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Gesundheit

"Gegen eine Krise ist keiner gefeit"

02. Dezember 2020 00:04 Uhr

"Gegen eine Krise ist keiner gefeit"
Einsamkeit ist jetzt ein großes Thema – auch bei jungen Leuten.

"Wir befinden uns seit März in einer Ausnahmesituation, in der wir uns permanent anpassen und auf Neues einstellen müssen, das zehrt an den Kräften. Das merken wir bei unseren Anrufern. Viele sind erschöpft", sagt Sonja Hörmanseder, Leiterin der Krisenhilfe, bei einer Online-Pressekonferenz.

Nun stehe mit Weihnachten auch noch eine sehr emotionale Zeit bevor, in der psychische Belastungen und auch das Gefühl der Einsamkeit zunehmen. "Viele glauben, das trifft nur Ältere, doch auch Junge leiden darunter. Das zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten. Keiner ist gegen Krisen gefeit." Umso wichtiger sei es, seine psychische Gesundheit zu stärken, sagt Sonja Hörmanseder und erklärt wie:

Der Sinn dahinter: Auch wenn wir aktuell viele Einschränkungen haben: Führen wir uns vor Augen, dass diese wichtig sind, weil wir so uns und andere vor einer Infektion schützen und in weiterer Konsequenz auch Todesfälle verhindern.

Akzeptanz: Lernen Sie, unveränderbare Situationen zu akzeptieren. Das heißt nicht, dass man sie gut finden muss, aber man spart dadurch Energie für andere Dinge, sagt Hörmanseder.

Gegen Einsamkeit: "Bleiben Sie in Kontakt mit anderen Menschen – ob telefonisch, online oder brieflich. Vielleicht gelingt es auch, alte Kontakte wieder zu aktivieren."

Das Gute sehen: Stress und Einkaufen ist nicht alles: "Ohne zynisch zu klingen: Weihnachten 2020 kann auch eine Chance sein, sich auf Wichtiges zu besinnen und unliebsame Verpflichtungen zu überdenken."

Die Krisenhilfe OÖ (ein gemeinsames Projekt von pro mente, EXIT-sozial, Rotem Kreuz und Telefonseelsorge) steht unter 0732 / 2177 rund um die Uhr zur Verfügung. (had)

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