Insel?

Von (rgr/ wal)   02. Oktober 2018 00:04 Uhr

Bekommt Linz doch eine Donau-Insel?
Der Entwurf des Architektenkollektivs Gut für die Neugestaltung des Jahrmarktgeländes.

LINZ. Experten der "Zukunftswerkstatt" sollen das Projekt für das Jahrmarktgelände in Urfahr prüfen. Das bestätigte die Stadt Linz heute, Dienstag, offiziell.

Es war der größte Pendlerparkplatz von Linz: Das Jahrmarktgelände in Urfahr. Doch im Herbst des Vorjahres wurde das Parken dort verboten.

Seitdem ist unklar, wie es mit dem Areal weitergehen soll. Das soll sich nun ändern: Wie die OÖN erfahren haben, soll nun doch die "Donau-Insel" weiter verfolgt werden. Das Projekt des Architektenkollektivs Gut ging, wie berichtet, als Sieger aus einem Ideenwettbewerb der Linzer Neos hervor. Dabei würde ein Nebenarm der Donau das Gelände umspülen und bis an die Häuser heranfließen. Stadtrat Hein hatte diese Idee bereits im Sommer als "vielversprechend" bezeichnet.

Denkfabrik konstituiert

Nun soll sich die neu gegründete "Zukunftswerkstatt", wie vom Gemeinderat beschlossen, mit dem Projekt befassen. Das Experten-Gremium unter Vorsitz von Sabine Pollack, Vizerektorin der Linzer Kunst-Uni und Architektin, hatte vor zehn Tagen seine konstituierende Sitzung. Die Denkfabrik soll nun beispielsweise klären, wie es gelingen könnte, die nötige Strömgeschwindigkeit zu erreichen, um einen Arm der Donau umzuleiten.

„Linz für die Zukunft weiterzuentwickeln bedeutet, Zukunft zu denken, künftige Problemstellungen zu antizipieren und vorab Lösungsansätze zu entwickeln. Dafür gründen wir mit der Zukunftswerkstatt unseren eigenen Think-Tank. Gemeinsam mit Experten sollen Fragestellungen, wie eben jene über die Zukunft des Jahrmarktgeländes, beleuchtet werden“, sagen Bürgermeister Klaus Luger (SP) und Verkehrs-Stadtrat Markus Hein (FP).

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Das Jahrmarkgelände ist aber längst nicht das einzige große Projekt in Urfahr, wie Luger und Hein gestern sagten. Unweit von dem Areal befindet sich eine der aufwendigsten Baustellen von Linz: Der "Bruckner Tower", der bis Anfang 2021 in der Wildbergstraße errichtet wird. In dem 31-stöckigen Gebäude sollen mehr als 350 Wohnungen entstehen. "Das Zentrum von Urfahr wird urbaner, was die Dichte und Höhe betrifft", sagte Hein.

Das bedeute aber nicht, dass demnächst weitere Hochhäuser in dem Stadtteil entstehen sollen. "Abgesehen vom Weinturm sind derzeit keine Hochhäuser in Urfahr geplant", sagte Hein. Das Projekt in der Kaarstraße durchlaufe zur Zeit das Zehn-Punkte-Programm der Stadt. Wann dieser Prozess genau abgeschlossen sein wird, stehe jedoch nicht fest, sagte Luger auf OÖN-Anfrage. Und weiter: "Es ist nicht einmal sicher, ob der Weinturm überhaupt gebaut wird oder nicht."

Etwas konkreter sieht es in Sachen Verkehrsentlastung für die Hauptstraße in Urfahr aus: Im Frühjahr 2019 sollen die Bauarbeiten für die Durchbindung der Reindlstraße zur Wildbergstraße beginnen. "Derzeit befinden wir uns im straßenrechtlichen Verfahren", sagt Hein.

Das angekündigte Fahrverbot für Lkw ab der Kreuzung Leonfeldner Straße / Freistädter Straße Richtung Süden soll ab Weihnachten gelten, Linienbusse sind ausgenommen. 

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