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Kultur

Die Wolfenten-Küken

Von OÖNachrichten   14. Februar 2011 00:04 Uhr

Chris Pichler, Peter Aigner
Chris Pichler, Peter Aigner

Peter und der Wolf ... und was geschah mit der Ente?: musikalisches Märchen, Brucknerhaus Linz, 13. Februar

OÖN Bewertung:

Gestern Vormittag lud die Upper Austrian Sinfonietta, die orchestrale Mittelstufe des Landesmusikschulwerks, ins Brucknerhaus zu einem Klassiker der Kindermusikliteratur. Sergej Prokofjews musikalisches Märchen „Peter und der Wolf“ stand auf dem Programm – aber nicht nur. Auch der Frage, was denn eigentlich mit der Ente, die noch in den letzten Takten aus dem Bauch des Wolfes zu hören ist, passiert, ging man nach Noten von Tristan Schulze nach.

Im Herbst 2010 wurde seine ganz in der Besetzung des Originals gehaltene Fortsetzung „Peters Wolf im Zoo“ im Wiener Musikverein uraufgeführt, und schon spielen es die jungen Musiker aus Oberösterreich unter der fabelhaften Leitung von Peter Aigner nach.

Worum geht es? Der gefangene Wolf leidet unter Einsamkeit und dem Gequake der Ente, bis sich Peter an die Grimm-Märchen erinnernd ermutigt fühlt, dem Wolf den Bauch aufzuschneiden… und siehe da: Sieben kleine gelbe Wuserl kommen hervor – die gemeinsamen (?) Kinder von Ente und Wolf. Der böse Wolf wird nun lieb und Spielgefährte von Peter – also ein Happy End.

Tristan Schulze hat Prokofjews Melodien liebevoll variiert, fortgesponnen und ausgeschmückt und damit einen veritablen zweiten Teil, der das kurze Original perfekt zur guten Stunde ergänzt, geschaffen. Die jungen Musiker spielten beide mehr als nur herausfordernden Partituren mit viel Elan und erstaunlichem technischen Können. Chris Pichler schlüpfte in die Rolle der Erzählerin.

Eine rundum gelungene Produktion. (wruss)

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