Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    ANMELDUNG
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.


gemerkt
merken
teilen

Kleine Belohnung, große Wirkung

10. Februar 2018, 00:04 Uhr
Kleine Belohnung, große Wirkung
Wenige Bonuspunkte als Motivation können Wunder wirken. Bild: Weihbold

LINZ/WIEN. Studie zeigt, dass eine geringe Zahl an Bonuspunkten den Lernerfolg bei Studenten steigert.

Dass Belohnungen kurzfristig die Motivation am Lernen heben, gilt als allgemein bekannt. Jetzt haben aber Wissenschaftler an der Linzer Kepler-Universität (JKU) und der Wiener Wirtschaftsuniversität (WU) nachgewiesen, dass ganz kleine Belohnungen nicht nur die Motivation, sondern auch den Lernerfolg spürbar steigern.

Getestet wurde dies per Versuch mit zwei Mal je 650 Studenten der Wirtschafts-Universität. Sie konnten in einem Semester freiwillig acht Hausübungen mit einem Arbeitsaufwand von je einer halben Stunde erledigen. Die erste Gruppe erhielt keine Belohnung. Hier machte im Schnitt eine Person eine Aufgabe. Die zweite Gruppe erhielt einen minimalen Anreiz: Pro Aufgabe gab es 0,7 Punkte von insgesamt 120 Punkten, die im Semester zu erreichen waren. Und siehe da: Plötzlich machte eine Person im Schnitt vier Aufgaben.

Mehr Aufgaben besser erledigt

Doch nicht nur das: "Sie machten die Aufgaben auch besser. Es waren mehr Beispiele richtig", sagt Christian Garaus, der zuerst an der JKU und dann an der WU mit Professor Gerhard Furtmüller an der Studie arbeitete. Aber warum waren die Studenten auf einmal so fleißig? Wolfgang Güttel, Vorstand des Institutes für Human Resource und Change Management an der JKU, interpretiert die Ergebnisse der Studie so: Die Bonuspunkte seien zu gering gewesen, um den Lernaufwand zu rechtfertigen. Daher suchten die Studenten nach anderen, inneren Rechtfertigungen. "Sie begannen, den Stoff interessant zu finden. Die Bonuspunkte haben also lediglich einen Kreislauf in Gang gesetzt." Ab dann spielten die Punkte keine Rolle mehr, erklärt der Uni-Professor: "Es ist beim Lernen wie sonst auch: Der Appetit kommt mit dem Essen."

Die Forscher gehen davon aus, dass diese Form der Motivation auch in anderen Bereichen funktionieren könnte, etwa bei oft uunbeliebten Online-Übungsaufgaben, aber auch bei Diäten oder anderen Vorsätzen. In weiteren Forschungen soll nun herausgefunden werden, ob dieser Effekt auch langfristig anhält. (hes)

mehr aus Oberösterreich

Ebenseer Wirt warf Christian Rainer unsanft aus dem Lokal

130.000 Euro Gesamtwert: Mühlviertler Duo nach Drogenhandel verhaftet

Reinhard Sperr: Gärtner am Irrsee und Klima-Idealist

Linz frönt ab 17. Februar den schönen Dingen des Lebens

Interessieren Sie sich für diesen Ort?

Fügen Sie Orte zu Ihrer Merkliste hinzu und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

0  Kommentare
0  Kommentare
Die Kommentarfunktion steht von 22 bis 6 Uhr nicht zur Verfügung
Aktuelle Meldungen