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Oberösterreichs Kochchampion

16 Kochchampions, zwei strahlende Siegerinnen und eine große Portion Liebe

Von Roswitha Fitzinger   27. Juni 2015 00:05 Uhr

Kochchampion-Gala

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LINZ. Die fünfte Auflage des OÖN-Kochchampions fand am Donnerstagabend ihren krönenden Abschluss. Silvia Zach-Fürst und ihre Tochter Carina strahlten am Ende um die Wette – "würdige Sieger", fanden alle.

Der Applaus wollte gar nicht mehr enden, im Festsaal der Landwirtschaftskammer auf der Gugl in Linz an diesem lauen Sommerabend. Er galt Silvia Zach-Fürst und der kleinen Carina. Mutter und Tochter strahlten um die Wette, die Wangen ganz rot vor Aufregung, als sie die Urkunde entgegennahmen, die sie auch ganz offiziell zu den OÖN-Kochchampions 2015 kürte. Da fehlten dem Spitzenkoch-Duo zunächst fast ein wenig die Worte, aber die Sprache war im Anschluss an die Siegerehrung rasch wieder gefunden. Außerdem galt es zunächst, die vielen Gratulationen entgegenzunehmen. Vor allem auch von ihren Mitstreitern um den Kochchampion-Titel. "Die beiden haben verdient gewonnen. Sie sind würdige Sieger", zollten viele dem Mutter-Tochter-Gespann Respekt für die erbrachte Leistung. Tochter Carina verdankt die 35-jährige Seminarbäuerin überhaupt die Teilnahme. "Als ich vom Kochchampion las, sagte ich zu meinem Mann: ,Das wäre lässig, aber ich wüsste gar nicht, mit wem ich kochen sollte? Da hat die Carina gemeint: "Mama, ich komm mit." Zweimal hätten sie ihr Menü durchgekocht, und dann hieß es: "Wir fahren", sagt die Mühlviertlerin, die gemeinsam mit ihrem Mann eine Landwirtschaft mit 30 Mutterschafen betreibt. Der war gestern Abend gemeinsam mit Sohn Tobias natürlich auch mit auf die Gugl gekommen. Auf einen Sieg habe er insgeheim gehofft, verrät er, weiß er doch um die Kochkünste seiner Frau. Seit 20 Jahren kennen sich die beiden, seit neun Jahren sind sie verheiratet. Womit sie ihn eingekocht habe? "Mit einem Lammgericht, natürlich", sagt er und lacht.

Apropos: "Liebe geht durch den Magen" war auch das Motto des diesjährigen Kochchampions, bei dem es als Hauptkriterien vor allem Saisonalität und Regionalität der Produkte umzusetzen galt. In drei Stunden drei Gänge und vier Portionen zu kochen war die Herausforderung, der sich die acht Teams stellten. Eine, die sie mit Bravour meisterten, wie Jurymitglied Markus Höller, Haubenkoch und Wirt mit eigenem Lokal in Altmünster, den Hobbyköchen bescheinigte: "Das Niveau war wirklich unglaublich. Es gab sehr wenig Negatives zu beurteilen, vielmehr ging es darum, wer noch positiver war."

Das diesjährige Motto der Veranstaltung war auch Anlass, bei den Gästen nachzufragen, bei welchem Gericht ihnen warm ums Herz wird. Bei Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger ist es der "Mostbunki", der ihn an seine Kindheit erinnert: "Immer beim Heuen, wenn es sehr heiß war, war das der Klassiker." Erdäpfelprinzessin Katharina Auinger liebt es ebenfalls bodenständig. Der Prambachkirchnerin macht man mit Erdäpfelnudeln mit Sauerrahm die meiste Freude. Mario Nussbaumer, Kochchampion-Finalist, ist einer, der andere gern bekocht. Freundin Christine hat er beim ersten Date mit einem siebengängigen Menü eingekocht: "Mit dreierlei Thunfisch hat alles angefangen", erzählt er. Dass es für sie nicht zum Sieg gereicht hat, nimmt der Gmundener gelassen: "Schon allein wegen des netten Abends heute hat es sich ausgezahlt mitzumachen. Ich bewerbe mich sicher wieder", sagt er.

Preise für alle

Auch wenn es an diesem Abend nur ein Sieger-Team geben konnte, am Ende ging keiner der Teilnehmer leer nach Hause. Sie wurden für ihr kulinarisches Engagement mit 600-Euro-Gutscheinen von Maximarkt, einem Bierpackage der Eggenberg-Brauerei, einem Kochbuch der Landwirtschaftskammer sowie einem Grillset von Berglandmilch belohnt. Die Familie Zach-Fürst durfte mit einer Kenwood-Küchenmaschine im Wert von 1400 Euro nach Hause fahren. "Da müssen wir erst die Küche ausbauen, so groß wie die ist", meinte die glückliche Siegerin scherzhaft.

 

Das Siegermenü

Ein hohes Niveau bescheinigten die Juroren den diesjährigen Kochchampion-Finalisten. Keine leichte Aufgabe für die Experten, das Sieger-Team zu ermitteln. Für jede der sechs Kategorien (Regionalität, Saisonalität, Aroma, Würzung... ) und jeden der drei Gänge wurden maximal fünf Punkte vergeben, jedes Team konnte maximal 45 Punkte erreichen.

Das Siegermenü von Sabine und Carina Zach-Fürst:

Das Siegermenü
Das Dessert – nicht nur eine Augenweide

Lamm-Sulz-Pralinen auf Wildkräutersalat mit Vogelmieresemmerl
Lammkoteletts mit Lauchhaube und Erdäpfelroulade

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