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Vom Glauben und Unglauben in der Kunst

Ausstellung "Bona fide" in der Berufsvereinigung.

Vom Glauben und Unglauben in der Kunst

Der Mond ist überall zu sehen. Bild: hw

Was bleibt von Religion und Glaube in unserer heutigen Gesellschaft? Auf diverse Arten nähern sich die Arbeiten der "Bona fide" betitelten Ausstellung in der Vereinigung Kunstschaffender Oberösterreichs (BVOÖ) diesem Thema. Religiöse Symbole, Gesten und Riten werden zitiert, hinterfragt oder karikiert.

Stefan Weninger geht in seinen Werken humorvoll an die Frage nach Gott und der Welt heran. Eine kitschige Bärenfigur behauptet mittels Sprechblase: "I am the universe". Auch Adriana Torres-Topaga spielt mit dem Kitsch, ihr "Gesundheitsaltar" besteht aus Puppen, Andachtsbildern, Plastikblumen und medizinischen Geräten.

Einen poetischeren Zugang hat Marie Ruprecht-Wimmer. Auf neun Fotos ist je eine Hand zu sehen, die in den Himmel und auf den Mond zeigt. Die Hände stammen von Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit. Berührend ist Andrea Tierneys Video, das von Erinnerungen an das Aufwachsen in streng katholischer Umgebung erzählt. "Als ich ein Kind war", heißt die Animation, die vom ersten kindlichen Hinterfragen der Religion und ihrer Zwänge handelt.

Die von Katharina Acht und Violetta Wakolbinger kuratierte Ausstellung mit 16 Werken von 13 beteiligten Künstlern schafft es, einen Bogen zwischen poetischer, philosophischer und ironischer Auseinandersetzung mit einem nicht einfachen Thema zu spannen. (hw)

Ausstellung "Bona fide", bvoö, OÖ Kulturquartier, bis 28. 4., Mo-Fr 15–19, Sa 13–17 Uhr

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Artikel 15. April 2016 - 00:04 Uhr
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