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Wenn sich alles dreht

Von Valerie Hader (Text) und Antonio Bayer (Fotos), 07. Mai 2024, 15:47 Uhr
Wenn sich alles dreht
Universitätsprofessor Raimund Helbok, Moderatorin Barbara Rohrhofer (OÖN) und Uniqa-Vitalcoach Wolfgang Baierl Bild: Antonio Bayer

Gesundheitstour Schwindel: 300 Leser informierten sich im Hörsaal der Medizinischen Fakultät der JKU zum Thema

Manche haben das Gefühl, zu stürzen, bei anderen scheinen sich die Wände zu drehen, wieder andere können kaum aufstehen: Schwindel zeigt sich auf verschiedenste Weise und ist so individuell wie die Menschen selbst. Fast jeder dritte Österreicher ist in seinem Leben zumindest einmal davon betroffen.

"Auch die Ursachen sind vielfältig", erklärte Universitätsprofessor Raimund Helbok, Vorstand der Universitätsklinik für Neurologie am Kepler-Universitätsklinikum Linz, bei der OÖN-Gesundheitstour, die das Thema in den Mittelpunkt rückte.

Rund 300 Betroffene informierten sich bei dem Experten und nutzten auch die Gelegenheit, Fragen zu ihrem persönlichen Gesundheitszustand zu stellen.

"Wichtig ist, dass Schwindel rasch abgeklärt wird, damit man weiß, was dahintersteckt", sagte Raimund Helbok und empfahl eine erste Abklärung beim Hausarzt. Um eine richtige Diagnose zu bekommen, sei hier vor allem das Zuhören wichtig – wie lange dauert der Schwindel, welche Auslöser kommen infrage, welche Begleiterscheinungen gibt es?

Unbedingt abklären lassen

Generell sei Schwindel zum Glück in vielen Fällen ungefährlich. "Außer er tritt ganz plötzlich und akut auf und vergeht nicht mehr. Dann sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen", sagte der Neurologie-Primar.

Lagerungsschwindel hingegen könne man mit Gleichgewichtsübungen gut in den Griff bekommen. Denn die gute Nachricht, so Sportwissenschafter und Uniqa-Vitalcoach Wolfgang Baierl: "Auch das Gleichgewicht lässt sich trainieren." Sein Tipp: "Stellen Sie die Beine hintereinander, als ob sie auf einer Linie balancieren würden. Dann neigen Sie den Oberkörper langsam vor und zurück und schauen, ob das ohne Anhalten geht oder später auch mit geschlossenen Augen. Machen Sie die Übung immer schwerer, damit sich ein Trainingseffekt einstellt", riet er dem Publikum. "Und am besten täglich wiederholen – und zur Sicherheit einen Sessel hinstellen, an dem man sich anhalten kann, wenn’s zu wackelig wird."

Körperliche Sicherheit könne zudem Ängste nehmen. "Denn man darf nicht vergessen, dass auch die psychische Belastung bei Schwindel ein Problem für Betroffene ist. Viele wollen gar nicht mehr vor die Tür, weil sie fürchten, dass sie stürzen könnten."

Generell könne Schwindel auch psychisch bedingt sein. "Hier spricht man vom sogenannten phobischen Schwankschwindel oder "Angstschwindel", erklärte Helbok. "Dahinter verbergen sich keine organischen Ursachen, Auslöser sind hier häufig psychische Belastungen oder emotionale Konflikte."

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