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Spielsüchtiger klagt das Land Oberösterreich auf Schadenersatz

Von OÖN, 10. März 2017, 00:04 Uhr
Spielsüchtiger klagt das Land Oberösterreich auf Schadenersatz
Hermann Hainzlmaier Bild: privat

WIEN. Illegales Spielcafé in Ried hätte ihn gar nicht einlassen dürfen: Dort verspielte er sein letztes Geld– sein Fall ist am Montag auf ATV.

Am kommenden Montag hat Hermann Hainzlmaier (59) seinen großen Auftritt: Um 21.20 Uhr wird er zum Finale der Staffel "Mein Recht" auf ATV gemeinsam mit seinem Anwalt Christian Horwath vor das Fernsehpublikum treten.

Der gebürtige Bayer, der einst in Ried im Innkreis ein erfolgreiches Start-up-Unternehmen hatte, hat alles verloren: Firma, Geld und Familie. Seine Spielsucht war schuld daran. Mehr als eine Million Euro hat er binnen zehn Jahren an Spielautomaten und in Wettlokalen verloren. Er versuchte, seiner Leidenschaft Herr zu werden, ließ sich selbst für Casinos und Spielstätten sperren. "Mein Mandant hat mehrere Therapien und einen Entzug gemacht", sagt sein Anwalt. "Einmal Spieler, immer Spieler", sagt Hainzlmaier selbst.

Nach Zeiten der Abstinenz wurde Hainzlmaier denn auch rückfällig. Weil ihm die lizenzierten Spielstätten den Zutritt verwehrten, versuchte er sein Glück in einem illegalen Betrieb in Ried. Dort musste er sich nicht ausweisen – und verspielte in wenigen Tagen 12.500 Euro. Nun droht Hermann Hainzlmaier eine Räumungsklage.

"Verfahren wird Jahre dauern"

Sein Anwalt will jetzt gegen das illegale Wettcafé vorgehen – "weil man ihn dort aus rechtlichen Gründen gar nicht hätte einlassen dürfen". Auch das Land Oberösterreich wird er klagen. Allein in Oberösterreich gebe es Hunderte illegaler Spielbetriebe, die von den Behörden widerrechtlich geduldet würden: "Weil die Geschäftsführer im Ausland sitzen und bei uns anscheinend nicht greifbar sind", sagt Horwath. Er wird deshalb vom Land Schadenersatz fordern. Das Verfahren werde aber "einige Jahre dauern". Man darf gespannt sein, was am Montag herauskommt. Anwalt Horwath meint: "Mit diesem Fall von Herrn Hainzlmaier könnte ein Präzedenzfall geschaffen werden." (kri)

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