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Kultur

Beste Kunst für einen guten Zweck

Von Hannah Winkelbauer   27. Oktober 2014 00:04 Uhr

Beste Kunst für einen guten Zweck
Florian Aigner: "Der große kleine Finger", Marmor, 2008, 20x53 cm (Rufpreis: 2500 Euro)

Charity-Auktion: Ausstellung der zum Verkauf stehenden Werke im Museum Angerlehner.

Im ersten Stock des Museums Angerlehner in Thalheim bei Wels wird derzeit eine ganz besondere Ausstellung präsentiert. Bis 22. November sind 144 Gemälde, Grafiken, Fotografien und Objekte im Gesamtwert von 900.000 Euro zu sehen. Das Spezielle an der Schau: Sämtliche Werke sind käuflich. Bei einer vom Lions Club Traun organisierten Auktion werden sie am 22. November ab 16 Uhr versteigert. Der Gesamterlös kommt dem guten Zweck, unter anderem dem OÖNachrichten-Christkindl, zugute. Der Zuschlagpreis ist der Endpreis, betont Initiator und Organisator Wolfram Kramar. Im Gegensatz zur gängigen Praxis in Auktionshäusern fallen keine zusätzlichen Gebühren an.

Der Andrang bei der Vernissage am Freitag war enorm: Hunderte Kunstinteressierte und viele der beteiligten Künstlerinnen und Künstler waren zum Auftakt der bis dato größten Benefiz-Kunstauktion Österreichs ins Museum Angerlehner gekommen.

Die Bandbreite der zum Verkauf stehenden Werke reicht von figurativer über abstrakte Malerei bis zu Skulptur. Junge Kunstschaffende (Lena Göbel, Stylianos Schicho) sind ebenso vertreten wie arrivierte Künstler (u.a. Arik Brauer, Gunter Damisch, Valie Export). Die Ausstellung ist vielfältig und abwechslungsreich. Empfangen werden die Besucher im ersten Stock von einem eindrucksvollen Objekt des oberösterreichischen Bildhauers Florian Aigner: "Der große kleine Finger" (2008) aus Marmor liegt wie abgehackt auf einem Sockel.

"Das ist ein gutes Gefühl"

Was motiviert Künstlerinnen und Künstler, ein Werk für eine Charity-Auktion zur Verfügung zu stellen? Die zweifache Landeskulturpreisträgerin Inge Dick formuliert es eindeutig: "Der gute Zweck" sei für sie ausschlaggebend gewesen. Für den Maler Stylianos Schicho waren es "der gute Zweck und das schöne Museum". Auch die Malerin Susanne Purviance erwähnt den musealen Rahmen: "Ich möchte ein Stück zurückgeben, weil es mir als Künstlerin gut geht. Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich ja auch etwas davon, wenn meine Arbeiten in einem so repräsentativen Rahmen hängen." Und Landeskulturpreisträger Manfred Hebenstreit sagte im Gespräch mit den OÖNachrichten: "Es ist ja Tradition, dass Künstler bei sozialen Anliegen an vorderster Front dabei sind. Das ist ein gutes Gefühl."

Auch für die an der Organisation beteiligten Lions-Club-Mitglieder sei es eine "faszinierende Erfahrung" gewesen, "die Künstler kennenzulernen und einen Zugang zur bildenden Kunst zu finden", wie der erste Vizepräsident der Trauner Lions, Martin Höfler, zu den OÖNachrichten sagte.

"Wir wollen eine Win-win-Situation schaffen: für den karitativen Zweck, für die Künstler und für die Käufer, die sich selbst mit dem Kauf eines Kunstwerks etwas Gutes tun", sagte Organisator Kramar bei der Eröffnung und bat um rechtzeitige Anmeldung zur Auktion: "Machen Sie sich selbst ein Weihnachtsgeschenk."

 

Infos zur Versteigerung

Entweder wird ein schriftlicher Kaufantrag (mit Höchstgebot) gestellt, oder man ist live oder telefonisch bei der Versteigerung dabei. Infos zur Anmeldung und zum Ablauf der Auktion finden Sie auf https://traun.lions.at. Hier können Sie auch das zur Auktion erschienene Kunstbuch bestellen oder als pdf-Datei herunterladen.

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