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Oberösterreich

Unbekannter verschüttete Chemikalie - AMS-Gebäude in Linz erneut evakuiert

Von OÖN   05. Februar 2013

Unbekannter verschüttete Chemikalie AMS-Gebäude in Linz erneut evakuiert
Die Ermittlungen der Linzer Polizei am Tatort am Bulgariplatz dauerten Stunden.

LINZ. Weiterer Zwischenfall innerhalb von sechs Tagen – Polizei wertet Videoüberwachung aus.

Zwei „Anschläge“ mit ätzend riechenden Substanzen im Gebäude des Linzer Arbeitsmarktservice am Bulgariplatz beschäftigen derzeit die Ermittler des Kriminalreferates des Stadtpolizeikommandos Linz. Es war bereits der zweite Vorfall innerhalb von sechs Tagen, insgesamt fünf Menschen mussten mit Atembeschwerden ins Krankenhaus gebracht werden.

Der jüngste Zwischenfall ereignete sich am Montag gegen 12.15 Uhr: Nachdem ein Mitarbeiter des Arbeitsmarktservice im zweiten Stock des Gebäudes auf einer Tür eine Spur einer gelblichen Flüssigkeit bemerkte und stechenden Geruch wahrnahm, verständigte er sofort seine Vorgesetzten. Diese alarmierten Polizei, Rettung und Berufsfeuerwehr.

Die Spezialisten konnten aber rasch Entwarnung geben. „Wir haben die Flüssigkeit weggewischt und die Räume belüftet“, sagte Einsatzleiter Erich Rubicko. „Was es für eine Flüssigkeit war, können wir nicht sagen.“

Die Kriminalisten der Polizei gingen am Montag eher von einem Putzmittel für Toiletten oder Bad aus. Genaue Ergebnisse wird die chemische Analyse bringen, mit einem Befund wird in den kommenden Tagen gerechnet.

Obwohl die Gefahr rasch gebannt war, musste ein AMS-Mitarbeiter von der Rettung ins Spital gebracht werden, weil er über Atembeschwerden klagte. Der betroffene Bereich im zweiten Stock wurde zunächst von der Polizei gesperrt, der Rest des Gebäudes blieb geöffnet.

Erst am vergangenen Mittwoch war in dem AMS-Gebäude am Bulgariplatz ebenfalls ein ätzendes Pulver vor einer Tür am Boden verstreut worden. Vier Menschen hatten danach Atembeschwerden und mussten von der Rettung ins Spital zur Kontrolle gebracht werden.

Die Kriminalisten der Polizei Linz geben dem Attentäter nur wenig Chancen, unentdeckt zu bleiben: Das Gebäude des Arbeitsmarktservice wird von Kameras überwacht. Die Staatsanwaltschaft Linz hatte bis Monstag noch keine Anzeige der Polizei vorliegen. Ermittelt wird von den Kriminalisten wegen des Verdachtes der versuchten Körperverletzung und Sachbeschädigung.

 

Drei Fragen an Elisabeth Wolfsegger, Leiterin der AMS-Geschäftsstelle Linz.

Nach zwei Zwischenfällen mit ätzend riechenden Substanzen ist das Motiv für die Bediensteten unklar.

1 Frau Wolfsegger, gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen?
Dazu kann ich nichts sagen. Solche Vorfälle gab es bis vergangene Woche bei uns noch nicht. Die Polizei ermittelt in den beiden Fällen, man wird sehen, was diese Ermittlungen ergeben. Das Wichtigste ist, dass niemand ernsthaft verletzt wurde. Es soll auch niemand davor Angst haben, ins Arbeitsmarktservice zu kommen.

2 Wurden gegenüber Ihrer Geschäftsstelle irgendwelche Drohungen platziert?
Nein, es gibt keine Drohungen oder Bekennerschreiben, in welcher Form auch immer. Es wurden auch keine unserer Mitarbeiter bedroht. Wir versuchen jetzt natürlich, so schnell wie möglich wieder zum Normalbetrieb zurückzukehren. Ein ungutes Gefühl der Ungewissheit ist es für unsere Mitarbeiter aber allemal.

3 Welche Maßnahmen sind aus Ihrer Sicht jetzt zu ergreifen?
Die Polizei verarbeitet gerade alle gesicherten Spuren und das Videomaterial. Zusätzliche Maßnahmen von unserer Seite sind aus heutiger Sicht nicht notwendig. Natürlich geht die Sicherheit unserer Mitarbeiter und Kunden vor. Für Notfälle, die ein Evakuieren des Gebäudes zur Folge hätten, gibt es ohnehin Alarmpläne.

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