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Wolfgang Winkler: Der Klangwolken-Begleiter

Der Klangwolken-Begleiter

Brucknerhaus-Chef Wolfgang Winkler Bild: R. Winkler

Alljährlich wünscht er mit sonorer Stimme dem Publikum im Linzer Donaupark einen „schönen Abend“ bei der Klangwolke: Wolfgang Winkler, seit 1998 künstlerischer Leiter im Linzer Brucknerhaus. Die diesjährige Klangwolke, die 30. Visualisierte, gehört zu den bestbesuchten – den Rekord hält noch immer jene aus dem Jahr 1984 zur Musik von Pink Floyd. In welche Richtung es nächstes Jahr, bei seiner letzten Klangwolke vor der Pensionierung im März 2013, gehen wird? „Wir denken mit dem Ars Electronica Future Lab intensiv darüber nach.“ Das wird dann die insgesamt 70. Klangwolke, die er mitbetreut – die klassische und die Kinderklangwolke mit eingerechnet.

Die Klangwolke sei „ein absoluter Fixpunkt für Linz“. Weniger aber das Brucknerfest: Dabei müsse es Synergien zwischen dem Musiktheater und dem Brucknerhaus geben, ist Winker überzeugt. Wolfgang Winkler, am 12. Juni 1945 in Graz geboren, hat Musikwissenschaften in Graz studiert, begann 1973 als freier Mitarbeiter im ORF-Landesstudio Steiermark, 1978 wechselte er nach Linz, „auch wenn viele Freunde meinten, ich sei verrückt“, weil der Ruf von Linz, außer als Stahlstadt, kein sehr guter war. Am damaligen Brucknerkonservatorium hat er das Musikwissenschaftsreferat und die Bibliothek geleitet, schon bald wechselte er in das ORF-Landesstudio Oberösterreich, war dort Mit-Erfinder der beliebten Sendung „Pasticcio“ und hat sieben Jahre lang die national ausgestrahlte Sendung „Von Melodie zu Melodie“ gestaltet.

Vom Begriff Hochkultur, wie er meist verstanden wird, hält er nicht viel: „Denn unsere Gesellschaft hat viele Hochkulturen, da zähle ich auch Rockmusik von den Rolling Stones dazu.“ Und er hält es für aberwitzig, „einen Welser-Möst anzuhimmeln und dabei zu vergessen, dass wir auch einen Thomas Mandel, einen Andi Neubauer, einen Johannes Berauer“ haben, der übrigens beauftragt wurde, ein Werk zur Brucknerfest-Eröffnung kommenden Sonntag zu komponieren.

Auch die Vermittlung ist Winkler wichtig, weshalb er immer wieder vor Veranstaltungen Künstler-Gespräche im Brucknerhaus veranstaltet, „damit die Leute wissen, was sie im Konzertsaal erwartet“.

In seiner Freizeit segelt er gerne auf dem Meer, das Tennisspielen wird jetzt „sanfter“ ausgeübt, „weil ich 40 Jahre auf den Ball draufgedroschen und damit meine Schulter beleidigt habe“. Und er kocht „gerne und ich behaupte, auch gut“. Was nicht nur seine Frau und Tochter (26), sondern auch viele Freunde genießen dürfen.

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Artikel 05. September 2011 - 00:04 Uhr
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