Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

gemerkt
merken
teilen

"Es ist ein Aufbruchsfest": Katholische Aktion feierte ihr 75-jähriges Bestehen in Linz

Von Sarah Kowatschek, 09. Mai 2024, 18:09 Uhr
75-Jahr-Feier Katholische Aktion Gottesdienst Klara Csiszar
Klara-Antonia Csiszar hielt bei der Eucharistiefeier eine Ansprache. Bild: OÖN/kos

LINZ. Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) feierte am Donnerstag ihr 75-jähriges Bestehen. Hohe Vertreter aus Kirche und Politik waren im Neuen Rathaus in Linz mit dabei.

"Es geht um das Pilgern im Jetzt - deshalb lasst uns heute gemeinsam diese Wege der Dankbarkeit, des Dialogs und der Lebensfreude gehen", sagt Ferdinand Kaineder, Präsident der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ) bei der 75-Jahr-Feier der offiziellen Laienorganisation der katholischen Kirche am Donnerstag im Neuen Rathaus in Linz. Rund 300 Gäste aus den verschiedenen Teilorganisationen, der Kirche und der Politik feierten an Christi Himmelfahrt gemeinsam.

"Es ist ein Aufbruchsfest", sagt Theologin Klara-Antonia Csiszar in ihrer Ansprache während der Eucharistiefeier am Vormittag. Der Umbruch hin zu Synodalität - also einer Kirche des Miteinanders - sei laut Papst Franziskus "der Weg, den Gott sich von der Kirche des 3. Jahrtausends erwartet". Synodalität sei laut Csiszar „die Voraussetzung für einen neuen missionarischen Aufbruch der Kirche, für einen neuen Schwung, der das ganze Volk Gottes miteinbezieht“. Sie erinnert daran, dass die KA auch andere Töne aus Rom kenne, „Töne der Zurechtweisung, Töne des Misstrauens“. „Ihr wart oft in der Geschichte zu früh dran und habt ähnlich wie die Propheten viel aushalten und Geduld lernen müssen. Doch ihr seid nicht müde geworden und kündigt nun – synchron zu Rom – einen Aufbruch an“, sagt die Theologin.

Mehr zum Thema
Klara Csiszar
OÖNplus Oberösterreich

„Die Möglichkeit, dass Frauen zu Diakoninnen geweiht werden dürfen, wird kommen“

LINZ/ROM. Theologin Klara-Antonia Csiszar spricht im Interview über die Weltsynode und eine mögliche Zukunft der Kirche.

Die Überzeugung der Anwesenden für die Katholische Aktion und ihre Teilorganisationen, wie etwa die Katholische Jungschar und Jugend, die katholische Männer- und Frauenbewegung oder die katholische ArbeitnehmerInnenvertretung, wird während des Gottesdienstes spürbar - mit Begeisterung singen die Anwesenden die Lieder mit, klatschen und tanzen dazu. Die Dankbarkeit für die Gemeinschaft steht dabei im Mittelpunkt. Genauso wie der Weg in die Zukunft: Referatsbischof Wilhelm Krautwaschl aus Graz, der für die KAÖ zuständig ist und durch den Gottesdienst führt, sagt, dass die Frohe Botschaft zwischen Leuchtreklame und Social-Media-Blasen unterzugehen droht - das zu verhindern, sei der Auftrag. „Wenn wir ‚Tiefe und Weite‘ suchen, um Zukunft zu finden, dann müssen wir zu einer Kirche des Zuhörens und Verstehens werden.“

Politiker diskutierten über Zukunft der KA

Der Dialog, von dem KAÖ-Präsident Kaineder zu Beginn sprach, war Teil der gesamten Feier. Miteinander ins Gespräch kommen, Plätze wechseln, neue Leute kennenlernen - sei "sehr erwünscht". Über die Zukunft der KAÖ diskutierten am Nachmittag bei einem Podiumsgespräch auch Bundesministerin Leonore Gewessler (Grüne), Nationalratsabgeordneter Reinhold Lopatka (ÖVP), Nationalratsabgeordnete Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) und Bundesrat Karl Arthur Arlamovsky (Neos).  Damit waren alle Parteien, die im Parlament sitzen, vertreten - mit Ausnahme der FPÖ, die die Einladung nicht annahm, wie Moderator Michael Fahrner-Glatz sagte. Sigrid Kickingerder, Geschäftsführerin der Jungschar, stellte als Moderatorin die erste Frage: Welche Anknüpfungspunkte haben die Politiker zur Katholischen Aktion? Außer Arlamovsky waren alle bei der Katholischen Jungschar und Jugend aktiv. "Ich habe auch kurz im Kirchenchor gesungen - wir haben uns dann aber einvernehmlich getrennt, das war wohl für alle die beste Lösung", sagte Holzleitner und lacht. Auch Lopatka teilte eine Anekdote: "Ich habe mich das erste Mal als kleiner Bub in der Jungschar verliebt." 

Die Katholische Aktion solle auch in Zukunft laut bleiben für jene, die zu wenig gehört werden, sagt Holzleitner. Nur, weil der Druck aus der Zivilgesellschaft so hoch gewesen sei, sei es zu einem Kompromiss beim Lieferkettengesetz gekommen. Für jene einstehen, die es nicht können, hebt auch Gewessler als wichtig für die Zukunft der KA hervor. Und: "Weiterhin mitzumischen, anstatt den Rückzug ins Bequeme anzutreten." Das Miteinander nicht verlieren, rät Lopatka. Und Arlamovsky empfiehlt der KA, sich die Reflexionsfähigkeit zu behalten. 

Nach der Präsentation des neuen Zukunftsmanifests, in dem die KA festhält, dass sie weiterhin mit Menschen Gemeinschaften bilden, ihre Stimme erheben und Avantgarde für eine neue kirchliche Präsenz in der Gesellschaft sein will, traten die Vierkanter auf. Mit ihren lustigen Liedern brachten sie die Leute nach den ernsteren Themen zum Lachen. Damit bekam am Schluss auch die Lebensfreude - der letzte von Kaineder angesprochene Weg - noch gebührenden Platz. 

mehr aus Oberösterreich

"Ungewissheit endet": Stadtbahn-Finanzierung ist am Mittwoch im Ministerrat

Schutz für Trinkwasser in Oberösterreich wird ausgebaut

Steinschlag und Erschöpfung: 27-Jähriger vom Großen Pyhrgas gerettet

"Seit 40 Jahren treue Kundschaft der Polizei": Welser (69) angezeigt

Autorin
Sarah Kowatschek
Sarah Kowatschek
Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

0  Kommentare
0  Kommentare
Die Kommentarfunktion steht von 22 bis 6 Uhr nicht zur Verfügung.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
Aktuelle Meldungen