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Kultur

Land OÖ zahlt "Mindestsicherung" für freie Künstler

Von nachrichten.at/apa   28. April 2020 16:44 Uhr

OÖ Landtag wurde wegen Coronavirus in den Linzer U-Hof verlegt, Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP)
Landeshauptmann Thomas Stelzer

LINZ. Das Land Oberösterreich unterstützt ab 5. Mai freischaffende Künstler sowie Kunstvermittler, die wegen Coronabeschränkungen in Not geraten sind, aber nicht für Hilfsmaßnahmen des Bundes infrage kommen.

Betroffene können bei der Kulturdirektion quasi eine Mindestsicherung von 917,35 Euro monatlich beantragen. Die Höhe orientiert sich am Richtsatz der bedarfsorientierten Mindestsicherung.

Das 580-Mio.-Euro-Hilfspaket des Landes beinhaltet auch einen Härtefallfonds für Sport und Kultur in Höhe von fünf Millionen Euro. Daraus wurden bereits verschiedene Hilfen für Vereine gesetzt.

Ab 5. Mai kommt nun jene finanzielle Unterstützung für Freischaffende hinzu, die maximal für drei Monate gewährt wird.

"Mit dem neuen Härtefonds für Künstlerinnen und Künstler und unseren laufenden Förderprogrammen können wir oberösterreichische Kulturschaffende bei ihrer Tätigkeit aktiv und bestmöglich unterstützten und ihnen in der aktuellen Notsituation mit Soforthilfemaßnahmen zur Seite stehen", erklärte Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) in einer Presseaussendung am Dienstag.

Kulturplattform KUPF erfreut

Due Kulturplattform Oberösterreich hat am Dienstag erfreut auf die neuen Hilfsmaßnahmen für Kulturschaffende reagiert. "Dass angesichts dieser existenzbedrohenden Krise ein kulturpolitisches Umdenken stattfindet und der Landeshauptmann die notwendigen Gelder freigibt, ist jedenfalls zu begrüßen", so Geschäftsführer Thomas Diesenreiter in einer Aussendung.

Grüne sehen Stipendien-Forderung erfüllt

Der Kultursprecher der oö. Grünen, Severin Mayr, sieht in dem Härtefallfonds die Erfüllung seiner Forderung nach Arbeitsstipendien für Künstler, wenn auch unter einem anderen Namen. Das Land, das am Dienstag auf bestehende Stipendien aufmerksam gemacht hat, habe zwar keine weiteren geschaffen, das neue Instrument wende sich aber genau an jene Gruppen, für die es noch keine Arbeitsstipendien gebe.

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