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Aktionist Günter Brus gestorben

Von nachrichten.at/apa, 11. Februar 2024, 08:19 Uhr
Günter Brus Bild: APA/Hans Punz

WIEN/GRAZ. Der österreichische bildende Künstler Günter Brus, Mitbegründer des Wiener Aktionismus, Autor, Bild-Dichter, Bühnenbildner und Zeichner, ist gestern, Samstag, im Alter von 85 Jahren in einem Grazer Krankenhaus gestorben.

Entsprechende Meldungen bestätigte der Galerist Philipp Konzett, Mitinitiator und Geschäftsführer des im März öffnenden Wiener Aktionismus Museum, am Sonntagfrüh gegenüber der APA.

  • ZIB: Aktionist Günter Brus ist tot

Brus, am 27. September 1938 in Ardning in der Obersteiermark geboren, schockte in den 1960er-Jahren gemeinsam mit Muehl, Nitsch und Schwarzkogler die Öffentlichkeit mit Körperkunst, die als Wiener Aktionismus weltbekannt wurde. "Günter Brus war jener der vier Aktionisten, der als einziger seine Aktionen an sich selbst durchgeführt hat. Dabei ist er bis an seine persönlichen Grenzen gegangen, um psychopathologische Dimensionen aufzuzeigen", so Konzett, der sich ebenso wie die Geschäftsführung des Universalmuseums Joanneum, Marko Mele und Josef Schrammel, tief betroffen zeigte. Trauer bekundete u.a. auch die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ). Im Vorjahr wurde Günter Brus in einer Festsitzung des Gemeinderates mit dem Ehrenring der Stadt Graz ausgezeichnet.

Nachdem Brus in Österreich wegen einer Kunstaktion an der Wiener Uni mit monatelanger Haft verurteilt wurde, flüchtete er 1969 mit Frau und Kind nach Berlin, von wo er erst 1979 zurückkam. Brus zählte zu den bedeutendsten österreichischen Künstlern der Gegenwart und hat ein in vielfacher Hinsicht grenzensprengendes Werk geschaffen.

Seit Herbst 2011 ist ihm in Graz mit dem Bruseum ein eigenes Museum gewidmet. Für sein künstlerisches Werk hat Brus u. a. den Großen Österreichischen Staatspreis für Bildende Kunst (1996) und den Oskar-Kokoschka-Preis (2003) erhalten. Zuletzt lebte er mit seiner Tochter Diana und seiner Frau Anna am nördlichen Stadtrand von Graz.

Wie das Kunsthaus Bregenz (KUB) am Sonntag bekannt gab, wird die angekündigte Schau "Günter Brus" wie geplant am kommenden Freitag (16. Februar) eröffnet. Die Aufbauarbeiten für die Ausstellung mit fast 500 Arbeiten aus allen Schaffensphasen von Brus seien in vollem Gange, hieß es. Die Ausstellung sei gemeinsam mit Günter Brus und dem Bruseum entwickelt worden und würdige die wichtigsten Phasen seines außerordentlichen Werkes, sagte KUB-Direktor Thomas D. Trummer. "Günter Brus und seine Frau Anna haben wesentlich zur Auswahl beigetragen, ein großer Teil der Leihgaben stammt aus ihrem persönlichen Bestand. Es ist unendlich schade und traurig, dass Günter Brus die Ausstellung, die eine Woche nach seinem Tod eröffnet wird, nicht mehr erleben kann", so Trummer.

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13  Kommentare
13  Kommentare
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Caesar-in (3.537 Kommentare)
am 11.02.2024 11:35

Die eigentliche Kunst dieses Aktionisten war seine Verwandlung in einen Aktionär.

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ob-servierer (4.438 Kommentare)
am 11.02.2024 12:05

Vom Reaktionär zum Aktionär.
Da haben wir viele in Österreich, speziell und aktuell in der Politik.

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nichtschonwieder (7.376 Kommentare)
am 11.02.2024 10:56

Seine "Kunst" waren Fäkalien, mehr nicht.

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LASimon (10.899 Kommentare)
am 11.02.2024 11:17

Ihre umfassende Kenntnis des Werks von Günter Brus ist faszinierend.

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nichtschonwieder (7.376 Kommentare)
am 11.02.2024 17:00

Las...
Sie kennen sich ja Gottseidank aus.
Sie sind sicher auch ein Anhänger von Otto Mühl.
Passt für Sie.

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localr (463 Kommentare)
am 11.02.2024 10:56

Farewell, Günter Brus, Du großer Künstler, der Du mich in den 80ern in der Paris Bar in das Geheimnis der Kunst eingeweiht hast. 💕

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roxy (61 Kommentare)
am 11.02.2024 10:38

Ich danke für sein umfangreiches Werk. Ein ganz Großer ging. RIP.

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espresso.perdue (683 Kommentare)
am 11.02.2024 09:44

Wahrscheinlich bin ich ein Banause, aber ich versteh bis heute nicht, was daran Kunst ist, auf der Bühne zu kacken und brunzen.

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LASimon (10.899 Kommentare)
am 11.02.2024 11:16

Wenn Sie nur eine einzige Aktion des Günter Brus kennen, dürften Sie mit Ihrer Annahme Recht haben.

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MaxXI (433 Kommentare)
am 11.02.2024 17:01

und den Urin dann auch noch trinken....
Der Begriff Kunst schützt vor Einweisung.

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MaxXI (433 Kommentare)
am 11.02.2024 21:53

@espresso....
sie haben vergessen zu erwähnen...auf der Bühne einen runterholen....gehörte auch zu dessen Kunst.

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leser (2.209 Kommentare)
am 11.02.2024 09:07

Auf die österreichische Fahne wixen und brunzen, sich mit Rasierklingen schneiden: unter anderem dafür bekam Günter Brus von der Regierung Vranitzky 1996 den Österreichischen Staatspreis.

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MaxXI (433 Kommentare)
am 11.02.2024 17:04

ich möchte gar nicht wissen, was dieser Mann an Kunstförderungen von der Politik erhalten hat.

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