Lade Inhalte...

Oberösterreich

AC/DC: Trotz strömenden Regens kein Kurzschluss

Von nachrichten.at/heb   23. Mai 2010 01:20 Uhr

AC/DC rockten, was das Zeug hält

Bildergalerie ansehen

Bild 1/22 Bildergalerie: AC/DC rockten, was das Zeug hält

WELS. Der kleine, große Mann stand unter Strom: Angus Young, Leadgitarrist und Wahrzeichen von AC/DC, zog Samstagabend vor fast 100.000 durchnässten Fans eine elektrisierende Show ab. Der fast 60-Jährige zelebrierte gemeinsam mit Sänger Brian Johnson den Hardrock.

Zum Aufwärmen ein paar neue Songs vom aktuellen Album, doch so richtig heizten die AC/DC-Klassiker, mit denen die australische Band berühmt geworden ist, den fast 100.000 Fans ein. "Thunderstruck", "Hells Bells" - das wollte das Publikum hören. Das Gros ist mit der Band älter geworden. Die Jugend blieb außen vor.

Die Jugend blieb außen vor? Nein, das traf für einen nicht zu: für den Mann in der Schuluniform. Angus rockte, sprang, tanzte, hüpfte, zog Grimassen, dass die Menge staunte. Der gebürtige Schotte stand unter Starkstrom. Dass es trotzdem keinen Kurzschluss gab, dürfte so manchen verwundert haben. Denn just kurz nach Beginn der Show öffnete der Himmel seine Schleusen und ergoss sich über die Masse, die sich das herrliche Konzert nicht vermiesen ließ.

Nach einem elektrisierenden Solo vom Bandchef, den Zugaben "Highway to Hell" und "For those about to rock" verabschiedeten sich die Australier nach zwei sensationellen Stunden.  

Gar nicht so sensationell war die Organisation des Mega-Konzerts. Ö3 frohlockte am Nachmittag, dass es keinen Stau in und um Wels gebe, das Vorhaben, das erste Öffi-Open-air zu veranstalten, aufgegangen sei. Tausende sahen's anders. Fußmärsche dauerten zwischen 25 und 60 Minuten vom Parkplatz zum Konzertgelände. Selbst Rollstuhlfahrer mussten vom offiziellen Behindertenparkplatz 20 Minuten rollen ehe der Eingang zum Festivalgelände erreicht war. "Eine Zumutung", befanden verärgerte Fans.

Nach dem Ende schoben Fans aufgestellte Zäune zur Seite, kletterten über Zäune, marschierten zu Tausenden über Wiesen, die nicht als Weg vorgesehen waren. "Ein Chaos, die Weg-Organisation", schimpfte ein Fan.

Zudem war das Konzertgelände viel zu schmal. Reihen von Merchandising- und Bierstandln nahmen die Sicht in dem engen "Schlauch". Im hinteren Teil konnte das Konzert ausschließlich über die riesigen Vidi-Walls verfolgt werden. Das Ärgernis dabei: Ton und Bild waren nicht synchron, sondern untereinander um etwa eine Sekunde zeitversetzt. Was den Spaß an dem an sich starken TV-Bild (Super, Regisseur!) minderte. Technisch lässt sich eine derartige Zeitverzögerung leicht angleichen.

Eine Schlussmeldung der Welser Polizei von Sonntag, 0:50 Uhr:

Verkehrslage:
ÖBB setzt 12 Sonderzüge in alle Fahrtrichtungen ein. Kapazität von 350 bis 1.400 Personen. Insgesamt werden ca 20.000 Personen vom Bahnhof Wels durch die ÖBB befördert.
PKW- und Busverkehr strömt ohne Probleme aus dem Stadtgebiet.

Lage:
Einige Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und Ordnungsstörungen beim Verlassen des Festgeländes auf dem Weg zu den Fahrzeugen.

Hauptbahnhof Wels:
Bahnhof zur Gänze mit Personen gefüllt - Situation ruhig - die Fans verhalten sich trotz des Gedränges zivilisiert.

Festgelände:
Alle Konzertbesucher haben das Festgelände bereits verlassen.    

nachrichten.at sucht Stimme zum Konzert - posten Sie hier!

52  Kommentare 52  Kommentare

Die Kommentarfunktion steht von 22 bis 6 Uhr nicht zur Verfügung