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Die SP und der Boulevard: Eine schmierige Geschichte

Das Verhältnis der SPÖ zu Wegwerfzeitungen war immer schmierig. Unter Faymann wurde der Boulevard hofiert und subventioniert, dafür hätschelte man ihn als „Austro-Obama“. Geholfen hat es ihm nichts.

Christian Kern Bild: (APA/HERBERT PFARRHOFER)

Sein Nachfolger Kern hatte gute Vorsätze, die im Regierungsalltag rasch vergessen waren. Boulevardblätter wurden weiterhin reichlich mit Steuergeld bedacht – bis ein Zeitungsmacher zu weit ging. In einem Druckwerk, das (leider) den Namen der Republik tragen darf, wird derBundeskanzler seit Tagen geschmäht. Jetzt streicht ihm Kern die (Partei-)Inserate.

Das sieht nach Mut aus, zeigt aber Wankelmut. Bei anderer Gelegenheit („Poller“ am Ballhausplatz) folgte Kern dem Boulevard.

Über mit Steuergeld bezahlte Einschaltungen in Boulevardblättern kann, nein: muss man diskutieren. Grundlage darf aber nicht das Empfinden eines Politikers sein. Gefragt sind klare Qualitätskriterien, etwa: Eine Zeitung, die sich nicht an den Verhaltenskodex des Presserates hält, bekommt kein Inserat aus Steuergeld. Punkt.

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Artikel Christoph Kotanko 27. September 2017 - 09:31 Uhr
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