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Studentenjob: Eferdinger zog in Thailand Häftlingen die Zähne

Von Von Michael Vielhaber, 14. Oktober 2010, 00:04 Uhr
Studentenjob: Eferdinger zog in Thailand Häftlingen die Zähne
Christoph Letsch (r.) bei der Behandlung in der Klinik. (privat) Bild: privat

EFERDING. Christoph Letsch (24) weiß nicht so genau, was er letzten Sommer in Thailand getan hat: Studienreise, Auslandspraktikum oder Urlaub? Seine Mission aber war klar: Menschen ihre Zahnschmerzen nehmen – auch im Gefängnis.

„Da werkst du nur noch wie am Fließband. Ein Patient nach dem anderen – zu viert haben wir im Gefängnis in fünf Stunden 70 Häftlinge behandelt“, sagt der Zahnmedizinstudent. Der Einsatz im Gefängnis der Stadt Fang, das im Norden des Landes liegt, sei eine Extremsituation gewesen. Auch wenn er gerne noch mehr Menschen geholfen hätte: „Von den 1000 Inhaftierten hatten gut 900 Menschen Zahnschmerzen.“

Eine Zahnbehandlung heißt in Thailand üblicherweise: Jeder Zahn, der schmerzt, muss raus. „Die mangelnde Mundhygiene lässt auch keine andere Möglichkeit zu. Jeder Zahn, den ich in der Klinik Kindern und jungen Menschen ziehen musste, tat mir selbst weh“, sagt der Eferdinger. Der Vergleich zur gängigen Zahnarztpraxis in einem anderen Kulturkreis war es, was den 24-Jährigen interessierte.

Über Kommilitonen hatte der in Regensburg studierende Christoph Letsch vor einem Jahr vom Praxis sammeln in einem thailändischen Krankenhaus erfahren. „Im Studium haben wir kein außertourliches Pflichtpraktikum, für mich stand allerdings der soziale Gedanke im Vordergrund. Helfen, ohne Geld dafür zu bekommen – warum nicht auch einmal in Thailand?“, sagt er. Außerdem: Im Studium hat er bisher um die 30 Zähne gezogen, in Thailand binnen vier Wochen 150.

Dennoch war Letsch vom medizinischen Standard im Norden Thailands überrascht: „Es ist eine der ärmeren Gegenden Thailands, kein Vergleich zum touristischen Süden.“

Ein Jahr lang hatte sich der Student auf seinen vierwöchigen Einsatz in Fang vorbereitet. Im Juli ging er mit einer befreundeten Zahnmedizin-Studentin aus Wien auf die Reise. Sein Gepäck: 28 Kilogramm zahnmedizinisches Material für das Krankenhaus in Fang – und: Badesachen.

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