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Oberösterreich

Linz lässt A1-Abfahrt zum Pichlinger See prüfen

15. März 2019

Pichlinger See

LINZ. Vizebürgermeister Hein (FP) will Verkehrsentflechtung im Süden – auch allfälliges LASK-Stadion würde profitieren.

Der Plan stammt aus den frühen 90er-Jahren: Damals schon überlegte die Stadt Linz, auf der Westautobahn (A1) zwischen der Abfahrt Asten im Osten und dem Knoten Linz im Westen eine zusätzliche Abfahrt zu errichten.

Nach Beratungen mit dem Bund ließ man von dem Autobahn-Halbanschluss, der auf Höhe des Pichlinger Sees in die B1 münden sollte, aber ab: Das prognostizierte Verkehrsaufkommen schien die Investition von damals zehn Millionen Schilling nicht zu rechtfertigen.

Stadion "nicht ausschlaggebend"

Das könnte sich jetzt anders darstellen: Der Linzer Süden ist Schwerpunkt der Stadtentwicklung. Tausende neue Wohnungen sind dort seither entstanden, tausende weitere (etwa auf dem Areal der Kaserne Ebelsberg) werden entstehen. Dazu kommen etliche neue Betriebsansiedlungen. "Wir lassen daher gerade prüfen, ob diese Abfahrt jetzt machbar wäre und heutigen Standards entspricht", sagt der für Verkehr zuständige Linzer Vizebürgermeister Markus Hein (FP) den OÖNachrichten. Denn man brauche eine Verkehrsentflechtung im Süden. Vorteilhaft wäre eine solche Abfahrt natürlich auch für das geplante LASK-Stadion beim Pichlinger See. "Das war aber nicht der Grund, dort wieder eine Abfahrt zu prüfen", sagt Hein.

Geändert hat sich seit den frühen 90er Jahren nicht nur das Verkehrsaufkommen – auch die Errichtungskosten sind andere. "Ich fürchte, selbst wenn wir bei den damals zehn Millionen das Währungszeichen Schilling einfach durch Euro ersetzen, kommen wir nicht aus", sagt Hein.

Wie sieht die weitere Vorgehensweise aus? Vorgespräche mit der staatlichen Autobahngesellschaft Asfinag habe man bereits geführt, sagt Hein. "Wir sind so verblieben, dass wir die von uns in Auftrag gegebene Prüfung über die grundsätzliche Machbarkeit abwarten." Sollte diese positiv sein, werde man sich gemeinsam mit der Asfinag an eine Detailprüfung machen.

Würde nicht die geplante Linzer Ostumfahrung einen Autobahnanschluss beim Pichlinger See obsolet machen? "Das kann man argumentieren", sagt Hein. "Aber bis die Ostumfahrung kommt, fließt noch viel Wasser die Donau hinab – wenn die Ostumfahrung denn überhaupt kommt. Auch beim Westring hat es schließlich 40 Jahre bis zum Baustart gedauert", sagt Hein. "Wir brauchen aber möglichst rasch eine Verkehrsentflechtung im Linzer Süden." (mst)

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