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"Cloud Atlas": So wird Tom Hanks 500 Jahre alt

Die Geschichte von „Cloud Atlas“ („Wolkenatlas“), verfilmt nach dem Bestseller von David Mitchell, erstreckt sich über 500 Jahre. Drei Regisseure packten zu: Tom Tykwer sowie Lana und Andy Wachowski.

So wird Tom Hanks 500 Jahre alt

Der Oscar-Preisträger an der Seite von Halle Berry, die ebenfalls in sechs Figuren schlüpft. Bild: Warner Bros.

Hauptdarsteller und Oscar-Preisträger Tom Hanks spielt sechs Rollen. Die OÖNachrichten sprachen mit dem 56-Jährigen.

OÖNachrichten: Die filmische Reise beginnt 1846 auf einem Schiff im Pazifik und endet 2346 mit einem Sonderling, der sich in einer post-apokalyptischen Welt mutig gegen übernatürliche Kräfte stellt. Der Film behauptet, dass es zwischen Menschen, die in verschiedenen Zeiten leben, geheimnisvolle Fäden gibt. Oder nennen wir es Seelenwanderung. Glauben Sie an so etwas?

Tom Hanks: Nein, absolut nein! Ich glaube, wir alle müssen unsere Entscheidungen hier und heute treffen. Natürlich habe auch ich mich viele Male gefragt, wie wir hierhergekommen sind, ob das Leben endlich ist oder wir in einer anderen Lebensform weiterexistieren. Ich mochte mich aber nie auf die Reinkarnation festlegen.

OÖNachrichten:  Auf welche Philosophie sind Sie dann gekommen?

Tom Hanks: Dass es keine grundlegende Antwort gibt. Ich konnte nur für mich entscheiden. Ich sehe in „Cloud Atlas“ aber auch einen anderen roten Faden. Jeder von uns steht immer wieder vor Entscheidungen, die oft innerhalb von Sekunden getroffen werden müssen. Manchmal fallen sie im Unterbewusstsein. Hier geht es um Entscheidungen, die Auswirkungen auf das Leben von Menschen haben, wenn wir schon längst tot sind. Und wir beobachten in den einzelnen Episoden die Momente der Erleuchtung und Erkenntnis, wir sehen die Reise, die sie alle antreten. Und einem stimme ich ja, bei all meiner Skepsis, zu: Die Welt, die wir schaffen, wird das Leben unserer Nachfahren beeinflussen.

OÖNachrichten: Sie spielen sechs Rollen. Wie war es, immer wieder ein neues Gesicht zu bekommen?

Tom Hanks: Oft wurden wir für einen Drehtag neun Stunden geschminkt, standen aber nur vier Stunden vor der Kamera.

OÖNachrichten: War das nicht manchmal verwirrend?

Tom Hanks: Und ob! Einmal sah ich aus dem Make-up eine Dame kommen. Ich dachte, es sei eine neue Kollegin und wollte besonders freundlich sein. Ich sagte einige ermutigende Worte. Da drehte sie sich um und fragte: „Erkennst du mich nicht? Ich bin es, Halle Berry“.

OÖNachrichten: Sie tragen derzeit Schnurrbart?

Tom Hanks: Ich mag ihn nicht, er ist furchtbar und erschreckt meine Kinder. Aber ich drehe derzeit in Hollywood „Saving Mr. Banks“. Da bin ich Walt Disney. Disney ohne Schnurrbart geht leider nicht.

OÖNachrichten: Nach Ihrem Auftritt in „Wetten, dass …?“ waren Sie nicht unbedingt begeistert?

Tom Hanks: Ich habe nicht geschimpft, sondern mir ironische Anmerkungen erlaubt. Etwa über die Länge der Show. Das würde in den USA kein Moderator oder Produzent überleben. Über einen sackhüpfenden Showmaster. Über einen, der in einem merkwürdigen Kostüm antanzt, und über den dir ins Ohr gesagt wird: „Der ist lustig!“ Diese Show war ja länger als unser Film, und der ist schon sehr lang. Und rund um uns schien eine Mauer zu stehen, wir konnten nicht raus!

OÖNachrichten: Würden Sie wieder zu „Wetten, dass ...?“ kommen?

Tom Hanks: Kann sein, aber nur, wenn sie mir keinen Kiddy-Cat-Hut mehr aufsetzen.

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Artikel Ludwig Heinrich aus Berlin 13. November 2012 - 03:56 Uhr
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