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Slow Food

Afrikanisches Lebensgefühl

Von Philipp Braun   17. Juni 2018 14:54 Uhr

Die Gemeinschaften aus Kenia leben die Slow Food Philosophie.

Der Garten ist voll mit reifen Avocados. Daneben strecken Kaffeesträucher ihre Äste in Sonne. Bald verfärben sich die grünen Kirschen rot, werden abgeerntet, ehe sie danach zu köstlichem Kaffee veredelt werden, für den Kenia bekannt ist. John Kariuki, Absolvent der Slow Food Universität und Beirat von Slow Food International sieht in dem Garten neben der Produktion von genussvollen Lebensmitteln auch ein „learning center“ für die örtliche Bevölkerung. „Wir wollen um die heimische Biodiversität fördern, aber wir möchten auch Menschen dabei unterstützen, wie sie ihre eigene Hausgärten ohne den Einsatz von Pestiziden pflegen können.“

10.000 und ein Garten

Die Slow Food Gärten sind ein zentrales Projekt von Slow Food, um auf den Verlust der Vielfalt aufmerksam zu machen und Wissen für heimisches Saatgut zu bewahren und weiter zu entwickeln. Und schlussendlich Ernährungssicherheit und Souveränität gewährleisten kann. 2011 starte Slow Food das erste Projekt. Mittlerweile wurden 3072 Gärten in 35 Ländern gepflanzt. Mehr als 80.000 Menschen sind involviert, darunter 50 Agrarökonomen.

Ein Blick in die strahlenden Augen der Menschen reicht aus, um zu sehen, mit welcher Leidenschaft, Freude und Herzblut Dinge angepackt werden. Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer. Alle treten sie gemeinsam für eine bessere Zukunft ein. Stets mit einem ansteckendem Lächeln im Gesicht. Diese gelebten Gemeinschaften nimmt sich Slow Food International selbst zu Herzen, und entwickelt ein neues System der Partizipation.

Internationales Slow Food Treffen

Von 14. bis 17. Juni trafen sich mehr 50 Vertreter aus 40 Ländern und fünf Kontinenten in Nairobi, um über die Zukunft von Slow Food zu diskutieren. Die bereits vor einem halben Jahr beschlossene Ausrichtung, noch offener und noch inklusiver zu sein, wurde bestärkt. „Wir sind kein exklusiver Verein, oder eine NGO, die abgeschottet agiert. Wir sind auch kein Gourmetclub oder eine Vereinigung von Umweltschützern. Wir müssen eine weltweite Gemeinschaft sein, die für alle da ist. Denn Essen ist ein Recht für alle“, sagte Präsident Carlo Petrini.

Aus diesem Grund wurde beim Internationalen Treffen ein Dokument verabschiedet, welches Menschen die Möglichkeit gibt, eine Slow Food Gemeinschaft zu gründen, die unabhängig von Vereinsstrukturen agiert. Denn Slow Food will offen für alle sein. Unabhängig vom beruflichen Hintergrund, der finanziellen Situation oder dem Land (inklusive Kultur), in der man lebt.

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