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Gesundheit

Forscher: "Nahrung mit Vitamin D anreichern"

01. August 2018 00:04 Uhr

Forscher: "Nahrung mit Vitamin D anreichern"
Sonnenstrahlen kurbeln die Produktion von Vitamin D an.

So könnte man Mangelerscheinungen vorbeugen.

Ein Mangel an Vitamin D wird mit einer Reihe von Erkrankungen der Knochen, der Muskulatur und einem schwachen Immunsystem in Verbindung gebracht. Einige Länder haben bereits eine Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitamin D umgesetzt. Dies empfiehlt der Grazer Endokrinologe Stefan Pilz auch für Österreich.

"Unser Lebensstil, der mit einer geringen Sonnenlichtexposition einhergeht, ist hauptverantwortlich für diesen mitunter sehr gefährlichen Mangel", so Pilz, der an einem internationalen Forschungsprojekt zum Thema beteiligt ist. Vitamin D kann nur zu einem geringen Teil mit der Nahrung aufgenommen werden. In Fettfischen, Milchprodukten oder Speisepilzen kommt es vor, allerdings in einer zu geringen Konzentration.

Sonnenstrahlen kurbeln die Produktion in der Haut allerdings gehörig an. "Rund 80 Prozent des Bedarfs werden mit Hilfe von UVB-Strahlung vom Körper selbst gebildet", schildert Pilz. Neben dem Aufenthalt im Freien spielen aber auch das Alter und die Hautfarbe eine Rolle, wie viel Vitamin D produziert und im Körper gespeichert werden kann. "Vitamin D wirkt ähnlich wie Schilddrüsen- und Sexualhormone im gesamten Körper und steuert viele Gene", so Pilz.

Mediziner empfehlen Zusatz

Ein ausgewogener Vitamin-D-Haushalt sei daher besonders wichtig. Die Förderung eines gesünderen Lebensstils mit mehr Outdoor-Aktivitäten und optimaler Ernährung sei definitiv gerechtfertigt, werde den Vitamin-D-Mangel alleine aber nicht beseitigen, und es müssten auch mögliche Nebenwirkungen wie Hautkrebs mitbedacht werden, so die Autoren der Studie. In Ländern wie beispielsweise den USA, Kanada, Indien oder Finnland sei bereits eine systematische Anreicherung von verschiedenen Lebensmitteln mit Vitamin D eingeführt worden. In Finnland habe dies dazu geführt, "dass es in der finnischen Bevölkerung nahezu keine Menschen mehr gibt, welche einen Mangel mit Werten des Hydroxyvitamins D unter 12 ng/ml haben".

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