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"Ich weiß nicht, wie wir das verhindern hätten können"

Von Valentina Dirmaier, 23. August 2017, 00:05 Uhr
"Ich weiß nicht, wie wir das verhindern hätten können"
Wolfgang Kronsteiner, Landes-Feuerwehrkommandant Bild: Weihbold

LINZ. Zeltfest Frauschereck: Landes-Feuerwehrkommandant Wolfgang Kronsteiner über Sicherheit, Wettervorhersagen und Vermutungen.

Bei Wolfgang Kronsteiner läutet das Telefon derzeit schier pausenlos. Der Landes-Feuerwehrkommandant ist nach dem Zeltfest-Unglück in St. Johann am Walde mit vielen Fragen konfrontiert, etwa ob die Tragödie verhindert hätte werden können:
 

OÖNachrichten: Zwei Tote und mehr als 140 Verletzte. Hätte die Katastrophe von Saiga Hans verhindert werden können?

Kronsteiner: Ehrlich gesagt, ich wüsste nicht wie. Das alles sind Vermutungen. Ich bitte und hoffe, dass Mutmaßungen und voreilige Anschuldigungen unterlassen werden. Das tut den Betroffenen am meisten weh.

Wurden die Sicherheitsbestimmungen eingehalten?

Ich kann nur sagen, dass es sich hier um ein anständig organisiertes Fest handelt. Alles andere ist Gegenstand der Erhebungen. (Anm.: Die Staatsanwaltschaft Ried lässt ein technisches Gutachten erstellen und befasst sich auch mit der Wettervorhersage und der Dimension des Unwetters, soweit noch nachvollziehbar, sagt Sprecher Alois Ebner zu den OÖN) Ich kann nur sagen, dass wir der Feuerwehr Frauschereck als Landesverband zur Seite stehen.

Wurden die Wettervorhersagen für Freitagabend ausreichend berücksichtigt?

Das kann ich nicht generell beantworten, weil sich jede Feuerwehr individuell in formiert. Ich selbst habe die Wetter-vorschau übers Handy verfolgt und mir ist nichts Außergewöhnliches aufgefallen. Und bei Großveranstaltungen in den eigenen Reihen schauen Feuerwehrleute noch intensiver aufs Wetter. Denn Unwetterszenarien gehören für uns zum Geschäft.

Aber dieses Unwetter war in seiner Dimension auch für die Feuerwehr extrem.

Ich war selbst vor Ort und das Bild, das sich mir bot, war folgendes: In einer Schneise, einige hundert Meter breit, in der auch das Festzelt stand, hat der Orkan getobt. Bäume sind in der Mitte abgerissen, alles ist zerstört. Und einige Meter weiter: nichts. Den Häusern fehlt nicht einmal eine Dachschindel.

Was bedeutet das für künftige Veranstaltungen? Müssen Feste bei Warnungen vor heftigen Unwettern abgesagt werden?

Ereignisse wie in St. Johann sind meiner Einschätzung nach nicht oder sehr schwer prognostizierbar, weil sie sehr lokal sind.

Abschließend: Wie geht es für die Feuerwehr Frauschereck weiter und sind die Feuerwehrleute bereits wieder im Einsatz?

Ja, soweit ich weiß, ist die Feuerwehr nicht außer Dienst gestellt. Jetzt geht es erst einmal um die Aufarbeitung des Erlebten, und dass alle wieder gesund werden.

Zeltfest-Betreiber sind verunsichert

 

Ein mulmiges Gefühl hat Christian Kaiser, wenn er an das Zeltfest seines Vereins am Samstag in einer Woche denkt. Der Fußballtrainer des ATSV Mattighofen ist Veranstalter des Festes, das knapp 20 Kilometer von Frauschereck entfernt stattfindet. Die Ereignisse im Ortsteil von „Saiga Hans“ lassen den Mattighofner nicht kalt. „Wir bereiten uns mit gemischten Gefühlen auf unser Fest vor. Wir werden das Wetter ganz genau beobachten.“

„Unser Fest ist zwar wesentlich kleiner und wir können bei Unwetter in die Turnhalle ausweichen, aber trotzdem denkt man ständig an die Vorfälle. Noch dazu, weil Vereinsmitglieder auch beim Frauscherecker Zeltfest dabei waren. Sie sind mit dem Schrecken davongekommen“, sagt Kaiser. Tief betroffen vom Unglück ist auch die Feuerwehr Wasserdobl, Gemeinde Aspach. Der Verein aus dem Nachbarort von St. Johann am Walde sagte bereits zu Wochenbeginn das Feuerwehrfest, das an diesem Freitag stattgefunden hätte, aus Solidarität ab.

Noch intensivere Information

An diesem Wochenende findet auch beim ASKÖ Perg das traditionelle Vereinsfest statt. Die Verunsicherung ist bei Obmann Franz Aumayer im Gespräch deutlich hörbar: „Man ist sensibler. Man fragt beim Zeltverleih mehrmals nach, bis zu welcher Windstärke das Zelt standhält und ab wann geräumt werden muss. Man beobachtet die Wettervorhersagen genauer“, sagt der Fest-Organisator, der mit den Veranstaltern – der Feuerwehr Frauschereck – mitfühlt. „Das, was dort passiert ist, ist eine Tragödie. Hoffentlich passiert so etwas nie mehr“, sagt Aumayer.

Die Betroffenheit nach dem tragischen Vorfall ist auch bei den Feuerwehrkameraden im Salzkammergut groß: Werner Fischer, der den Altausseer Kirtag (von 2. bis 4. September) plant und verantwortet, will aber vor dem Fest Panikmachern den Wind aus den Segeln nehmen. „Wir haben kein Zelt mit Aluminiumstangen, sondern bei uns werden seit 57 Jahren Holzstangen verwendet. Das ist eine andere Ausgangslage.“

Das, was sich im Innviertel am Wochenende zugetragen hat, bezeichnet Fischer als Katastrophe. „Aber trotzdem können wir uns nicht einsperren.“ (diva)

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65  Kommentare
65  Kommentare
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Segler (428 Kommentare)
am 23.08.2017 20:36

Wieder frische Arbeit für den Ebner.Ohne Hochstand.Das Wild wird es danken.

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hepusepp (6.259 Kommentare)
am 23.08.2017 15:29

Es stellt sich grundsätzlich die Frage, muss die Feuerwehr solche maßen-Besäufnisse veranstalten? Ein Verein der retten und helfen soll, muss nicht unbedingt unter irgend einen Vorwand zum Saufen verleiten! Aber offensichtlich, ist das Saufen auch bei der Feuerwehr ein nicht zu vernachlässigbares Thema.

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watergate2000 (1.473 Kommentare)
am 23.08.2017 15:41

Feuerwehren sind keine Vereine!
Ja müssen wir. Um Geräte kaufen zu können um De..en wie doch aus dem Auto scheiden oder dein Haus/deine Wohnung im Bedarfsfall löschen zu können.

Das ganze hat nichts mit Saufen zu tun. Versteck dich im Keller!

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Vollhorst (4.973 Kommentare)
am 24.08.2017 07:34

Realitätsverweigerung. Dann muss die verantwortliche Gemeinde entsprechend mehr bezahlen!

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watergate2000 (1.473 Kommentare)
am 24.08.2017 16:04

Realitätsverweigerung? Ja, aber nicht ich sonder du!
Ist in sämtlichen Förderrichtlinien vorgesehen, dass Feuerwehr Eigenleistung zu tätigen hat.

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cfrit (1.376 Kommentare)
am 23.08.2017 15:25

nein war nicht zu verhindern, so tragisch das auch ist.
Wetter ist Wetter- hab selbst am Abend auf meiner Terrasse ein Video gemacht- die Böen kamen von einer Sekunde auf die andere.

Da braucht man niemandem die Schuld zuweisen oder "Sündenböcke" suchen

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zakamenem (1.021 Kommentare)
am 23.08.2017 13:34

""Ich weiß nicht, wie wir das verhindern hätten können"" Ich schon: Bayerischen Rundfunk hören und sicherheitshalber Räumung des Zeltes oder Absagen. Im Innviertel weiß man, daß von dort immer die verläßlichsten Prognosen kommen. Am Satellitenbild konnte man genau die Zugrichtung der Gewitterzelle sehen. Also ich weiß wie man das verhindern hätte können.

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kulesfak (2.774 Kommentare)
am 23.08.2017 14:04

Gratulation zu so viel Wissen.
Unglaublich, wie viele hier im Nachhinein gscheiter sind.

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Salafant (126 Kommentare)
am 23.08.2017 14:40

Super schlau solche Experten braucht das Land. Eine traurige Geschichte für alle Beteiligten. Der FF viel Kraft. Vorwürfe sollten gut überlegt werden. Ich glaube nicht dass sich die Verantwortlichen es sich leicht gemacht haben,sie waren mitten drin.
Allen Kritiker ins Stammbuch geschrieben wer noch nie in solch einer Situation war sollte das maul halten

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Abfangjaeger (39 Kommentare)
am 23.08.2017 12:05

Okey es gab eine Wetterwarung Rot für den 18.08 und zwar für 23:16 Uhr bis 00:56 Uhr also eine 3/4 Stunde nach dem Unglück absolut unvorhersehbar für den Zeitpunk als es geschah.
und wenn man sich die Daten der nächsten Privaten Wetterstationen im nächsten Umfeld ansieht wurde da kurz vor dem Unglück Wind mit 64 KmH in Mattighofen und 44 KmH in Oberholzleiten aufgezeichnet.
https://www.wunderground.com/personal-weather-station/dashboard?ID=I4OBERHO3#history/s20170818/e20170818/mdaily

https://www.wunderground.com/personal-weather-station/dashboard?ID=IMATTIGH2#history/s20170818/e20170818/mdaily

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Gugelbua (32.064 Kommentare)
am 23.08.2017 10:23

bei all der Tragik, ich glaub Menschen lernen nichts daraus

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jago (57.723 Kommentare)
am 23.08.2017 10:40

Doch, im Titel steht "Ich weiß nicht, wie wir das verhindern hätten können".

Das ist ein lernfähiger Mensch: "ich weiß nicht".

Ein Jurist weiß alles, wenn er "Bestimmungen" verfasst. "Im Namen des Volkes".

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Harbachoed-Karl (17.883 Kommentare)
am 23.08.2017 10:49

Nun, Bua,
was müßte beispielsweise geschehen,
damit du Grund hättest
von deiner skeptischen Haltung wegzukommen?

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Gugelbua (32.064 Kommentare)
am 23.08.2017 11:18

es ist der Kommerz und die Vergnügungssucht die alle Vorsicht außer kraft stellt, ist kein Vorwurf wir Menschen sind mal so.

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kontrolle (2.691 Kommentare)
am 23.08.2017 11:45

Siehe die Anmerkungen der Mitposter unten.

Nicht uns, wir Menschen etc...Schuld automatisch auf alle (inkl deiner) sozialisieren, sorry, Anfängerfehler, reflexartiger Schuldübernehmerfehler...

Sorry, sprich für dich, aber stülpe deine Dummheit nicht uns über.
Unverschämt, sorry.

Wie alt eigentlich?

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Gugelbua (32.064 Kommentare)
am 23.08.2017 12:01

sorry, Gutmenschen ausgenommen grinsen

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Harbachoed-Karl (17.883 Kommentare)
am 23.08.2017 11:57

Das heißt,
der Kommerz hundert dich am Lernen?
(na, zumindest das hast du brav gelernt)

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Augustiner (40 Kommentare)
am 23.08.2017 11:39

zu den selbsternannten Wetter"experten" der ZAMG in Wien und Linz:
es ist hinlänglich bekannt, dass diese VorherSAGEN wirklich solche sind und für unsere Region im Grenzgebiet des Innviertels zu Bayern meist völlig falsch und vor allem zu verallgemeinernd sind. Den Linzern und Wienern ist doch das Wetter in der Provinz egal. Nur für das Wochenende, da verbreiten sie generell viel zu optimistisch Schönwetter, um das Volk aus grauer Städte Mauern zu locken und den Tourismus anzutreiben.
Wirklich verlässlich für das Innviertel ist nur der Wetterbericht des Bayerischen Rundfunks (für Niederbayern) und der Bericht des Deutschen Wetterdienstes. Österreich hinkt hier in der Qualitzät der Wettervorhersage um Dekaden nach.

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Gugelbua (32.064 Kommentare)
am 23.08.2017 11:47

das ist ja die Zwickmühle in der die Meteorologen stecken,
der Kommerz hat Vorrang !!!

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caber (1.956 Kommentare)
am 23.08.2017 10:03

Wir Menschen suchen immer e i n e e i n z i g e Ursache. Wenn keine auszumachen ist, konstruieren wir sie. Ob sie zutrifft oder nicht, ist dabei nebensächlich - Hauptsache, sie erscheint uns plausibel!

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jago (57.723 Kommentare)
am 23.08.2017 10:30

Sag doch nicht "wir"!

Das kindschie Vertrauen auf die Bestimmungen*) (die innerhalb einer Gemeinde, eines Bundeslandes oder eines Bundesstaates oder der EU gelten) soll die Windhose und ihre Auswirkungen verhindert haben.

*) die erste Frage an den Feuerwehrmann.

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( Kommentare)
am 23.08.2017 09:30

Es ist selbstverständlich, daß der F Kdt
seine Feuerwehren in Schutz nimmt!
aber die "fachliche" Aussagen zu dem Unglück
sollten doch besser die Sachverständigen machen-
oder ist er vor Ort dabei gewesen?
hat ER die Konstruktion geprüft ?
hat Er die sachgemäße Aufstellung des Zeltes überwacht ?
hat Er die Wetterwarnungen penibel verfolgt ?
Bis zu einem Ergebnis der staatsanwaltschaftlichen Untersuchung
sollten sich offizielle Stellen mit ihren Aussagen zurückhalten.

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decordoba (3.803 Kommentare)
am 23.08.2017 09:28

Bevor jemand meinen Kommentar in die falsche Kehle bekommt, möchte ich mich vorher schon entschuldigen.

Ich sehe 2 Irrtümer der beteiligten Personen:

1) Dieses Festzelt war sehr stabil, und ist für alle Wetterverhältnisse geeignet, ohne einzustürzen. Schließlich wurden alle Auflagen beim Aufstellen eingehalten, darüber gibt es sogar ein Protokoll.

2) Nachdem so ein neuartiges Zelt derart stabil ist, muss auch ein Zeltfest nicht abgebrochen werden, wenn eine Sturmwarnung in den Medien gebracht wird.

In Zukunft werden die Abläufe und Auflagen bei Zeltfesten anders sein, sodass ein derartige Unglück kaum mehr passieren wird. Im Nachhinein ist man immer klüger.

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boandlkramer (1.179 Kommentare)
am 23.08.2017 09:34

So sehe ich das auch. Und wenn man daraus lernt ists ja wenigstens immerhin dafür gut dass zukünftige Zeltfeste sicherer sind

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( Kommentare)
am 23.08.2017 09:59

vollkommen richtig......
wenn die Gutachter für Statik und Wetter
das so bestätigen !

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jago (57.723 Kommentare)
am 23.08.2017 10:34

Die Mörder lernen ja aus den Gesetzen, die das Morden verbieten auch, dass sie nicht morden dürfen. Da wird wohl so ein Sturm was draus lenren können.

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aviationpassionate (280 Kommentare)
am 23.08.2017 09:14

Vor dem Zelteinsturz wurde natürlich in keiner Wetterwarnung gewarnt, jedoch war am 18.8.2017 um ca 22:30 auf wetter.orf.at eine Wetterwarnung online, die vor schweren Sturmböen in Oberösterreich warnte!

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boandlkramer (1.179 Kommentare)
am 23.08.2017 09:28

Wenns erst um 22:30 online war dann wärs eh zu spät gewesen

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chris188 (30 Kommentare)
am 23.08.2017 08:35

Ich will da nicht herum reiten aber eines ist echt sehr sehr fragwürdig und da muss ich jetzt was los werden.
Aussage:

"Ich selbst habe die Wetter-vorschau übers Handy verfolgt und mir ist nichts Außergewöhnliches aufgefallen."

Auf jedem gratis Radar war zu sehen, dass über Bayern ein Blitzfeuerwerk abgeht und es schon Berichte über Sturm und Schäden in Bayern gab.
Außerdem gab es sehr wohl Warnungen und auch auf diversen Seiten wurde sogar der Zeitpunkt des Sturms prognostiziert.

Also das ist mir jetzt wirklich zu einfach daher geredet. Sorry.

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Abfangjaeger (39 Kommentare)
am 23.08.2017 10:30

Ja es gab eine Wetterwarung Rot für den 18.08 und zwar für 23:16 Uhr bis 00:56 Uhr also eine 3/4 Stunde nach dem Unglück absolut unvorhersehbar für den Zeitpunk als es geschah.

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adaschauher (12.083 Kommentare)
am 23.08.2017 08:12

Na endlich dürfen alle Gescheiten auf die Menschen die diese Katastrophe mitgemacht haben hindreschen und ihre Weisheiten herausrülpsen OÖN hört endlich auf über diese Katastrophe zu berichten Das Leid ist gross genug!!

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AlfredENeumann (820 Kommentare)
am 23.08.2017 08:41

Das hat nichts mit hin dreschen zu tun, aber öffentlich zu sagen, es hätte weder eine Unwetterwarnung noch irgendwelche Anzeichen dafür gegeben, ist einfach nur peinlich.

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mrsunshine (232 Kommentare)
am 23.08.2017 08:12

Wir haben an dem Abend auch am Handy das Wetter verfolgt und erkannten sehr wohl, dass es problematisch ist. Desweiteren waren am Abend auch schon schwerste Gewitter mit stürmen in Bayern. Nur wer sagt das Feuerwehrfest ab hier sehe ich eher das Problem.

Mein Beileid den Angehörigen und mögen die richtigen Lehren gezogen werden und nicht wie so oft nur Scheinlösungen gefunden.

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fischermen (11 Kommentare)
am 23.08.2017 07:48

Nachdem nun täglich ausführlich über die Zeltfest Tragödie zu lesen war, gipfelt die Headline heute mit „…war nicht zu verhindern“
Selbstverständlich wäre es zu verhindern gewesen wenn die Verantwortlichen etwas mehr Weitblick an den Abend gelegt hätten.
Andere Veranstalter haben ihre Open Air-Veranstaltungen abgesagt weil für späteren Abend heftige Unwetter vorhergesagt wurden.
Verantwortung bleibt aber nicht bei einer Person sondern hängt auch mit Eigenverantwortung zusammen.
Wir sind gegen 20/21:00 nach Haus gefahren weil bereits heftiges Wetterleuchten zu sehen war.
Wenn man um 21:00 das Fest aufgelöst hätte, mit ein wenig Weitblick und Verantwortungsgefühl!!, hätte man zwar weniger Einnahmen gehabt aber zwei Leben wären gerettet worden.
Kein Zeltveranstalter muss deswegen Angst haben wenn er Hausverstand besitzt aber der fehlt leider immer mehr Menschen in dieser Zeit.

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despina15 (10.082 Kommentare)
am 23.08.2017 07:17

das leben ist lebensgefährlich,
so hart es klingt,aber ich frage
mich wer schuld hat wenn jemand
vom berg stürzt,die natur geht
nicht zimperlich um mit uns,glaube
aber auch an ein bischen selbstverantwortung,
das jeder sich insicherheit bringen
kann,
und nicht immer die schuld auf andere
abläd.....

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il-capone (10.444 Kommentare)
am 23.08.2017 05:26

Es sagt mir der gesunde Hausverstand, dass anziehende Gewitterfront u. freistehendes Zelt eine labile Kombination ergibt.
Ausgerechnet die Feuerwehr hätte es wissen müssen, dass man bei angesagter Front sichere Gebäude aufsucht,
bzw, sich von nicht sturmfesten Konstruktionen fernhält.
Oder empfiehlt der Kommandant gar, sich bei den vorhergesagten Verhältnissen, unter die Bäume zu stellen?

Dessen Aussage fällt für mich unter die vorherrschende Vollkaskomentalität ...

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Harbachoed-Karl (17.883 Kommentare)
am 23.08.2017 06:36

Er muss sich natürlich auch hinter seine Leute stellen.
Ich müßte ein schweres Informationsdefizit gehabt haben, wenn die Unwetter zu konkret dieser Zeit irgendwie vorhersehbar gewesen wären. Ob die Zelte und speziell dieses jetzt für eine Aufstellung in freier Natur taugen, sollte doch festgestellt werden.
Wer erstmals im Leben Fahnen aufhängt oder so einen kleinen Baldachin aufstellt, wird über die Wirkung von Windkräften staunen (sofern er das kann); bei einem großen Zelt ist das noch viel mehr zu beachten.

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boandlkramer (1.179 Kommentare)
am 23.08.2017 06:46

Ja eh, sind ja schon so viele Zelte zusammengefallen. Ganz ehrlich, das hat sich doch bis Frauschereck keiner je gedacht das so ein Zelt zusammenfallen kann. Und wenn ich zum Beispiel jedes mal wenn mir meine Versicherung eine Wetterwarnung schickt daheim bleiben würde, dann wäre ich heuer bestimmt schon 30x im Haus geblieben. Nur war halt nie was dann. Im nachhineine hats natürlich heder gewusst, sind dann die gleichen Leute die sich aufregen wenn sowas abgesagt wird, obwohl dann eh nichts kommt

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Vollhorst (4.973 Kommentare)
am 23.08.2017 07:16

'Nur war halt nie was dann.'

Genau um das geht es.
Das führte zur Nachlässigkeit.

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boandlkramer (1.179 Kommentare)
am 23.08.2017 08:36

Naja zuhause zu Tode fürchten möcht ich mich aber auch nicht @vollhorst, du ja wahrscheinlich auch nicht...

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Vollhorst (4.973 Kommentare)
am 23.08.2017 08:50

Du musst es nicht verstehen, worum es geht. grinsen

Mit einem Segelboot würdest du mit deiner Denkhaltung nicht weit kommen.

Wenn Winde von 80-100km/h vorausgesagt werden, kann es immer kurzfristig auch zu wesentlich stärkeren Böen kommen. Und geografisch lässt sich das nicht kilometergenau abgrenzen ebenso wie das genaue Zeitfenster.

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boandlkramer (1.179 Kommentare)
am 23.08.2017 09:12

Okay, so viel Einblick habe ich in diese Materie nicht, bin kein Segler 😉
Ich glaub auch das von jetzt ab viel sensibler mit dem Thema umgegangen wird. Nur hat es halt meines Wissens noch nie eine vergleichbare Katastrophe gegeben, darum ist es schwierig hier zu sagen "hättens halt abgsagt" thats all
Und das hier nicht nach geldgierigen Motiven gehandelt wurde ist für mich insofern klar, das die "verantwortlichen" Herren und auch deren Familien ebenfalls auf dem Fest waren. Ich glaub kaum das sich jemand wegen ein paar tausend euros für die Feuerwehr einer tödlichen Gefahr aussetzt, nach dem Motto "wird scho nix sein" Wäre sich irgendjemand dort bewusst gewesen was für eine Gefahr sich hier anbraut, das Zelt wäre bestimmt geräumt worden, das sind ja keine Idioten

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Vollhorst (4.973 Kommentare)
am 23.08.2017 09:19

Ich kritisiere nicht die Verantwortlichen des Festes, sondern die verharmlosenden Stellungnahmen danach. Sorry, wenn das eventuell falsch rüber gekommen ist. Mir ist klar, dass man mit den Schutzbehauptungen die Möglichkeit einer Anklage reduzieren will, zugleich wird aber dann nicht die richtige Lehre daraus gezogen.

Ereignisse, die selten auftreten, unterschätzt man gerne. Und das speziell bei wiederkehrenden Tätigkeiten.
Ebenso sind die Erfahrungen der Älteren ("So was habe ich in den letzten 70 Jahren noch nie erlebt") aufgrund des Klimawandels mit großer Vorsicht zu genießen. Darin sehe ich das Problem der heutigen Zeiten.

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boandlkramer (1.179 Kommentare)
am 23.08.2017 09:32

100% agree

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kulesfak (2.774 Kommentare)
am 23.08.2017 08:04

Im Nachhinein sind immer einige gscheiter.
Oder hat sich hier mal jemand gefragt, was alles abzusagen wäre, wenn ein Gewitter angekündigt wird - soll ja des öfteren vorkommen.
Sicher muß man für die Zukunft lernen. Vor allem, nachdem von Experten erklärt wird, daß mit einer Steigerung der Häufigkeit derartig heftiger Unwetterereignisse zu rechnen ist.
Aber gibt ja auch da wieder einige Gscheite, von denen diese Experten belächelt werden.

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Harbachoed-Karl (17.883 Kommentare)
am 23.08.2017 04:50

Schwierige Lage.
Einerseits war der Zyklon nicht vorhersehbar, in keiner Weise.
Andererseits zog und zieht bei Vorkehrungen zur Sicherheit allgemein eine Minimierung ins Land, das ist nicht den Betroffenen Veranstaltern dort vorzuwerfen.
Für Anfang bis Mitte September wären früher niemals diese Bedenken, wie sie im Artikel anklingen, aufgetaucht. So wie es in den letzten Jahren seltener normalen Regen gab, vielmehr alles gleich in katastrophale Unwetter ausarbeitete, ging das heuer mit Stürmen weiter.

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Ginko (529 Kommentare)
am 23.08.2017 07:04

Zyklon im Innviertel ?

Der Begriff Zyklon stellt eine von mehreren Bezeichnungen für tropische Wirbelstürme dar. Diese Bezeichnung wird im Indischen Ozean und in der Südsee (Südwest-Pazifik) angewendet.

Der Aufbau eines Zyklons gleicht in etwa dem eines Taifuns oder Hurrikans mit dem einzigen Unterschied, dass sie auf der Erdsüdhalbkugel

Die Bezeichnungen für die tropischen Wirbelstürme gelten erst ab tropischer Orkanstärke, also 118 km/h.

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Harbachoed-Karl (17.883 Kommentare)
am 23.08.2017 07:13

Danke, unachtsam falschen Begriff gebraucht. So ist das mit reservierten Wörtern. Vom Prinzip werden wir allerdings in der Stellungnahme der Wetterdienste hören.

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AlfredENeumann (820 Kommentare)
am 23.08.2017 00:54

"Ich weiß nicht, wie wir das verhindern hätten können"

Eine fragwürdige Aussage.

Natürlich ist alles tragisch, aber man sollte - anstatt in eine Verteidigungsposition zu gehen - nun aus der Katastrophe lernen und nichts schönreden. Dass lange nichts passiert ist, hat ganz einfach dazu geführt, dass man auf die Technik vertraute. Ist ja alles vom TÜV abgenommen, da kann nichts passieren.

Jetzt wissen wir, dass Stürme in der Heftigkeit sehr unberechenbar sind und Zelte nicht unbeschränkt halten. Aber wussten wir das nicht vorher schon? Andere Ortschaften haben das Zeltfest abgebrochen, warum wohl?

Klar, jetzt ist die Gefahr naheliegend, und nachher ist man schlauer. Dennoch muss man zugeben, dass auch eine sorglose Komponente vorhanden gewesen ist, aus welchem Grund auch immer.

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Harbachoed-Karl (17.883 Kommentare)
am 23.08.2017 06:37

Es gibt nur kluge Leute auf der Welt.
Die einen sind es vorher,
die anderen…

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