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Klima-Vorgaben für Häuser: Forscher sieht "Zielkonflikt"

Von Alexander Zens, 26. Dezember 2023, 07:14 Uhr
Klima-Vorgaben für Häuser: "Klarer Zielkonflikt"
Energieverbrauch muss gesenkt werden, aber kein Sanierungszwang. Bild: colourbox.de

WIEN/BRÜSSEL.Die EU-Gebäuderichtlinie ist auf Schiene; der Forscher Wolfgang Amann sieht das grundsätzlich positiv, aber man müsse auch die Bevölkerung mitnehmen.

Vertreter des Europaparlaments, der EU-Staaten und der Kommission haben sich im Dezember auf strengere Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden geeinigt. Konkret sollen die Mitgliedsstaaten den Energieverbrauch des Wohngebäude-Bestands im Schnitt bis 2030 um 16 Prozent und bis 2035 um 20 bis 22 Prozent senken. Wie, bleibt ihnen im Wesentlichen überlassen.

Einen individuellen Sanierungszwang bei privaten Häusern soll es, anders als zwischenzeitlich von einigen befürchtet, nicht geben. So hatten Eigentümerverbände vor einem dramatischen Wertverlust gerade bei älteren Gebäuden gewarnt. In Brüssel hatte man hingegen betont, dass sich Renovierungen und weniger Energieverbrauch auf lange Sicht auszahlten.

Die EU-Kommission hatte vor knapp zwei Jahren ihren Vorschlag für die Gebäuderichtlinie gemacht. Der jetzigen Einigung müssen die EU-Institutionen noch formal zustimmen.

Klima-Vorgaben für Häuser: "Klarer Zielkonflikt"
Laut IIBW-Leiter Wolfgang Amann wäre eine Zweckwidmung geeignet zur langfristigen Finanzierung von leistbarem Wohnbau. Bild: IIBW

"Wir sehen hier einen klaren politischen Zielkonflikt", sagt dazu Wolfgang Amann, Leiter des Instituts für Immobilien, Bauen und Wohnen (IIBW) in Wien: "Einerseits Klimaschutz, andererseits das politische Risiko, dass ein großer Teil der Bevölkerung nicht mitzieht." Es bestehe kein Zweifel, dass der Gebäudesektor vergleichsweise einfach dekarbonisierbar sei, ohne Wohlstandsverluste, sogar mit zusätzlichen Impulsen für die Bauwirtschaft, sagt Amann: "Gleichzeitig müssen wir demokratiepolitisch damit umgehen, dass viele Menschen die gemeinsame Erzählung, die unsere Elterngeneration noch geeint hat, nicht mehr glauben. Es steht zu befürchten, dass Regeln der EU zu einem Feindbild werden können. Das trifft auch auf die Gebäuderichtlinie zu."

Die vorgesehenen Regeln seien vernünftig, aber vor allem in Bezug auf das Ziel der Dekarbonisierung, sagt Amann: Das Ziel, die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung mitzunehmen, sei nur erreichbar, "wenn nicht nur Experten, sondern auch besorgte Bürger, engagierte Bürgermeister und die Kommunalpolitik dafür eintreten." 

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Autor
Alexander Zens
Redakteur Wirtschaft
Alexander Zens
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20  Kommentare
20  Kommentare
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nichtschonwieder (7.310 Kommentare)
am 25.12.2023 19:48

Die Leidtragenden sind in erster Linie die privaten Häuslbauer.
Die müssen als Erste di Krot fressen.

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reibungslos (14.244 Kommentare)
am 25.12.2023 14:18

Wo ist das Problem? Wir bauen bis 2030 alle Häuser neu. Dank KI ist das zu schaffen.

*Vorsicht Sarkasmus*

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dachbodenhexe (5.502 Kommentare)
am 24.12.2023 17:34

Was ist mit "Dekarbonisierung" gemeint ?

Bedeutet die, dass wir keine Holzfeuerung mehr installieren und haben dürfen? Was ist wenn der Strom ausfällt ?

Dies würde uns total an die Energieversorger ausliefern, daher darf es nicht sein !

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Wolfgang-Ra (272 Kommentare)
am 25.12.2023 18:11

Wenn der Strom ausfällt, funktioniert eine moderne Ölheizung und Gasheizung auch nicht.

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dachbodenhexe (5.502 Kommentare)
am 25.12.2023 20:39

@WOLFGANG-RA aber der Kachelofen und der Kaminofen funktioniern dann auch immer noch bestens!

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Zeitungstudierer (5.504 Kommentare)
am 24.12.2023 16:41

Wenn die Brüsseler Bürokraten meinen, picken wir uns das Erdöl eben in Form von Styropor and die Wände, Decke und Fußboden, anstatt es zu verheizen.

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (25.514 Kommentare)
am 25.12.2023 12:30

Im Brenner macht es fluff und ist weg, an der Fassade spart es über Jahrzehnte Energie.
Ab Jänner wird ökologisches Dämmmaterial übrigens stärker gefördert.

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2020Hallo (4.232 Kommentare)
am 24.12.2023 08:57

Wenn man nun schon baut ist ein Plusenergiehaus KEIN finanzielles Problem mehr! 15.000 Euro dazu und es passt!

Baute auch vor einem Jahrzehnt mit viel sparen ein Niedrigstenergiehaus mit Lüftung und machte mit Photovoltaik vor einigen Jahren ein Plusenergiehaus daraus, es geht ganz leicht!

Würde wieder so tun!

Dafür stehen in der Garage „nur“ 1 Mittelklassewagen und 1 Kleinwagen, man muss halt Prioritäten setzen - man - frau wohnt auch nicht im Auto!
Viele möchten halt mit einer fetten Karre vor dem Haus das mangelnde Selbstbewusstsein aufplustern!

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Alfred_E_Neumann (6.751 Kommentare)
am 24.12.2023 12:04

Beim Neubau war es ohnehin nie ein Problem, am Stand der Technik zu sein.

Aber beim Sanierungszwang bei privaten Häusern wird es schwer. Da geht es schnell um 100.000 - 250.000 EUR, wenn man den Richtlinien folgt und das können sich nur wenige einfach so leisten. Auch wenn man bei Auto spart.

Und wenn der Private dann sieht, dass Geld bei öffentlichen Gebäuden keine Rolle spielt, aber nicht einmal die Richtlinien eingehalten werden, dann wird es große demokratische Probleme geben. Siehe Parlamentsumbau in Wien oder Milliardengrab der neuen Büros in Brüssel.

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c.sainz (1.259 Kommentare)
am 26.12.2023 11:33

Was viele nicht sagen und auch nicht wahr haben wollen ist, dass es viele Häuser gibt die derzeit einen Wärmebedarf von ca € 2.000,-- im Jahr haben. Selbst wenn man nun 100% einsparen kann braucht man dann zwischen 50 und 100 Jahre, dass sich das ganze amortisiert.

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glingo (4.895 Kommentare)
am 26.12.2023 16:36

Wenn sie so denken, dann ist es am besten sie Wohnen in einer Mietwohnung.

Ein Haus wird sich nie rechnen.
Nur im Zuge einer Renovierung, Sanierung sind soche Dinge zwingend notwendig.
Was bei jedem Haus zwangläufig gemacht werden muss, oder eine Generation macht nichts dafür muss die nächste Generation desto mehr investieren.

Bei einem Haus muss ständig was gemacht werden, um den Wert des Hauses zu erhalten oder zu steigern damit die kommende Genartaion weiter machen kann.

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Joob (1.281 Kommentare)
am 24.12.2023 08:29

Als ich 1988 das Dachgeschoss mit 30 cm isolierte, wurde ich für dumm gehalten.
Gewisse Leute wehren sich immer gegen Neuerungen, weil sie nicht weiter blicken wollen. ZB. starke Stromleitungen

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2020Hallo (4.232 Kommentare)
am 24.12.2023 08:51

👍

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Alfred_E_Neumann (6.751 Kommentare)
am 24.12.2023 12:04

Vorausschauen ist niemals ein Fehler.

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teja (5.752 Kommentare)
am 24.12.2023 12:43

Habe mein 50 Jahr altes Haus 2000 thermisch saniert, viele haben mich als grünen spinner ausgelacht. Im Sommer wen es sehr heiß ist und im Winter wen es kalt lache jetzt ich.

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dalli18 (2.837 Kommentare)
am 24.12.2023 14:04

Erinnert mich auch an ein Erlebnis: Also wir vor 13 Jahren freiwillig auf (damals noch relativ teure) LED-Lampen gesetzt haben - haben das viele gar nicht verstehen können/wollen, dass das einen Sinn macht.
Genauso gibt es eine breite Masse, die Vorurteile gegen E-Autos hat. Wobei E-Autos sich sowieso nicht für alle eignen - aber das ist eine andere Sache.

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dachbodenhexe (5.502 Kommentare)
am 24.12.2023 17:31

@DALLI18 die LED Lampen sind zwar sehr energiesparend, habe sie auch selbst im Einsatz allerdings ist die Lichtfarbe nicht so angenehm als bei herkömmlichen Glühlampen. ich werde daher im kommenden Jahr eine Solaranlage mit Speicher installieren und dann ist der höhere Leistungsverbrauch der herkömmlichen Glühlampen vernachlässigbar (Sonnenstrom) und ich werde wieder zu diesen zurückgehen.

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angerba (1.456 Kommentare)
am 25.12.2023 09:15

Die gibt es nicht mehr zu kaufen....

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alex4490 (105 Kommentare)
am 25.12.2023 13:52

Und LEDs gibt's auch in Warm-Weiß.

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sagenhaft (2.042 Kommentare)
am 26.12.2023 21:08

Wozu mehr Stromleitungen? Fuer die die PVAnlagen und Strimautos haben muss ein separates Stromnetz gebaut werden, unser Haushaltsstromnetz sollen die in Ruhe lassen🕋

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