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Kultur

Ausstellung: Stickkunst, die Botschaften vermittelt

17. April 2021 00:04 Uhr

Ausstellung: Stickkunst, die Botschaften vermittelt
Zwei Meter Abstand: Victory

LINZ. Die Katholische Privat-Uni Linz präsentiert Werke der polnischen Künstlerin Monika Drozynska.

Seit 20 Jahren ist die Katholische Privat-Universität (KU) in Linz Ausstellungsraum für spannende Kunstprojekte. Nun endet diese Reihe, die den Titel "Im Vorbeigehen" trägt, mit der Ausstellung der Werke der polnischen Textil- und Stickkünstlerin Monika Drozynska.

Die Designerin, die in Krakau lebt und arbeitet, verknüpft traditionelles Handwerk mit zeitgenössischen Inhalten und Botschaften. Ihre künstlerische Aufarbeitung bezieht sich dabei auf allgegenwärtige Themen in der Corona-Pandemie: das "Social Distancing" und das Abstandhalten. Dafür hat Drozynska ein eigenes Logo entwickelt: ein Victory-Zeichen, bei dem der Abstand zwischen Zeige- und Mittelfinger mit "2M" beschrieben wird.

Für ihre Ausstellung an der KU mit dem Titel "Dwa / Fünf" hat sich die Stickkünstlerin etwas Besonderes einfallen lassen: eine großformatige, rund 20 Meter lange Textilarbeit für das Stiegenhaus des Neubaus. Gleich einem vertikalen Transparent reicht das Werk von der Decke bis in den Keller des Hauses. Darauf sind Sprachspiele in Ukrainisch, Deutsch und Polnisch zu entdecken. Einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit der polnischen Künstlerin bildet das Thema Machtstrukturen der Sprache und Bedeutungsebenen von Worten und Buchstaben.

"Dwa / Fünf" sei keine statische Ausstellung, sondern entwickle sich laufend weiter, sagt KU-Sprecherin Hermine Eder. Denn Social-Media-Postings sollen immer wieder neue Einblicke in die Arbeit der Künstlerin liefern. Zudem können Interessierte die Techniken der Stickkünstlerin live miterleben. Corona-bedingt finden ihre drei Workshops auf Zoom bzw. auf Facebook statt. Die Teilnehmer können dabei Monika Drozynska kennenlernen und sich unter ihrer Anleitung auch selbst künstlerisch erproben. Der erste Termin findet am 20. April um 12 Uhr statt.

Kuratiert wird die Ausstellung von Professorin Monika Leisch-Kiesl, die die Ausstellungsreihe "Im Vorbeigehen" vor 20 Jahren ins Leben rief, "um Kunst ins Haus zu bringen" und die Auseinandersetzung zu fördern. Künstler wie Lorenz Estermann, Gerlinde Miesenböck oder Johannes Deutsch haben dort schon ihre Werke präsentiert. Die Reihe befinde sich nun zwar im Finale. Es sei aber bereits "ein neues Projekt am Köcheln", sagt Leisch-Kiesl.

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