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Silvester-Stadlshow in Linz: Heile Welt trotz unklarer Zukunft

Von Nora Bruckmüller und Christopher Buzas, 31. Dezember 2015, 12:03 Uhr
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Bildergalerie Generalprobe der Silvester-Stadlshow
Bild: Alexander Schwarzl

Reportage: Die OÖN besuchten die Generalprobe der Silvester-Stadlshow, die am Abend (20.15, ORF 2) live aus der Linzer TipsArena übertragen wird.

Singen, Schunkeln, Heiterkeit: Schon nach wenigen Minuten ist die Stimmung bestens. Knapp 3000 Besucher, vorwiegend in Tracht gekleidet, verleihen dem Inneren der Linzer TipsArena Skihütten-Atmosphäre. Francine Jordi, die mit Alexander Mazza den Musikantenstadl mit neuem Namen moderiert, verspricht ein „Feuerwerk an Hits für die letzten Stunden des Jahres“.

Dass es zu diesem Zeitpunkt noch knapp 28 Stunden bis zum Jahreswechsel dauert, stört niemanden. Denn bei der Generalprobe der Stadlshow soll alles so ablaufen, wie bei der
TV-Übertragung heute (20.15, ORF 2).

Auf das „Nockalm Quintett“ müssen die Zuschauer am 30. Dezember verzichten. In ihre Rolle schlüpfen TV-Tänzer. Bei Musik und Gesang ist trotzdem kein Unterschied zu hören - es lebe das Playback, mit dem auch sonst nicht gespart wird.

Zurück auf Anfang

Denn hier ist man zurückgerudert. Im Konzept zum „Stadl neu“ hieß es noch, dass nicht mehr Playback gesungen wird. Bei der Premiere im September machten Publikum und Veranstalter damit schmerzhafte Erfahrungen. „Wenn DJ Ötzi und Jürgen Drews live singen, ist das gefährlich – für ihre Stimmbänder und die Zuhörer“, schrieben die OÖN damals. Das Fazit: Live ist – bis auf Ausnahmen –  abgesagt. Ebenso verabschiedet hat man sich von Interviews direkt im Saal, die auf Couches im Bereich vor der Bühne stattgefunden haben. Gut so, denn damit sitzen weder Moderatoren und noch Gäste mit dem Rücken zum TV-Publikum.

Was das Programm in Linz betrifft, ist es fast so wie früher – die Auftritte von neuen Bands sind reduziert, dafür gehört den arrivierten Stars die Manege. Diese Strategie der breitenwirksamen Schlager und Evergreens ging voll auf, die von den Sendern als dem Party-Anlass „Silvester“ geschuldete Entscheidung präsentiert wird.

Kein Wunder, bei diesen Hits: „Er gehört zu mir“ von Marianne Rosenberg, Heino stichelt mit „Tage wie diese“ gegen Campino („Tote Hosen“) und singt „Blau blüht der Enzian“, das A-Capella-Ensemble „Piccanto“ interpretiert „Viva La Vida“ von „Coldplay“, Swing-Sänger Tom Gaebel ehrt Frank Sinatra und als die Auswahl der Musikkapellen aus Linz Land den Radetzkymarsch spielt, gibt einmal mehr Standing Ovations. Die Basis für die Ekstase legte zu Beginn ein „Anheizer“ im Publikum, der von den Kameras unbeobachtet motivierte.


Helfer abseits der Kamera

Er ist nicht der einzige Gehilfe, den die Fernsehzuschauer nicht sehen. Zwei Mitarbeiter halten Schilder, auf denen Stichwörter zu lesen sind, damit Jordi und Mazza auch wissen,
was sie wann sagen müssen. Abseits der Kameras spielt sich aber noch viel mehr Bemerkenswertes ab. Dezent entfernt ein Securitymann eine ältere Dame, die zwischen den „schnuckeligen Jungs“ (Jordi) der Band „Feuerherz“ auf dem Schoß von Mazza Platz genommen hat, LIVA-Hausherr Hans-Joachim Frey lässt sich zur Polonaise animieren und G. G. Anderson bringt Jordi in Verlegenheit.
Sie: „Wie war dein Jahr?“
Er: „Schei…“
Sie: „Das sagt man aber nicht!“

Lieblicher sind die Motive, die auf den Vidi-Walls zu sehen sind: Berglandschaften mit so viel Schnee, wie er in Österreich derzeit garantiert nicht zu finden ist.

Doch auch die StadtLinz kommt nicht zu kurz. In einem vorab aufgenommenen Filmbeitrag werden Wahrzeichen wie das Ars Electronica Center, der Höhenrausch, Kunstmuseum Lentos und das Schlossmuseum gezeigt.

Zukunft unklar

„In Linz beginnt's und in Linz endet's auch – zumindest 2015“, sagt Mazza mehrdeutig. Denn ob es mit der Stadlshow weitergeht, ist zumindest nach außen hin unklar. Nachdem die Premiere im September bei Publikum und Kritikern keinen Anklang fand, wird die Einstellung der Show öffentlich aber stets zurückgewiesen. Ein Mitarbeiter spricht jedoch davon, dass die Sendung in Linz „der letzte Stadl ist“. Das Format habe sich einfach nicht durchgesetzt.

Der Versuch mit der Neuausrichtung vor allem jüngeres Publikum anzuziehen, stößt zumindest bei der Generalprobe in Linz bei der gewünschten Zielgruppe auf taube Ohren. Der Altersschnitt im Saal liegt bei geschätzten 50 Jahren. Egal! Dem Publikum gefällt's. Je länger der Abend, desto ausgelassener wird es, bis am 30. Dezember um Mitternacht Neujahr gefeiert wird. „Einmal muss man so eine Show live gesehen haben“, sagt Nicole Fischer aus Engerwitzdorf. Gut möglich, dass sie ihre letzte Chance genützt hat.

Mehr zur Silvesterstadl-Show (20.15, ORF 2) lesen Sie morgen auf nachrichten.at und am Samstag in den OÖN

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10  Kommentare
10  Kommentare
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gameatari (115 Kommentare)
am 01.01.2016 14:16

Je länger der Abend, desto ausgelassener wird es, bis am 30. Dezember um Mitternacht Neujahr gefeiert wird.????????

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hein-tirol (1.116 Kommentare)
am 01.01.2016 12:27

Die Stadlshow lebt von Zuschauern ab 40. Sie für die Jugend attraktiver zu machen, wird immer vergebliche Mühe sein. Aber auch die Jungen kommen in das Alter. Und so kann die Show weitergehen. Aber eine Kunstpause von 1 bis 2 Jahren würden ihr und den Akteuren vielleicht gut tun.

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esreichtmirjetzt (5.097 Kommentare)
am 01.01.2016 12:30

Ja, genau

des brauch ich wie eingeschlafene Füße traurig

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Prinzessin2506 (3.454 Kommentare)
am 01.01.2016 12:31

So alt kann manche/r Junge und Junggebliebene gar nicht werden. grinsen

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pepone (60.622 Kommentare)
am 01.01.2016 13:47

von hein-tirol
Die Stadlshow lebt von Zuschauern ab 40.

das kann ich nicht bestätigen denn gestern sah man sehr viele jungen im FS ...

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jopc (7.371 Kommentare)
am 01.01.2016 06:01

Francine geht ja , aber Alexander Mazza hat ein Charisma wie ein Pflasterstein.

Florian Silbereisen hatte mit 20 Jahren schon mehr Charisma.

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Wuhei (716 Kommentare)
am 31.12.2015 18:48

Der ORF bietet heute wieder mal auf beiden Progammen gequirlte Sch....... an.
Und für den Mist muß man zwangsweise gar nicht so wenig blechen. Ich bin einfach sauer!

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kleinerdrache (9.944 Kommentare)
am 31.12.2015 19:02

Stimmt!
Wir weichen derzeit auf 3-SAT aus.
Der Clapton is gerade a Hammer! zwinkern

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alleswisser (18.463 Kommentare)
am 31.12.2015 22:11

Was würdest DU zeigen auf ORF1 und ORF2 von 18 bis 2 Uhr?

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Alcea (10.015 Kommentare)
am 31.12.2015 15:46

Ein-2 Witz!
Ein Mädchen will heiraten und ist keine Jungfrau mehr. Sie klagt ihr Leid dem Arzt. Der hilft ihr, indem er eine Schweinehaut vom Schlachthof besorgt und sie ihr eintransplantiert. In der Hochzeitsnacht muss der Bräutigam plötzlich unheimlich lachen.
"Warum lachst du denn so," fragt sie.
Er antwortet: "Ich habe ja schon manche Jungfernhaut gesehen, aber noch keine mit Prädikatsstempel."

Juanita verlangt eine Lohnerhöhung.
Madame ist erstaunt: "Warum soll ich Ihnen mehr bezahlen?"
"Weil ich besser als Sie bügle, Madame. Ihr Mann hat es gesagt."
"Wirklich?"
"Und er sagt auch, dass ich besser koche als Sie."
"Also, so etwas!"
"Und darüber hinaus bumse ich besser als Sie."
Madame (wütend): "Und das hat Ihnen auch mein Mann gesagt?"
"Nein, Madame, der Gärtner."
Juanita hat ihre Lohnerhöhung bekommen!

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