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Oberösterreich

Generationswechsel bei den Metallern

Nach 30 Jahren erhielt Produktionsgewerkschaft einen neuen Sekretär.

Michael Seemayer, Landessekretär der Produktionsgewerkschaft Bild: PRO-GE Gewerkschaft

Gut 30 Jahre war Walter Schopf das Gesicht der Metallergewerkschaft in Oberösterreich. Als streitbarer Gewerkschaftssekretär verschaffte sich der spätere Nationalratsabgeordnete Gehör und Respekt.

Poltern, das wird man von seinem Nachfolger nicht erwarten dürfen. Er sei zwar konsequent und zielstrebig, aber das Laute liege ihm nicht, sagt Michael Seemayer über sich.

Der Vater eines elfjährigen Sohnes und einer neunjährigen Tochter ist seit 1. August offiziell Landessekretär der Produktionsgewerkschaft. Schopf ist in die Freizeitphase seiner Altersteilzeit eingetreten.

Seemayer hat in der Lenzing AG seine Lehre zum Prozessleittechniker und Betriebselektriker abgeschlossen. Schon sein Vater war in dem größten Industriebetrieb der Region – „aber nie gewerkschaftlich engagiert“. Der Sohn wurde Jugendvertrauensmann in der damals noch eigenständigen Chemiegewerkschaft. Die Metallergewerkschafter warben den Absolvent der Sozialakademie ab. Seemayer wurde Regionalsekretär in Wels. Dort sammelte er Krisenerfahrung, als ab 2008 etliche Kurzarbeitsregelungen mit Betrieben der Region zu verhandeln waren.

Auf seine jetzige Funktion ist der 42-Jährige durch die mehrjährige Übergabe optimal vorbereitet, seit zwei Jahren ist Seemayer auch im Team bei den Kollektivvertragsverhandlungen der Metaller. Aktuell beschäftigt den in Timelkam Aufgewachsenen und heute in Regau Lebenden der Zwölf-Stunden-Tag. „Wir haben viele Anfragen, ob die neunte und zehnte Überstunde verweigert werden kann. Die Freiwilligkeit gilt ja nur für die elfte und zwölfte Stunde.“

Als große Herausforderung für die Gewerkschaft sieht der mit einer Stationsgehilfin im Krankenhaus Vöcklabruck Verheiratete die Digitalisierung. „Die Veränderung und Dynamik darf nicht zulasten der Arbeitnehmer passieren.“
Die Wochenenden versucht Seemayer für seine Familie freizuhalten. Dann geht es in die Natur – entweder zu Fuß, mit dem Mountainbike oder auf Skiern.

 

 

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Artikel Sigrid Brandstätter 12. September 2018 - 00:04 Uhr
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