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Ökologisch Reisen: Zug um Zug weit weg vom Flug

Von Bernhard Lichtenberger, 03. Februar 2023, 13:28 Uhr
Zug um Zug weit weg vom Flug
Christoph Mülleder re Bild: VOLKER WEIHBOLD

Der Mühlviertler Reiseveranstalter "Weltanschauen" bleibt mit seinen sozial-ökologischen Touren auf dem Boden.

Wenn es ums Reisen geht, fliegt Christoph Mülleder nicht aufs Fliegen. Der Gallneukirchner organisiert mit "Weltanschauen" sozial-ökologische Reisen, die darauf ausgerichtet sind, dass seine Kunden möglichst auf dem Boden bleiben. Da der Weg zum Zielort den größten Anteil am CO2-Budget eines Urlaubs ausmacht, sollte auf das Flugzeug verzichtet werden. Wer nachhaltig unterwegs sein möchte, versage sich Wochenend-Trips nach London oder den Einkaufs-Quickie in New York.

Fernweh zwingt in die Luft, "und wenn es schon weit weg geht, sollte man sich länger Zeit nehmen, um in ein Land einzutauchen, wenigstens drei Wochen", sagt der 56-jährige Spezialist für nachhaltiges Reisen. Im Vorjahr war unter seinen 25 Angeboten nur eine Flugreise – die führte nach Uganda. Der dadurch verursachte CO2-Ausstoß wurde mit einer Zahlung an ein Umweltschutzprojekt der Universität für Bodenkultur Wien und der Caritas in Uganda (gemeinschaftliche Biogasanlagen) kompensiert.

Heuer verzichtet "Weltanschauen" gänzlich auf den Flugverkehr. Drei Viertel der klimafreundlichen Reisen werden in Zügen erfahren, ein Viertel bedient sich des Transportmittels Bus, "da es in Südosteuropa noch recht mühsam ist, auf der Schiene unterwegs zu sein", sagt der Mühlviertler.

Schlimm findet der promovierte Wirtschaftswissenschafter, dass Billigflieger, "die nicht nur unökologisch, sondern auch von den Arbeitsbedingungen miserabel sind", Zug oder Auto preislich ausstechen. "Da müsste man einen gesetzlichen Riegel vorschieben und zusätzlich bepreisen. Kerosin wird nach wie vor nicht besteuert, wie mächtig müssen die Fluglinien sein?", fragt sich der Gallneukirchner. Außerdem müsse es einfacher werden, zu günstigen Zugtickets zu kommen, wozu es eines einheitlichen europäischen Buchungssystems bedürfe. "Die ÖBB-Sparschiene von Linz nach Paris kann ich am Bahnhof oder im Internet kaufen. Will ich aber etwa weiter nach Bordeaux, können mir das die ÖBB nicht verkaufen, auch nicht eine Verbindung nach London", sagt der leidenschaftliche Bahnfahrer, der die vielen Varianten des Interrailtickets und für Reisen und Ausflüge in Österreich das Klimaticket schätzt.

Die Welt ließe sich auch zu Fuß anschauen, "da nimmt man am meisten wahr", erklärt Christoph Mülleder. Und wer behauptet, dass es daheim nichts Interessantes zu entdecken gibt? "Ich bin jedes Jahr weitwandernd unterwegs, ein paar Mal von der Haustür weg. In der Corona-Zeit bin ich in drei Wochen die rund 400 Kilometer von Gallneukirchen bis nach Eibiswald an der slowenischen Grenze gegangen. Meine Frau hat mich bis Mariazell begleitet. Das war eine meiner schönsten Reisen, bei der ich viele Menschen kennengelernt habe", sagt der "Weltanschauen"-Anbieter. 

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Bernhard Lichtenberger
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7  Kommentare
7  Kommentare
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nichtschonwieder (8.835 Kommentare)
am 05.02.2023 10:49

Sie lasen eine unbezahlte Werbeeinschaltung.

Hoffentlich bietet er auch keine Kreuzfahrten an, denn sonst wird das nix mit dem ökologisch reisen. Ausser mit dem Ruderboot.😯

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oTTo001 (1.120 Kommentare)
am 06.02.2023 13:56

Ich finde es nicht schlecht, wenn sie solche Unternehmen hingewiesen wird. Die meisten von uns (ich leider auch) fliegen eh noch viel zu blauäugig durch die Welt. Eigentlich sollten wir das ändern.

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oTTo001 (1.120 Kommentare)
am 06.02.2023 13:57

Auf solche...

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westham18 (4.557 Kommentare)
am 05.02.2023 10:46

Na ja, ob man sich ohne Fluganreise "die Welt anschaun " kann, ist eine eigene Frage, aber jeder, wie er/sie glaubt.....😉💥

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cenodoxophylax (427 Kommentare)
am 07.02.2023 14:40

Flugreisen sind kein Menschenrecht.

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westham18 (4.557 Kommentare)
am 08.02.2023 13:48

Mir ist KEIN diesbezügliches Verbot bekannt.... 🤦‍♂️

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cenodoxophylax (427 Kommentare)
am 09.02.2023 14:08

Muss ja nicht alles verboten sein, Vernunft und Einsicht könnten auch reichen.

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