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Passivhaus geht bei Olympischen Spielen in Vancouver an den Start

06. Februar 2010 00:04 Uhr

Passivhaus geht bei Olympischen Spielen in Vancouver an den Start
Das Österreich-Haus in Whistler/Vancouver ist ein energieeffizientes Passivhaus.

WIEN/VANCOUVER. Zum ersten Mal werden Österreichs Skifahrer ihre Medaillen in einem Österreich-Haus feiern, das in Passivhaus-Bauweise errichtet ist. Für die Passivhaus-Branche ist das eine große Chance.

Geballte Aufmerksamkeit erhoffen sich die Mitglieder der IG Passivhaus Österreich von der erhöhten Medienpräsenz der Wintersportler. Das Österreich-Haus dient bei olympischen Spielen traditionell als Kommunikationszentrum für Vertreter der Wirtschaft, der Politik, der Medien. Die Marke Passivhaus erreiche allein durch die ORF-Übertragungen im Schnitt geschätzte 1,4 Millionen Zuseher.

Das energieeffizienteste Gebäude, das je bei Olympischen Spielen errichtet wurde, soll internationales Aushängeschild für die gesamte Branche sein, erhofft sich Günter Lang, Geschäftsführer der IG Passivhaus mit 320 Mitgliedern. Damit könne man die Vorreiterrolle Österreichs bestätigen.

Vorreiterrolle präsentieren

Diese Position Österreichs im Bau von energieeffizienten Gebäuden untermauert der Vergleich mit Deutschland. Pro Einwohner wurde in Österreich beinahe zehn Mal so viel Passivhausfläche realisiert wie in Deutschland, dem Zweitgereihten in der Länderliste weltweit.

In Österreich trägt vor allem der gewerbliche und industrielle Bau zum Wachstum in dieser Branche bei, weniger die Einfamilienhäuser. Auch in der Wirtschaftskrise, die die Branche ganz gut durchstanden habe, so Lang, seien die Mitgliedsbetriebe „sehr gut ausgelastet“.

Um den Aufmerksamkeitseffekt, den man sich von den Olympischen Spielen erwartet, auch nutzen zu können, plant der Verband, eine weltweite Datenbank im Internet über Passivhäuser zur Verfügung zu stellen. Diese soll in eineinhalb Monaten online gehen.

Das Österreich-Gebäude ist in Holzbauweise errichtet und umfasst eine Nutzfläche von 250 Quadratmetern. Den architektonischen Entwurf hat Martin Treberspurg gesponsert. Fünf Mitglieder der Branchenvereinigung haben das Projekt konzipiert und errichtet.

Haus wird nicht abgerissen

Erstmals wird das Österreich-Haus nach dem Ende der Spiele (nach den regulären Winterspielen finden vom 12. bis 21. März noch die Paralympic Games statt) nicht abgebaut, sondern der Gemeinde übergeben. Sie wirbt damit weiterhin für den Passivhaus-Standard „Made in Austria“. Denn die diesjährigen Winterspiele wurden erstmals als „Green Olympics“ ausgeschrieben, die sich der Nachhaltigkeit und dem Umwelt- und Klimaschutz verschrieben haben. Der weitere Markteintritt in Kanada und im amerikanischen Raum dürfte den österreichischen Unternehmen durch dieses Projekt erleichtert werden.

Um Passivhausstandard zu erreichen, ist eine kontrollierte Wohnraumlüftung Voraussetzung. Ein Heizungssystem muss nicht integriert sein. Die Kosten liegen laut IG Passivhaus zwei bis vier Prozent über denen eines Niedrigenergiehauses (mehr Isolierung, dafür keine Heizung). (uru)

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