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Hitlergruß im Heeres-Auslandseinsatz: Prozess

Von nachrichten.at/apa, 05. Oktober 2010, 16:22 Uhr
THEMENBILD: JUSTITIA
Bild: APA

EISENSTADT. Wegen Wiederbetätigung musste sich am Dienstag in Eisenstadt ein ehemaliger Unteroffizier vor einem Geschworenengericht verantworten. Der 42-jährige Burgenländer soll während eines Auslandseinsatzes antisemitische Parolen von sich gegeben haben.

Bei einer privaten Feier wurde er laut Anklage fotografiert, als er ein T-Shirt trug, auf dem sich ein gelber Smiley mit Hitlerbart und Seitenscheitel befand. Der 42-Jährige bekannte sich sich zwar schuldig, bestritt bei seiner Befragung jedoch einige der ihm zur Last gelegten Vorwürfe. Der Prozess wurde am Dienstagnachmittag nach Abschluss der Zeugenbefragungen vertagt und soll Mittwoch fortgesetzt werden.

Der 42-Jährige, dessen Dienstverhältnis mittlerweile vom Bundesheer beendet wurde, war seit 1998 immer wieder im Auslandseinsatz gewesen - von Zypern über den Golan bis nach Bosnien und dem Kososvo - und habe "ausgezeichnete Dienstbeschreibungen" gehabt, hob sein Verteidiger hervor. Zum Vorfall mit dem T-Shirt, das ihm Kameraden geschenkt hatten, kam es im Februar 2009. Das Smiley-T-Shirt mit der Aufschrift "Welcome To Germany", das er schließlich anzog, hätten Kameraden in Deutschland mit einer Sammelbestellung "Karikaturleibchen" geordert, so der Angeklagte. Damals bei der Feier sei auch Alkohol geflossen, den die Soldaten aufgrund der Beendigung eines Auftrages erstmals seit zwei Monaten wieder konsumieren durften.

"Die Hand zum Hitlergruß erhoben"

Er habe zwar "die Hand zum Hitlergruß erhoben", das sei auf einem Foto dokumentiert. Einige der ihm angelasteten antisemitischen Äußerungen habe er jedoch "sicher nicht" getätigt. Andere Ausdrücke habe er in der Absicht verwendet, "die jüdische Hochfinanz in Amerika" zu kritisieren, verantwortete sich der Burgenländer, dem ein Halbzug mit 18 Mann unterstellt war, vor Gericht.

Ob er Nostalgie für eine Zeit empfinde, in der das Bundesheer eine höheren Stellenwert gehabt habe, wollte der Vorsitzende wissen. "Vom Soldatentum her war das in der Wehrmacht schon eine andere Liga, als das, wo Österreich jetzt spielt", meinte daraufhin der Angeklagte, der sich auch mit Fragen zu 150 Dateien auf seinem Laptop konfrontiert sah. Im Ordner mit der Bezeichnung "AH" befanden sich laut Anklage verbotene Lieder, Reden und Bilder, die unter anderem Soldaten beim Hitlergruß zeigten.

Die Bilder habe ihm ein Kamerad mit einem USB-Stick auf den Computer gespielt, rechtfertigte sich der ehemalige Unteroffizier. Den Ordner habe ihm ein Unteroffizier aus Kärnten überspielt.

"Teilweise" aufgefallen

Die Aussagen der Zeugen gestalteten sich unterschiedlich: Während einer der früheren Kameraden des Burgenländers meinte, er könnte sich nicht an antisemitische Äußerungen des Mannes erinnern, beantwortete ein anderer die Frage, ob der 42-Jährige durch Äußerungen in NS-Richtung aufgefallen sei, mit "teilweise". Ein anderer Soldat, der den Burgenländer mit dem T-Shirt sah, gab ihm den Tipp, "er soll sich eine Jacke anziehen".

Einige Zeugen bestätigten, dass sie davon gehört hätten, dass der Ex-Unteroffizier von französischen Soldaten als "Papa Hitler" bezeichnet worden war. Möglicherweise habe dies damit zu tun gehabt, dass er damals im Einsatz einen Seitenscheitel und "andeutungsweise einen Hitlerbart" gehabt habe, so einer der Männer. Französische Militärpolizisten hätten sich gerne mit dem Unteroffizier fotografieren lassen, was dem Angeklagten schließlich selbst "auf den Nerv" gegangen sei, erzählte ein weiterer Zeuge.

Am Nachmittag wurde das Beweisverfahren abgeschlossen. Am Mittwoch haben die Anwälte Gelegenheit zu ihren Plädoyers, bevor die Geschworenen mit der Beratung über das Urteil beginnen. Im Fall eines Schuldspruchs beträgt der Strafrahmen bei § 3g des Verbotsgesetzes ein bis zehn Jahre Haft.

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9  Kommentare
9  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
feuerkogel (6.578 Kommentare)
am 05.10.2010 22:47

..wieder mal archiviert und den abendlichen onlin-lsern vorenthalten?
werd wieder mal meinen verdacht nicht los.

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feuerkogel (6.578 Kommentare)
am 05.10.2010 22:49

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am 05.10.2010 22:54

Wow, wurde Dir schon wieder Unrecht angetan oder hast Du schreibenderweise das Handerl wieder zum Gruß erhoben ?

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feuerkogel (6.578 Kommentare)
am 05.10.2010 23:07

..nur wegen dir wieder vorgekramt. die "auserwählten" sind doch deine busenfreunde. oder nicht?

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( Kommentare)
am 05.10.2010 23:15

Ja, die "Auserwählten" haben es mir wahrlich angetan, besonders der ExZuhälter Lieberman, der jetzt den Aussenminister spielen darf.

Aber der lässt sich in Österreich kaum blicken, die Bundesregierung schickt ja ohnehin jedes Jahr beträchtliche Summen in den Judenstaat, um die Sünden unserer VorVorVäter zu tilgen.

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wien3 (4.596 Kommentare)
am 05.10.2010 23:21

"die Bundesregierung schickt ja ohnehin jedes Jahr beträchtliche Summen in den Judenstaat, um die Sünden unserer VorVorVäter zu tilgen."

Recht so... Vom deinem postings her wissen wir dass du eh so für strengere Strafen bist für alle Verbrechern, ganz besonders Ausländer... also, zahl die Zecke und hör auf zum Sudern

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feuerkogel (6.578 Kommentare)
am 05.10.2010 23:37

...dazu sind wir ja durch die kollektivschuld sowieso bis in alle ewigkeit verpflichtet, sondern um die ungerechtigkeit, dass einer die wahrheit sagt eingsperrt werden soll und ein herr berlusconi für judenwitze noch applaus bekommt. stell dir mal vor, sowas würde egal von wem, in unseren parlament passieren.
dann hätten wir schon die 3 weisen aus brüssel in wien, der gilftpilz würde sofort einen untersuchungs-ausschuss fordern und unsere demokratie wäre in den grundfesten erschüttert. und unser clositzer würde sofort eine entschuldigungsreise nach israel antreten (müssen).

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feuerkogel (6.578 Kommentare)
am 05.10.2010 18:33

berlusconi wird mit applaus belohnt, wenn er judenwitze im parlament von besten gibt. und einen burgenländer droht eine jahrelange haftsrafe wenn er über die wallstreet-juden die wahrheit sagt.

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wien3 (4.596 Kommentare)
am 05.10.2010 16:47

H.C. muß stolz sei...

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