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Studie zeigt kirchliche Gewalt auf

Von OÖNachrichten, 25. November 2010, 00:04 Uhr
Studie zeigt kirchliche Gewalt auf
Bild: OÖN Grafik

WIEN/LINZ. Erstmals seit Bekanntwerden der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche im März wurde ein detaillierter Bericht über Täter und Opfer präsentiert. Resümee der Studie der unabhängigen Plattform für Opfer kirchlicher Gewalt: „Missbraucher hatten bei der Kirche eine Jobgarantie.“

Das System der Gewalt habe nur durch Vertuschen und Versetzen der Täter so lange funktioniert, sagt der Wiener Psychologe Philipp Schwärzler, Verfasser des Berichts, der gestern präsentiert wurde. Durch die Berichte der Opfer ziehe sich das wie ein roter Faden. Beschuldigte seien einfach versetzt worden, wieder auffällig geworden, wieder versetzt worden und konnten „so immer wieder neue Kinder misshandeln und missbrauchen“.

325 Betroffene meldeten sich seit März bei der Hotline der kirchenunabhängigen Plattform, die meisten aus Oberösterreich. Sie erzählten von sexueller, körperlicher und psychischer Gewalt. Aus deren Berichten geht hervor, dass die Mehrheit der Täter (die Opfer nannten bei der Hotline insgesamt 422) Priester und die häufigsten Tatorte katholische Internate und Heime waren.

Schwärzler nannte drei Ursachen für den Missbrauchsskandal:

Vorwürfe gegen Republik:

Die Republik habe ihre Aufsichtspflicht nicht wahrgenommen. Im Fall Kremsmünster könne er sich nicht vorstellen, dass man über so lange Zeit nichts mitbekommen habe. Gegen einen Pater läuft, wie berichtet, seit heuer ein Verfahren wegen Verdachts des sexuellen Missbrauchs und Misshandlung. Die Verfahren gegen einen weiteren Pater und einen Erzieher wegen sexuellen Missbrauchs bzw. Körperverletzung wurden wegen Verjährung eingestellt.

Autoritätsgläubigkeit: Viele Betroffene hätten von ihrem Leid erzählt, aber ihnen habe niemand geglaubt, nicht einmal Vertrauenspersonen oder die eigenen Eltern.

Vorwürfe gegen Kirche:

Als Grund für kirchliche Gewalt sieht Schwärzler die grundsätzliche Haltung der katholischen Kirche zur Sexualität. Zudem habe die autoritäre Grundstruktur das bisherige Vertuschen möglich gemacht.

Die katholische Kirche hat heuer 106 Missbrauchsfälle angezeigt. Zwar hatte sich bei 511 Personen, die kirchliche Ombudsstellen kontaktiert hatten, der Verdacht erhärtet, aber viele Fälle sind verjährt.

Über die von der Bischofskonferenz eingerichtete „Stiftung Opferschutz“ wird seit einigen Wochen das Geld an die Opfer ausbezahlt. Grundlage sind die bisher 58 von der Opferschutzkommission entschiedenen Entschädigungszahlungen.

Die Opferstudie:

325 Betroffene kontaktierten die Plattform für Betroffene kirchlicher Gewalt, davon 72 Prozent Männer. Die meisten Meldungen (73) kommen aus Oberösterreich, dicht gefolgt von Wien mit 72 und Niederösterreich mit 68 Meldungen.

Mit 59,7 Prozent betreffen die meisten Fälle die 60er- und 70er-Jahre. Die Mehrzahl der Betroffenen gibt an, dass sich die Misshandlungen über zwei bis fünf Jahre erstreckten. Der Großteil der Opfer wurde zwischen dem 7. und 14. Lebensjahr misshandelt.

Die Betroffenen, die sich an die Hotline wandten, nannten zu 55,8 Prozent katholische Internate oder Heime, wo Kinder den Tätern „besonders ausgeliefert“ waren. Häufig handelte es sich laut der Studie um Kinder aus sozial schwachen Schichten.

63 Prozent der von den Betroffenen genannten Verdächtigen waren geweihte Priester, fasst man die Welt- und Ordenspriester zusammen. 20,8 Prozent waren laut Studie als nicht geweihtes Mitglied einem Orden angehörig.

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12  Kommentare
12  Kommentare
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Wirtschaftsrechner (748 Kommentare)
am 25.11.2010 14:01

Natürlich gehört die Gewalt in kirchlichen Einrichtungen aufgezeigt, aber was ist mit der Gewalt in den weltlichen sozialpädagogischen Heimen, man denke nur an den Skandal in Wien, rund um dieses August Aichhorn Haus. Und was ist mit der Gewalt beim Gutmenschenverein Caritas, man denke an Steyr Gleink und diese Gewalt an Kindern und Jugendlichen liegt im Gegensatz zu vielen Fällen in Stiftsgymnasien erst relativ kurz zurück bzw. geht immer noch von statten.

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( Kommentare)
am 25.11.2010 19:14

Offenbar sind Sie derart verblendet, dass Sie derlei Unsinn schreiben. Alle Missgriffe in weltlichen Einrichtungen werden und wurden immer verfolgt. (Sie haben halt das nicht mitgekriegt, weil die staatlichen Stellen ein Amtsgeheimnis einhalten müssen und Ihnen das nicht berichten werden!)
der Hinweis ändert nichts daran, dass die größten Schweinereien die Kriche am kerbholz hat, jahrelang das alles vertuscht hat, jetzt glaubt, selbst Justiz spielen zu müssen, lächerliche Zahlungen anbietet, obwohl die Kirche stinkt vor Reichtum.
Sie braucht aber Dummköpfe wie Sie, die dauernd versuchen mit windschiefen Vergleichen etwas zurechtzubiegen. Man kann nur vermuten, dass Sie auch einer dieser Vertuscher oder Gauner sind, die an solchen Verbrechen etwas Verteidigungswürdiges finden oder beteiligt waren... zwei Dinge sind unendlich, meinet Einstein, das Universum und die Menschliche Blödheit - beim Universum ist man sich nicht sicher!

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lester (11.391 Kommentare)
am 25.11.2010 21:11

Caritas ist ein rein römisch-Katholischer Verei,bzw.eine kirchliche Institution.Und wer sagt das es in den Klösternnicht genauso weitergeht.Aber vielleicht hilft langsam die altersbedingte Unfähigkeit.

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apokalypse (174 Kommentare)
am 25.11.2010 13:49

müssten aus der Kirche austreten; keine Kirchensteuer mehr zahlen;... schaut doch selbst, wie ihr zu eurem geohnten Luxus kommt, den WIR euch Jahrzehnte lang ermögichten ... Und dann noch den älteren Menschen das Geld aus der Tasche ziehen; ich brauche für meinen Glauben keinen Kirchenturm u. "Vorbeter"!!!!!

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tille48 (1.050 Kommentare)
am 25.11.2010 14:09

Selbst im Geheim-Protestantismus hatte man nicht nur den „Glauben“ sondern traf sich in Gemeinschaften mit Gläubigen.
Kirche ist mehr als ein Gotteshaus und die Kirchensteuer, die eigentlich ein KirchenBEITRAG ist. Nämlich etwas zur Kirche (zum Kirchenleben) beitragen.
Wenn ein Apfel im Korb faul ist wirft man auch nicht den ganzen Korb weg. Wegen schlechter Schadensperformance der Obrigkeit sollten nicht auch noch die Gutmeinenden verteufelt werden. Länger nachdenken, erst dann schreiben ….

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( Kommentare)
am 25.11.2010 19:19

Das problem ist, dass inzwischen nur mehr faulende Äpfel im Korb sind, dass die Kirche selber entschdien will, was aussortiert werden sollte, dass sie glaubt mit lächerlichen Zahlungen kann man sich davon stehlen us der Tatsache, dass man hunderten Menschen das Leben zerstört hat.
Zu solchen Dingen wollen Sie etwas BEITRAGEN???
Das Kirchenleben war und ist eine Tummelwiese für Frömmler, Heuchler und Wichtigmacher, die vom Glauben redeten, aber immer nur den Geldsack meinten, dazu brauchten sie solche Naivlinge wie Sie, denen man jeden Blödsinn vormachen kann bis hin zur Tatsache, dass die Erde eine Scheibe sei!

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tacitus (4.799 Kommentare)
am 25.11.2010 12:24

sondern eine aufrechte humane haltung zu den kindern und die einhaltung der kinder-und MR.beten ist da eine billige ausflucht,die täter gehören zur verantwortung gezogen, bestraft und aus dem umfeld abgezogen. Nix beten !

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lester (11.391 Kommentare)
am 25.11.2010 11:51

Und wie groß ist die Dunkelziffer?

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( Kommentare)
am 25.11.2010 19:20

die UNI Innsbruck hat erhoben, dass bis zu 40% der Frauen, bis zu 25% der Männer Mißbrauchserfahrungen über sich ergehen lassen mussten

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tourrabe (643 Kommentare)
am 25.11.2010 10:52

Diese Gfraster gehoeren der sog. "hl. Inquisition" ueberantwortet. Die Dominikaner brauchen nur in ihren Annalen nachschauen, wie so was funktioniert. Waere eines meiner Kinder solchen Furien unter die Haende geraten, ich stuende jetzt wahrscheinlich wegen Mord oder Totschlag vor Gericht.

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apokalypse (174 Kommentare)
am 25.11.2010 13:46

Dieses ach so scheinheilige Pack!!!! *grrrr*
Amen!

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( Kommentare)
am 25.11.2010 04:50

Wir haben nicht genug gebetet!

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