Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Donnerstag, 17. Jänner 2019, 08:01 Uhr

Linz: -1°C Ort wählen »
 
Donnerstag, 17. Jänner 2019, 08:01 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich

Das Wunder Mensch in Schmiding: Neues Evolutionsmuseum ist eröffnet

KRENGLBACH. Vom Neandertaler bis zum Roboter: 1000 spektakuläre Exponate unter einem Dach.

Das Wunder Mensch in Schmiding: Neues Evolutionsmuseum ist eröffnet

Museum schickt Besucher auf Zeitreise zu Neandertalern. Bild: Museum, Maringer

Daheim bei Wolfgang Artmann hängt der Haussegen wieder gerade. Seine Sammlung steht nun dort, wo sie hingehört: "Endlich habe ich Platz in der Wohnung", meinte seine Ehefrau kürzlich zu dem pensionierten Mediziner. Der frühere Welser Spitalschef und Zoo-Gründer eröffnete gestern in Schmding ein weitgehend aus Privatmitteln finanziertes Evolutionsmuseum. Auf 4000 Quadratmetern zeigt Artmann die Entwicklung der Menschheit. Den Kern der Ausstellung bildet die umfassende Privatsammlung des Arztes.

Das Museum führt seine Besucher über die Stufen der menschlichen Entwicklung. Die Präsentation beginnt bei den so genannten Hominiden in der afrikanischen Savanne und endet in der Darstellung künstlicher Intelligenz. Humanoide Roboter weisen den Weg in die Zukunft.

Ägyptischer Sarg als Leihgabe

Zu sehen sind spektakuläre Exponate. Das Kunsthistorische Museum Wien verlieh dem Schmidinger Museumsmacher einen 2100 Jahre alten ägyptischen Sarg. Das seltene Ausstellungsstück besticht durch die Qualität seiner originalen Bemalung. Mit großem Aufwand fertigten Artmann und Museumsgestalter Hartwig Speta (siehe Oberösterreicher des Tages, S. 38) mit professionellen Helfern eine Nachbildung der Höhlenmalereien von Chauvet. Ein weiterer Schwerpunkt ist den indigenen Völkern von Afrika und Südamerika gewidmet. Eine Attraktion ist der im Originalzustand erhaltene Holztempel aus Java.

Künstler aus Spanien und Italien erschufen aus weichem Silikon Doppelgänger der ersten Menschen. Einer der vielen Stars des Museums ist die weltweit einzige Kopie der Riesenschildkröte "Lonesome George". Der letzte Vertreter seiner Art war vor kurzem etwa 100-jährig verschieden. Das präparierte Original ist im Naturhistorischen Museum von New York zu sehen.

Gekonnt stellen die Ausstellungsmacher eine Verbindung zu den unterschiedlichen Exponaten her. Bis hin zum Klimawandel wird gezeigt, wie sich Menschen ihrer Umgebung anpassen konnten. "Das Museum soll auf keinen Fall schulmeisterlich wirken. Mir war wichtig, dass es für jeden Besucher etwas zu entdecken gibt", sagte Artmann bei der Eröffnung.

Die Ausstellung ist ab heute für Besucher geöffnet. Infos unter www.evolutionsmuseum.at

Kommentare anzeigen »
Artikel Erik Famler 12. Mai 2017 - 00:04 Uhr
Mehr Oberösterreich

Führerscheinloser Lenker transportierte Freundin im Kofferraum

GRAMASTETTEN. Einen Mühlviertler, der ohne Führerschein am Steuer saß, erwischte die Polizei am ...

Vermisster 84-Jähriger in Traun gefunden

TRAUN. Weil ein 84-jähriger Bewohner eines Seniorenheims in Traun vermisst wurde, erstattete eine ...

Kein Bett frei: "Spital schickte uns mit verletztem Kind weg"

RIED/ WELS/KEMATEN. Mit ihrem verletzten und weinenden Kind aus dem Krankenhaus weggeschickt zu werden, ...

Messerattacke auf Frau: Verdächtiger stellte sich

ATTNANG. Jener 31-jährige Kosovare, der am Montag in Attnang seine Ehefrau mit einem Messer verletzt ...

Mit Sprengstoff aus der Luft gegen Lawinengefahr

GOSAU/LINZ. Bis morgen weiter schaufeln auf den Dächern von Gosau heißt es für 180 Rekruten der Garnison Ried.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS